Der Klimawandel ist längst auch in Frankfurt angekommen. Die letzten Jahre waren von Trockenheit und Dürre geprägt und h
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Zusammenfassung
Die Frage befasst sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf den Frankfurter Stadtwald, insbesondere im Hinblick auf die jüngsten Niederschläge. Es wird vorgeschlagen, Maßnahmen zu ergreifen, um die Trinkwasserversorgung und den Zustand des Stadtwaldes zu sichern. Das erwartete Ergebnis ist eine Verbesserung der Vitalität der Bäume und eine nachhaltige Trinkwassernutzung.
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Thema Verkehr und Straße verfolgenFrage an den Magistrat
Der Klimawandel ist längst auch in Frankfurt angekommen. Die letzten Jahre waren von Trockenheit und Dürre geprägt und haben sowohl den Menschen als auch der Natur in der Stadt nachhaltig zugesetzt. Der Zustand des Frankfurter Stadtwaldes ist seit Längerem alarmierend: Laut Waldzustandsbericht sind mittlerweile 98 Prozent der Bäume im Stadtwald geschädigt. Die Monate Februar und Mai 2021 verzeichneten dagegen weitaus mehr Niederschläge als im Durchschnitt. Ich frage den Magistrat: Haben die im Vergleich zu den Vorjahren stärkeren Niederschläge Auswirkungen auf den Zustand des Stadtwaldes, und, falls ja, welche?
Antwort des Magistrats
Stadträtin Rosemarie Heilig: Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin, meine sehr verehrten Damen und Herren, sehr geehrter Herr Schlimme! Jetzt sind Sie alle heute in dieser Hitze hierher gekommen, und ich hoffe, dass diese Hitzewelle nicht wieder so lange dauert, wie in den vergangenen drei Jahren. Vielleicht erinnern Sie sich, dass im Jahr 2019 von April bis November kein einziger Tropfen Regen gefallen ist. Die letzten drei Jahre haben unserer Vegetation, aber auch uns und unserer Gesundheit alles andere als gut getan. Wir sitzen hier in einem klimatisierten Raum, die CO2-Ampel zeigt einen Wert von 600 - das ist viel zu hoch. Auch wir produzieren hier eine erkleckliche Menge an CO2, das ist eigentlich für die Coronabedingungen schlecht - ich hoffe, dass viele von Ihnen mindestens schon ein Mal geimpft sind -, denn das ist genau das Gas, um das es geht, das Gas, das uns so große Schwierigkeiten bereitet. CO2, Kohlendioxid, ist schuld am Klimawandel. Wir alle produzieren das aber. Natürlich nicht nur dadurch, dass wir es ausatmen. Wir brauchen Sauerstoff, und die Vegetation, die Bäume, der Stadtwald liefern uns diesen Sauerstoff, den wir so dringend brauchen, um gut durch diese Krise zu kommen, die wir Klimawandel nennen. Jetzt hat es die ersten drei Frühjahrsmonate März, April und Mai schön geregnet. Man könnte denken, das ist wunderbar, der Klimawandel ist vorbei. Schön wäre es. Wir merken, wir rutschen - zack - in ganz andere Temperaturen und schon wird es wieder sehr heiß. Meine Hoffnung ist - und dieser möchte ich auch Ausdruck verleihen -, dass wir nicht wieder in so eine Krise hineinkommen. Es soll sich nächste Woche wieder entspannen. Ich werde dieses Jahr 65, und ich kann mich noch an Sommer erinnern, die waren halt so. Da war es einmal heiß, da gab es auch einmal ein Gewitter, es war auch teilweise über 30 Grad warm, aber wir hatten nicht diese unglaublich langen Strecken, in denen es gar nicht geregnet hat. Darunter leidet die Landwirtschaft, darunter leiden alle unsere Stadtbäume und darunter leidet ganz extrem der Stadtwald. Wir haben eine Situation im Stadtwald, die nicht anders als dramatisch angesehen werden muss. Die Niederschläge, die wir jetzt hatten, haben aber zu einer kleinen Entspannung insofern beigetragen, dass die Bäume, die wir gemeinsam mit vielen Menschen aus der Stadt gepflanzt haben, tatsächlich eine gute Vitalität zeigen. Das ist schön. Wenn Sie im Stadtwald unterwegs sind, dann haben Sie unter Umständen auch den Eindruck, wow, es ist total schön grün. Das heißt, wir haben tatsächlich einigermaßen eine Entspannung bekommen, und jetzt rutschen wir aber - zack - wieder in diese Hitze hinein. Wir bereiten gerade wieder eine Meldung vor: Achtung, Waldbrandgefahr. Das geht so unglaublich schnell, und unter Umständen müssen wir auch schon wieder ein Grillverbot wegen der Waldbrandgefahr, wegen der Gefahr, dass es brennen könnte, ausrufen. Das schon einmal für Sie vorab. Natürlich ist die Coronazeit so, dass wir sagen, endlich ist das Wetter gut, wir können wieder hinaus. Bisher war es regnerisch und kalt, das hat uns nicht gefallen, und jetzt gehen natürlich alle hinaus, alle wollen grillen, und alle wollen sich in dieser wunderschönen Natur erholen. Das sollen sie auch alle tun. Aber, es gibt einen zweiten Punkt, den ich hier ansprechen möchte und muss: Wir rasen auf eine Trinkwasserkrise zu. Das muss ich ganz deutlich sagen. Ich habe mir im Vorfeld auf die Beantwortung der Frage von Herrn Schlimme von der Hessen Wasser Daten geben lassen, wie es mit der Tatsache aussieht, dass das Grundwasser absinkt. Und wenn es so weitergeht, dann wird uns der RP irgendwann einmal ein Verbot aussprechen, dass wir überhaupt noch Trinkwasser aus dem Stadtwald fördern dürfen. Wir fördern sowieso nur etwa 30 Prozent des Trinkwassers aus dem Stadtwald. Der Rest, das wissen Sie, kommt aus dem Vogelsberg und aus dem Hessischen Ried. Es ist eine dramatische Situation, ich muss es hier so deutlich sagen. Bitte beherzigen Sie das, auch wenn es jetzt darum geht, wie wir mit Trinkwasser umgehen. Duschen, nicht baden. Keinen Rasen sprengen, und wenn, dann bitte mit Brauchwasser und nicht mit Trinkwasser. Da gibt es auch immer wieder Kritik in meine Richtung, dass wir Trinkwasser nicht verbrauchen sollten, um Bäume zu bewässern. Mittlerweile machen wir es so, dass wir das Wasser aus dem Main schöpfen, und wir schauen, dass wir peu à peu vom Trinkwasser wegkommen. Bei den neuen Baugebieten müssen wir natürlich unbedingt eine Brauchwasserleitung parallel zu der Trinkwasserversorgung installieren. Mein Appell ist: Die Lage ist dramatisch. Dies von meiner Seite zu dieser Frage.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 10. Juni 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.