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Die TU in Darmstadt hat unter anderem Omikron-Viren bereits sehr frühzeitig in Abwässern festgestellt. Dies könnte event

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die TU Darmstadt hat frühzeitig Omikron-Viren in Abwässern festgestellt, was für die Gefahrenabwehr wichtig sein könnte. Der Magistrat wird um Informationen zu zukunftsweisenden Erkenntnissen und Maßnahmen in der Abwasseranalyse gebeten.

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Frage an den Magistrat

Die TU in Darmstadt hat unter anderem Omikron-Viren bereits sehr frühzeitig in Abwässern festgestellt. Dies könnte eventuell sogar nach Stadtteilen konkretisiert werden, was eventuell für die rechtzeitige Erkennung und Vermeidung von Gefahren künftig wichtig sein könnte.

Ich frage den Magistrat, welche zukunftsweisenden Erkenntnisse ihm in Sachen Abwasseranalyse vorliegen und welche Maßnahmen er dazu mit Laboren, eventuell zunächst auch versuchsweise, veranlassen wird.

Antwort des Magistrats

Untersuchungen in Bezug auf die Möglichkeiten des Nachweises von SARS-CoV-2 Genfragmenten im Abwasser werden seit Beginn der Pandemie im ersten Quartal 2020 durchgeführt.

Das vom Land Hessen durch die TU Darmstadt durchgeführte Programm wird durch die Stadtentwässerung Frankfurt, SEF, dahin gehend unterstützt, dass im Rahmen der Routinebeprobungen der Eigenüberwachung der Abwasserreinigungsanlagen der SEF-Teilproben für die TU Darmstadt separat abgefüllt und zur Verfügung gestellt werden. Analog erfolgt dieses für ein durch die EU veranlasstes Programm, in das die TU Darmstadt eingebunden ist. Die Analysen und die Bewertung der Ergebnisse erfolgt ausschließlich durch die TU Darmstadt.

Die Fragen, die mit diesem Programm beantwortet werden sollen, sind:

Besteht ein Infektionsrisiko durch mit dem Stuhl ausgeschiedenen Viren?

Obwohl das SARS-CoV-2 ein respiratorisches ist, konnten in Stuhlproben von Patient*innen infektiöse Viren nachgewiesen werden. Laut WHO ist Abwasser jedoch kein relevanter Infektionspfad, da die SARS-CoV- 2 Viren bereits auf dem Weg in die Kläranlage inaktiviert werden. In der wässrigen und in der festen Phase des Abwassers können aber Bruchstücke der viralen Nukleinsäure nachgewiesen werden und die Präsenz des Virus in einer Population belegen.

Eignet sich der Nachweis der Virusfragmente als ein Frühwarnsystem?

Aus verschiedenen Populationen existieren Testungen von Abwassersystemen von Beginn der Pandemie, als noch keine Verbreitung des Virus in der Bevölkerung stattgefunden hatte. Teilweise wurden Virusfragmente Wochen vor dem ersten Fallnachweis in der Bevölkerung gefunden. Es gibt Hinweise, dass bereits vor dem ersten Fallnachweis Fälle in der Population stattgefunden haben. Eine zu einem frühen Zeitpunkt vorhandene und geeignete Methode zum Nachweis vorausgesetzt, könnte das Monitoring des Abwassers das Auftreten des Virus in der Population anzeigen.

Eignet sich der Nachweis im Abwasser zur Darstellung der "Infektionslast" - absolute Fallanzahl, Inzidenz - in der Bevölkerung?

Untersuchungen aus einigen Populationen zeigen eine gewisse Übereinstimmung von Fallzahlen, Hospitalisierungen und dem SARS-CoV-2 Gennachweis im Abwasser.

Bislang stehen nach Kenntnis des Magistrates jedoch keine Labormessverfahren zur Verfügung, die, beispielsweise in einem DIN-Verfahren, standardisiert wurden. Dieses wäre Grundvoraussetzung, um beispielsweise wenigstens deutschlandweit eine vergleichbare Methodik zu gewährleisten.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 20. Januar 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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