Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Die FAZ berichtete in einem Artikel am 02.05.2026 über die Bilanz der Mainova AG für das Jahr 2025. So sei das Geschäft

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Frage betrifft die Wertbereinigungen für Wind- und Photovoltaikanlagen der Mainova AG, die im Jahr 2025 einen Verlust von 8,3 Millionen Euro verzeichnete. Der Magistrat erklärt, dass die Wertbereinigungen aus der Neubewertung von Projekten im herausfordernden Marktumfeld resultieren, insbesondere durch Verzögerungen und gestiegene wirtschaftliche Risiken.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Umwelt und Energie verfolgen

Frage an den Magistrat

Die FAZ berichtete in einem Artikel am 02.05.2026 über die Bilanz der Mainova AG für das Jahr 2025. So sei das Geschäft mit den Erneuerbaren zum Sorgenkind geworden. Und weiter: "Dieses brachte mit 8,3 Millionen Euro einen noch höheren Verlust ein als im Vorjahr (minus 5,3 Millionen Euro). Hintergrund sind dem Unternehmen zufolge weitere Wertbereinigungen für Wind- und Photovoltaikanlagen." Ich frage den Magistrat: Wie stellen sich diese Wertbereinigungen für Wind- und Photovoltaikanlagen konkret dar?

Antwort des Magistrats

Stadträtin Annette Rinn: Frau Stadtverordnetenvorsteherin, meine Damen und Herren, die im Geschäftsjahr 2025 vorgenommenen Wertberichtigungen entfielen im Wesentlichen auf das Geschäftsfeld der PV-Projektentwicklung. Sie ergeben sich aus der bilanziellen Neubewertung einzelner Projekte vor dem Hintergrund eines herausfordernden Marktumfelds. Das Marktumfeld ist insbesondere geprägt durch verzögerte Netzanschlüsse, teilweise begrenzte Einspeisemöglichkeiten sowie insgesamt gestiegene wirtschaftliche Risiken. Ein weiterer Grund ist die zunehmende Komplexität. Neue Projekte im Bereich erneuerbare Energien sind nicht mehr nur reine PV- oder auch Windprojekte, sondern beinhalten oft auch Umspannwerke und Batteriespeicher. Aktuelle Stunde zur Frage Nr. 5 Stadtverordneter Willy Klinger, AfD: Sehr geehrte Frau Vorsteherin, sehr geehrte Damen und Herren, so wie es aussieht, ist die Stadt Frankfurt weiterhin voll auf Kurs, wenn es um die Wärme- und Energiewende geht. Ehrlich gesagt wundert mich das ein wenig, dass man in Zeiten permanenter und signifikanter Teuerung für den Endverbraucher - den Bürger - in allen Lebenslagen und Bereichen immer noch an seinem Plan, von Frankfurt aus das Weltklima retten zu wollen, festhalten kann. Erneuerbare Energien fahren für die Mainova Verluste ein, das haben wir gehört. Aber schauen wir auch noch mal in den Artikel der FAZ vom 02.05.2026, da heißt es ganz klar vom Mainova-Vorstand: "Preiserhöhungen, die werden kommen". Ist auch irgendwie klar, wie das sein kann, woran das liegt. Denn die Investitionen, die gefahren werden müssen, um die Energie- und Wärmewende voranzutreiben und von Gas und Kohle wegzukommen, die sind natürlich massiv, meine Damen und Herren. Ob das irgendwie sinnvoll oder in der angestrebten Zeit überhaupt machbar ist, diese Frage stellt sich Ihnen scheinbar nicht. Den Endverbraucher interessiert im Zweifelsfall die Rettung des Weltklimas auch nicht, sondern eher, ob er seine Rechnungen bezahlen kann.

(Beifall) Zudem sind steigende Energiepreise Gift für die Wirtschaft, aber auch das ist natürlich Nebensache, wenn es um die Verhinderung der Apokalypse geht, ist ja klar. Ich sage Ihnen mal eine Sache voraus, meine Damen und Herren, die Akzeptanz bei der Bevölkerung für die geplante Energie- und Wärmewende wird irgendwann völlig wegbrechen. Die Leute werden sich diesen Luxus eines klimaneutralen Frankfurts, der noch zu Zeiten des Überflusses durch die Politik hier angestoßen wurde, einfach nicht mehr leisten können.

