Die FR berichtete kürzlich über rückläufige Touristenzahlen in Frankfurt. Aufgrund der allgemeinen Sicherheitslage in De
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Frage vom 09.12.2016, F 360 Die FR berichtete kürzlich über rückläufige Touristenzahlen in Frankfurt. Aufgrund der allgemeinen Sicherheitslage in Deutschland mit Angriffen auf Unbeteiligte und Touristen haben verschiedene Länder Sicherheitswarnungen für Deutschland als Reiseland herausgegeben.
Ich frage den Magistrat: Welche Ursachen sieht der Magistrat für die rückläufigen Touristenzahlen, und welche Maßnahmen ergreift der Magistrat, um die Zahlen wieder zu steigern?
Antwort des Magistrats: Innerhalb der letzten zehn Jahre sind die Gäste- und Übernachtungszahlen in Frankfurt am Main um jeweils circa 95 Prozent angestiegen. Auch die bisherige Bilanz in 2016 für die Gäste- und Übernachtungszahlen ist positiv. Von Januar bis September 2016 konnten 3.869.777 Übernachtungsgäste, + 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, und 6.615.679 Übernachtungen, + 0,8 Prozent, in Frankfurt am Main gezählt werden. Die Verweildauer der Gäste liegt konstant bei 1,71 Tage. Die Oktoberzahlen liegen vom Hessischen Statistischen Landesamt noch nicht vor. Mit den vorliegenden Zahlen und den Prognosen für das IV. Quartal 2016 kann davon ausgegangen werden, dass die Rekordzahlen des Vorjahrs in etwa erreicht werden können. Die Ergebnisse der letzten vier Monate zeigen allerdings die Auswirkungen der terroristischen Anschläge in Deutschland und das damit verbundene erhöhte Sicherheitsempfinden der Reisenden auf. Insgesamt gesehen sind in diesem Jahr schwierige Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft, Wirtschaftssanktionen oder die Brexit-Thematik sowie die generelle Sicherheitslage, Krieg und Vertreibung eine große Herausforderung für den Tourismus in Deutschland sowie auch für Frankfurt. In diesem Kontext sind auch für das Reiseland Deutschland sowie für die Destination Frankfurt am Main rückläufige Tendenzen aus verschiedenen Quellmärkten zu verzeichnen. Dies betrifft sowohl den Geschäftsreisetourismus, wenn auch etwas weniger, als den Individualtourismus. Der Auslandsmarkt ist hinsichtlich der Übernachtungen im Plus, + 2,3 Prozent, der Inlandsmarkt weist seit Jahren erstmalig einen leichten Rückgang auf, - 0,6 Prozent. Der größte ausländische Quellmarkt USA wächst mit 443.560 Übernachtungen überdurchschnittlich, + 5,7 Prozent. Die großen europäischen Auslandsmärkte wie Spanien, + 21,5 Prozent, die Niederlande, + 10,2 Prozent, und die Schweiz, + 4,8 Prozent, wachsen deutlich, während Frankreich, - 2,3 Prozent, Italien, - 2,4 Prozent, und Großbritannien, - 0,6 Prozent, leichte Verluste aufweisen. Vor allem der asiatische Markt reagiert unterschiedlich sensibel auf die aktuelle Reiselage. Während Chinas Übernachtungszahlen, + 7,8 Prozent, und Taiwan, + 14,5 Prozent, noch zulegen, zeigt Japan, - 18,6 Prozent, starke Rückgänge. Ebenfalls uneinheitlich präsentieren sich die Zukunftsmärkte: Indien, + 15,7 Prozent, wächst deutlich, während die Arabischen Golfstaaten rückläufig, - 9,2 Prozent, sind. Brasilien, - 20 Prozent, verliert noch immer aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Lage im eigenen Land und auch die Verluste von Russland, - 14,6 Prozent, halten weiter an. Um den bisherigen Erfolg der Tourismusbranche weiter fortzusetzen setzt die Tourismus+Congress Gesellschaft Frankfurt am Main, TCF, mit dem Marketingplan 2017 auf der Grundlage der bisherigen touristischen Vermarktungsaktivitäten die Schwerpunkte - Kultur, Kongresse und Großveranstaltungen - fort. Für die Ausrichtung des Tourismus- und Kongressmarketings werden nachfolgende Ziele formuliert, die mit verschiedenen Maßnahmen umgesetzt werden: Positionierung Frankfurts als attraktives Reiseziel für touristische Zielgruppen, Herausstellung Frankfurts als Kulturmetropole und geschichtsträchtigen Ort, Stärkung und Förderung der Positionierung Frankfurts als Tagungs-, Kongress- und Geschäftsreisedestination und Durchführung von städtischen Volksfesten, Open-Air-Veranstaltungen und Events. Die Zahl der Messepräsentationen, Roadshows und Workshops ist mit 41 Präsentationen gegenüber dem laufenden Jahr 2016 mit 39 Präsentationen gestiegen. Beim Inlandsmarketing wird wieder das Thema Kunst und Kultur in den Mittelpunkt gestellt. In 2017 werden von der TCF große Ausstellungen von überregionaler Bedeutung wie etwa "Magritte. Der