Im Stadtteil Hausen stirbt der alte Ortskern gerade mit erschreckender Geschwindigkeit aus. Die letzte TraditionsgaststûÊ
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Zusammenfassung
Der Magistrat setzt sich für die Erhaltung der Infrastruktur in Hausen ein, insbesondere für das Kulturzentrum "Brotfabrik", das für die kulturelle Vielfalt in Frankfurt von Bedeutung ist. Es werden Maßnahmen zur Unterstützung von Gewerbetreibenden und zur Belebung leerstehender Immobilien ergriffen. Ziel ist es, die Schließung der Brotfabrik zu verhindern und die kulturelle Identität des Stadtteils zu bewahren.
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Alt-Hausen — 4 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 05.01.2026.
- Trinkbrunnen im Ortsbezirk 705.01.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Produktbereich: 22 Umwelt Produktgruppe: 22.04 Klimaschutz und Klimaanpassung Trinkwasserstationen im Ortsbezirk 7 einrichten25.11.2025 · EA (Etatanregung Ortsbeirat)
- Einbahnstraßen in Hausen für den Radverkehr in Gegenrichtung freigeben25.11.2025 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
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Neues zu Alt-Hausen per E-MailFrage an den Magistrat
Im Stadtteil Hausen stirbt der alte Ortskern gerade mit erschreckender Geschwindigkeit aus. Die letzte Traditionsgaststätte, der "Hausener Dorfkrug", hat bereits Ende 2021 geschlossen. Das dazugehörige Hotel wird seinen Betrieb ebenfalls bald einstellen, ebenso die Filiale der Frankfurter Sparkasse. Nun war der Presse zu entnehmen, dass auch der Fortbestand des Kulturzentrums "Brotfabrik" gefährdet ist. Ich frage den Magistrat: Welche konkreten Schritte unternimmt der Magistrat, damit diese - für die Menschen in Hausen fatale - Entwicklung gebremst beziehungsweise umgekehrt und das für das kulturelle Leben im Stadtteil und darüber hinaus für ganz Frankfurt bedeutende Kulturzentrum "Brotfabrik" nicht geschlossen wird?
Antwort des Magistrats
Der Magistrat setzt sich mit verschiedenen Maßnahmen für die Erhaltung einer funktionierenden Infrastruktur in den Stadtteilen ein. Dazu gehören unter anderem Projekte mit den Gewerbevereinen in den Stadtteilen wie auch konkrete Maßnahmen der Wirtschaftsförderung zur Belebung leerstehender Immobilien und Unterstützung von Gewerbetreibenden.
Sofern Unternehmen wie die Gaststätte "Dorfkrug" aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten und der pandemischen Lage ihr Geschäft schließen müssen, ist das in höchstem Maße bedauerlich, jedoch ist eine direkte Einflussnahme auf privatvertragliche Regelungen zwischen Verpächter und Pächter nicht möglich.
Zum Erhalt der Sparkassen-Filialen im Frankfurter Stadtgebiet steht der Magistrat im stetigen Dialog mit der Frankfurter Sparkasse 1822. Auch zur angekündigten Schließung der Filiale am Standort Alt-Hausen 20 wurde das Gespräch mit der Frankfurter Sparkasse 1822 gesucht. Die Frankfurter Sparkasse 1822 stellte im Austausch mit dem Magistrat dar, dass sich im Rahmen der Digitalisierung das Kundenverhalten verändert und sich die Kundenfrequenzen zugunsten der digitalen Angebote verschieben. Dieses veränderte Nutzerverhalten wurde durch die Coronakrise weiter vorangetrieben, was auch parallel im stationären Einzelhandel zu beobachten ist. Die verminderten Kundenfrequenzen in den Filialen führen zur Schließung solcher Standorte, die wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind. Die Frankfurter Sparkasse reagiert auf die Änderung des Kundenverhaltens insbesondere mit einem Ausbau des digitalen Service- und Beratungsangebotes. In der Stadt Frankfurt am Main gibt es darüber hinaus ein engmaschiges Netz an Geldautomaten sowie die Möglichkeit Geld in den Supermärkten vor Ort abzuheben.
Die Brotfabrik ist wichtiger sozialer und kultureller Treffpunkt, der nicht nur für den Stadtteil Hausen, sondern für ganz Frankfurt von Bedeutung ist und nach Möglichkeit erhalten werden soll. Deshalb fördert das Kulturamt den Trägerverein und das Theater in der Brotfabrik bereits mit zusammengenommen jährlich 140.000 Euro. Der Magistrat nimmt die drohende Veräußerung sehr ernst und hat deshalb mit der Geschäftsführung des Vereins "Kulturprojekt 21" Kontakt aufgenommen. Parallel dazu hat der Magistrat die bau- und planungsrechtlichen Möglichkeiten am Standort Brotfabrik geprüft:
Das Grundstück der Brotfabrik befindet sich im Geltungsbereich des Bebauungsplans NW 43d Nr. 4 - Hausen-Ost sowie der Erhaltungssatzung Nr. 22 - Hausen. Aus der Erhaltungssatzung E 22 lässt sich ein Erhalt der Brotfabrik nicht sicherstellen, da die Satzung die Brotfabrik als Fabrikgebäude nicht als besonders prägend einstuft. Der Bebauungsplan Hausen-Ost weist die Brotfabrik als Mischgebiet aus. Aufgrund dieser Festsetzung ist eine ausschließlich wohnliche Nutzung der Liegenschaft planungsrechtlich nicht zulässig.
In diesem Sinne wird die Bauaufsicht ihre Bauberatungen durchführen. Bisher haben allerdings noch keine Bauberatungen stattgefunden. Im Hinblick auf die "Brotfabrik" wird der Magistrat das Gespräch mit dem Eigentümer suchen, um eine Lösung für deren Erhalt zu finden. Der Magistrat wird bei Anfragen zur Änderung der Nutzung und Bebauung das geltende Planungsrecht strikt anwenden und im Hinblick auf Art und Maß der baulichen Nutzung keine Befreiung nach § 31 BauGB in Aussicht stellen. Ebenso werden bauliche Maßnahmen auf ihre Übereinstimmung mit der Erhaltungssatzung Hausen überprüft und falls notwendig wird der begründete Genehmigungsvorbehalt angewendet.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 20. Januar 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.