(Beifall) Gleiches gilt übrigens für die Stadt als Ganzes. Wohlfühlpolitik, für die man Unsummen ausgibt, um jährlich den globalen CO2-Ausstoß von Frankfurt aus um 0,000-irgendwas Prozent zu senken, ist halt teuer, meine Damen und Herren.

(Zurufe) Zahlen muss das am Ende sowieso der Bürger. Wenn Ihnen weiterhin egal ist, dass andere die Zeche für ihre Fantasien von einer CO2-freien Stadt zahlen müssen, dann wird Ihre politische Zukunft nicht gerade rosig aussehen, das prognostiziere ich Ihnen.

(Beifall) Aber machen Sie nur so weiter, schließlich ist das am Ende des Tages die beste Werbung für die AfD. Vielen Dank! (Beifall, Zurufe) Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Korenke: Vielen Dank, Herr Klinger! Als nächster Redner spricht Haluk Yildiz von BIG. Bitte! Stadtverordneter Haluk Yildiz, BIG: Sehr verehrte Vorsteherin, meine Damen und Herren, also ich weiß nicht, Herr Klinger, ob Sie der AfD einen Gefallen getan haben, wenn Sie eine städtische Gesellschaft, die eigentlich vorbildlich arbeitet, mehr oder weniger auch mit schlechtmachen bei ihrer Bewertung. Die Berichterstattung zur Mainova-Bilanz 2025, insbesondere zu den Verlusten der erneuerbaren Energien, verdient eine differenzierte Betrachtung. Ja, es stimmt, das Segment weist einen Verlust von 8,3 Millionen Euro aus. Es gab Wertbereinigungen bei Wind- und Photovoltaikanlagen, aber entscheidend ist doch die Frage, wie betrachten wir diese Zahlen politisch und wirtschaftlich im richtigen Kontext. Diese Entwicklungen sind kein isoliertes Frankfurter Problem, sondern Ausdruck der aktuellen Marktbedingungen. Warum? Wir erleben derzeit ein deutlich gestiegenes Zinsniveau, veränderte Preise im Großhandelsmarkt und damit verbundene Anpassungen bei der Bewertung von Anlagen. Das heißt, hier geht es nicht zwingend um Fehlinvestitionen, sondern vielfach um notwendige buchhalterische Neubewertungen unter veränderten wirtschaftlichen Bedingungen. Gleichzeitig dürfen wir nicht übersehen: Der Mainova-Konzern insgesamt steht wirtschaftlich stabil da. Das Unternehmen konnte seinen Gewinn deutlich steigern und steht eigentlich wunderbar auch in unserer Stadt da, gerade mit Blick auf die Rolle der Mainova ist das doch eine super Nachricht. Auch strategisch: Klar, die Investitionen in erneuerbare Energien, und das wissen wir glaube ich alle mittlerweile, sind kein kurzfristiges Renditeobjekt, sondern ein langfristiger Beitrag zur regionalen Energiewende und zu unseren Klimazielen. Deshalb ist es folgerichtig, dass die Mainova an diesem Kurs festhält, aber, und das ist uns ebenso wichtig, langfristige Ziele entbinden nicht von Transparenz. Gerade weil es sich um ein kommunales Unternehmen handelt, erwarten wir eine konkrete Aufschlüsselung der Wertbereinigung, eine klare Darstellung der betroffenen Projekte und eine Einordnung der wirtschaftlichen Auswirkungen. Denn Vertrauen entsteht nur dann, wenn Entwicklungen offen erklärt und verantwortungsvoll eingeordnet werden. Unser Ziel sollte daher nicht sein, einzelne Zahlen politisch zu instrumentalisieren, sondern sicherzustellen, dass die Mainova auch in einem schwierigen Marktumfeld wirtschaftlich solide und strategisch richtig aufgestellt bleibt. Zu guter Letzt sollten wir nicht zulassen, dass kurzfristige Effekte genutzt werden, um die langfristig notwendige Energiewende grundsätzlich infrage zu stellen. Vielen Dank!