Verrat der Bilder" in der Schirn Kunsthalle Frankfurt oder "Bonnard - Matisse. Es lebe die Malerei" im Städel Museum beworben. Die daran orientierten Wochenendangebote richten sich an Kulturtouristen, die als wichtige Multiplikatoren fungieren. So tragen der Ausbau der Frankfurter Kulturinstitutionen und deren Vermarktung Beträchtliches zum positiven Image der Stadt bei. Die TCF strebt durch das Angebot der Kultur-Wochenend-Angebote - unter anderem Apfelwein, Städel Museum, Goethe, Shopping - und durch Präsenz auf den entsprechenden Endverbrauchermessen auch weiterhin ein verstärktes Engagement für Privatreisende an. Im Auslandsmarketing werden die Aktivitäten in den wichtigsten Märkten wie USA, Großbritannien und China, wie auch in weiteren Märkten mit solidem Volumen und Wachstum fortgesetzt. Die TCF wird deshalb bei vielen wichtigen Fachbesucherveranstaltungen persönlich vor Ort oder mit Kooperationspartnern aus der Rhein-Main-Region Präsenz zeigen. Ein Schwerpunkt der Marketingbearbeitung liegt neben den führenden europäischen Quellmärkten insbesondere auf den in den vergangenen Jahren gewachsenen Staaten in der Golfregion und den Balkanstaaten. Die Reiseindustrie rechnet in den kommenden Jahren insbesondere bei Geschäftsreisenden mit einem weiteren Anstieg der Reisezahlen aus diesen RegionenINDEX
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Im Mittelpunkt des Kongressmarketings des Frankfurt Convention Bureau, FCB, der TCF stehen die Kongressakquise und eine intensive Betreuung der Märkte und Kunden. Gemeinsam mit dem German Convention Bureau, GCB, sind PR-Aktionen geplant, und das FCB wird zusammen mit der Messe Frankfurt Venue GmbH erneut Aussteller auf der IMEX America sein. Auch in China, einem wichtigen Zukunftsmarkt der deutschen Kongressbranche, plant das FCB in Zusammenarbeit mit dem GCB diverse PR- und Marketingaktionen.INDEX
Mit dem "Frankfurter Kongress-Fördertopf soll die Position Frankfurts im internationalen Wettbewerb gestärkt werden. Die seit 2011 laufende Initiative "Frankfurter Kongressbotschafter" soll weiter ausgebaut werden. Derzeit gibt es 28 Kongressbotschafter. Die Frankfurter Volksfeste erfüllen auch für die Stadt wichtige Aufgaben und bilden daher einen Kernbereich der Vermarktungsstrategien. So bedeutet die Ausrichtung traditioneller Volksfeste aktive Brauchtumspflege mit einem enormen Identifikationspotenzial. Außerdem sind Feste gleichzeitig touristische Akzente, die gezielt die Motivation zum Besuch der Stadt auslösen. Feste aktivieren große Besucherströme aus Frankfurt und der Region, aber auch aus dem Ausland und wirken sich positiv auf das Image der Stadt aus. Die mediale und touristische Vermarktung dieser wirtschaftlichen Leistungsträger bleibt auch zukünftig eine wichtige Aufgabe der TCF. Die TCF engagiert sich bereits seit Anfang 2011 gezielt für Reisende mit Behinderung und deren Bedürfnisse. Im Bereich der Produktentwicklung wurden die TCF-Gästeführungen angepasst und ein taktiler Lageplan der Frankfurter Innenstadt produziert. Zudem wurde eine Broschüre mit Informationen zur Barrierefreiheit des touristischen Angebots herausgegeben. Die Tourist Information Hauptbahnhof ist nach dem Kennzeichnungssystem "Reisen für Alle" zertifiziert worden. Die TCF präsentiert ihre barrierefreien Angebote regelmäßig auf verschiedenen Fachmessen und -veranstaltungen. Auch zukünftig steht für die TCF in diesem Bereich die Angebotserweiterung und Bereitstellung von Informationsmaterial im Fokus. Die Maßnahmen des Marketingplanes 2017 zeigen, dass die Stadt Frankfurt am Main nicht vorrangig als eindimensionales "Ganzes" vermarktet wird, sondern vielmehr themenorientiert, um die enorme Vielfalt und unterschiedlichen Kontraste den jeweiligen Zielgruppen und touristischen Leistungsträgern aufzuzeigen. Der TCF hat hierfür ein Ausgabenbudget von circa 7,9 Millionen Euro zur Verfügung. Die Eigenfinanzierung beträgt mit 4,7 Millionen Euro circa 62 Prozent. Die Finanzierung durch die Stadt Frankfurt am Main wurde für 2017 von 2,28 Millionen Euro auf drei Millionen Euro angehoben, um den Vermarktungsauftrag noch stärker umsetzen zu können und die Position Frankfurts als interessante Reisedestination und als idealen Tagungs- und Kongress-Standort weiter auszubauen. Antragstellende Person(en): Stadtv. Hildegard Hübner
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 9. Dezember 2016 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.