(Beifall) Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Korenke: Vielen Dank, Herr Yildiz. Der nächste Sprecher ist Herr Denkwitz von den GRÜNEN. Stadtverordneter Manuel Denkwitz, GRÜNE: Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin, sehr geehrte Kolleg:innen, sehr geehrte Zuhörer:innen auf der Empore und auch online, wenn man hier eine Frage stellt, sollte man sich ordentlich vorbereiten. Das hätten Sie zum Beispiel, Herr Klinger, bei dem Mainova-Dialog am 30.04. machen können, zu dem die Mainova eingeladen hatte, wo Sie auch da waren. Sie hätten auch im Nachgang das Angebot der Mainova in Anspruch nehmen können, nochmal nachzufragen. Das haben Sie nicht getan. Sie hätten auch im Geschäftsbericht nachlesen können, worum es bei diesen Wertminderungen geht. Da steht nämlich auf den Seiten 37, 44, 101 und 105 ganz klar detailliert das, was Frau Rinn dankenswerterweise vorgetragen hat. Sie stellen hier eine Frage, die völlig falsch ist. Sie fragen nach Windkraft. Es geht nicht um Windkraft. Es geht um Photovoltaik und zwar um angehende Photovoltaikprojekte, die aufgrund von sich ändernden Rahmenbedingungen auf Bundesebene wertberichtigt werden. Das können Sie alles öffentlich nachlesen, dazu muss man keine Frage stellen.

(Beifall) Die Mainova investiert weiter in erneuerbare Energien und zwar in diesem Jahr in Höhe von 90 Millionen Euro, das können Sie auch im Geschäftsbericht nachlesen. Sie macht das, weil es sich lohnt, weil es sich rechnet. (Beifall, Zurufe) Geändert haben sich Rahmenbedingungen auf Bundesebene beim EEG, bei den EEG-Einspeisevergütungen und deswegen sind die Wertminderungen notwendig. Das ist nun mal so. Es sind Wertminderungen im einstelligen Millionenbereich und keine in dem Sinne großen Summen. Jetzt könnte man auf die Bundesregierung schimpfen, warum sie das macht. Das machen wir an dieser Stelle nicht, das sparen wir uns und ich verweise auf die Volkswirte, auf die Experten und Wissenschaftler das zu würdigen. Die AfD setzt in ihrer Energiepolitik auf fossile Energie und auf Kernkraft. Sie wollen uns abhängig machen von Despoten wie Wladimir Putin, da sollen wir unsere Energie herbeziehen, und sie machen uns abhängig von der Verkehrssituation in der Straße von Hormus.

(Beifall) Die deutsche Energiepolitik soll abhängig sein von den Kriegen auf dieser Welt, das ist nicht im Interesse der Bürgerinnen und Bürger.

(Beifall) Wir sollen wieder Atomkraftwerke bauen. Fragen Sie mal in Frankreich nach, beim AKW Flamanville: 3,3 Milliarden Euro waren als Baukosten geplant, wir stehen jetzt bei 24 Milliarden Euro, eine Kostensteigerung um 20 Milliarden Euro. Deswegen wird der Strom teurer, Atomstrom aus Flamanville ist der teuerste Strom in ganz Frankreich, deswegen steigen Preise.

(Beifall) Sie haben gesagt, wegen den erneuerbaren Energien, wegen dieser einstelligen Millionenabschreibung würden die Preise für die Endverbraucher steigen, das ist natürlich völliger Quatsch. Die Mainova macht vier Milliarden Euro Umsatz und wegen dem einstelligen Millionenbetrag sollen jetzt die Preise steigen, das ist doch Unsinn.

(Zurufe) Ja, das weiß ich, aber sie macht vier Milliarden Euro Umsatz, es sind andere Gründe, warum die Preise steigen, das können Sie nachlesen.

(Beifall) Meine Damen und Herren, wir brauchen nicht weniger erneuerbare Energien, sondern mehr erneuerbare Energien. Vielen Dank!

(Beifall)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 13. Mai 2026 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung