Aus Griesheim und umliegenden Stadtteilen erreicht uns immer wieder die Bitte, die Stadt Frankfurt möge dort aufsuchende
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt wird gebeten, aufsuchende Sozialarbeit in Griesheim und umliegenden Stadtteilen einzusetzen, um die Lebensqualität zu verbessern und das Sicherheitsgefühl der Bewohner:innen zu stärken. Es wird eine Kombination aus sozialer Betreuung und Ordnungsmaßnahmen vorgeschlagen, um präventive Erfolge zu erzielen und Konflikte zu reduzieren.
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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenFrage an den Magistrat
Aus Griesheim und umliegenden Stadtteilen erreicht uns immer wieder die Bitte, die Stadt Frankfurt möge dort aufsuchende Sozialarbeit einsetzen, um spezielle Problemlagen zu verbessern und den Bewohner:innen der Stadtteile mehr Sicherheitsgefühl zu vermitteln. Besonders Streetwork für Jugendliche und für Wanderarbeiter sowie Maßnahmen gegen Drogenhandel werden gewünscht. Eine sinnvolle Mischung aus Polizei- beziehungsweise Ordnungsmaßnahmen und sozialer Betreuung könnte auch präventive Erfolge erzielen und Konfliktpotenziale nachhaltig verringern - so die Überzeugung vor Ort.
Ich frage daher:
Welche Möglichkeit sieht der Magistrat, den Wünschen aus Griesheim und umliegenden Stadtteilen nachzukommen?
Antwort des Magistrats
Der Magistrat teilt das Anliegen, Sicherheit und soziale Stabilität im Stadtteil Griesheim und umliegenden Stadtteilen durch ein abgestimmtes Zusammenwirken von ordnungsbehördlichen und sozialpädagogischen Maßnahmen zu fördern. Die Polizei und die Jugendhilfe kooperieren, doch es ist wichtig an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass es sich jeweils um völlig unterschiedliche Arbeitsaufträge handelt. Die Polizei hat in Drogendelikten und bei Ordnungswidrigkeiten einen Ermittlungsauftrag und verfolgt und ahndet Delikte. Der Auftrag der Jugendhilfe besteht darin, präventiv vor Sucht und Konsum von Drogen zu schützen und aufzuklären. Durch Beziehungsarbeit sind vertrauensvolle Kontakte zu den Jugendlichen herzustellen und diese in ihren individuellen Problemlagen zu unterstützen. Streetwork ist parteilich gegenüber der Jugendlichen und hilft nicht bei der Ermittlungsarbeit der Polizei bzw. sie darf keinen Auftrag im ordnungspolitischen Bereich wahrnehmen. Soziale Arbeit leistet den wichtigen Beitrag, einen Zugang zu den Jugendlichen im Stadtteil herzustellen, sie in ihrer Freizeitgestaltung anzuregen und bei der Lösung von Problemen zu helfen. Sie bietet vielfältige Unterstützung, um Lebenslagen von Jugendlichen zu verbessern.
Sofern die Stadtpolizei im Rahmen ihrer Streifentätigkeit in Griesheim ordnungswidriges Verhalten feststellt, schreitet sie konsequent und mit Nachdruck ein. Für die Bekämpfung des Drogenhandels ist die Landespolizei zuständig.
Die Stadt Frankfurt am Main engagiert sich mit vielfältigen Angeboten der aufsuchenden Jugendsozialarbeit, um insbesondere junge Menschen in schwierigen Lebenslagen niedrigschwellig zu erreichen, zu beraten und in ihrer sozialen Integration zu unterstützen.
Die Angebote der aufsuchenden Jugendsozialarbeit, AJS, dienen insbesondere der:
- Intervention bei sozialer Benachteiligung und individueller Beeinträchtigung,
- Förderung sozialer Integration
- Stärkung der gesundheitsbezogenen Entscheidungs- und Handlungskompetenzen
- Initiieren und Begleitung von Veränderungsprozessen
- Aufklärung und Prävention, Information und Begleitung
- Erschließung und Aktivierung von vorhandenen Ressourcen der Adressat*innen
- Krisenintervention
- zielgerichtete Vermittlung in andere Fachdienste bis hin zu längerfristigen Begleitungs- oder
Beratungsphasen.
- Unterstützung der schulischen und beruflichen Ausbildung sowie Eingliederung in die
Arbeitswelt
Der Träger IB Südwest gGmbH ist mit seinem Angebot der Aufsuchenden Jugendarbeit Griesheim neben den stationären Angeboten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit auch aufsuchend im Stadtteil tätig. Zielgruppe sind junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren, die sich im öffentlichen Raum aufhalten oder diesen als bedeutsamen Bestandteil ihrer Lebenswelt definieren.
Aufsuchende Arbeit geht auf die jungen Menschen nicht nur individuell, sondern auch auf deren selbstgewählte Gruppenstrukturen und Cliquen zu.
Im Rahmen dieses Verständnisses suchen die Mitarbeitenden der oben genannten Einrichtung die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Sozialraum auf.
Die Einrichtung ist gut im Stadtteil und seinen angrenzenden Stadtteilgebieten vernetzt. Es gibt einen regelmäßigen Austausch mit Fachkräften anderer Jugendhäuser. Wie die Mitarbeitenden auf Jugendlichen zugehen können, sei unter anderem Thema der Gespräche mit den Mitarbeitenden der anderen Jugendhäuser.
Im Sozialraum Griesheim befinden sich folgende Einrichtungen:
| Träger | Einrichtung | Adresse | Einrichtungsart |
| Caritasverband Frankfurt e.V. | Jugendhilfewerkstatt Griesheim | Froschhäuser Straße 10 | Kinderarbeit |
| Evangelische Kirchengemeinde Griesheim | Kinder-und Jugendbüro Griesheim | Jägerallee 28 | KuJ-Arbeit |
| Evangelischer Verein für Jugendsozialarbeit in Ffm e. V. | Jugendclub Griesheim | Froschhäuser Straße 10 | Jugendarbeit |
| IB Südwest gGmbH | Abenteuerspielplatz | ||
| Kiefernstrasse | Kiefernstraße 18a | Abenteuerspielplatz | |
| IB Südwest gGmbH | Aufsuchende Jugendarbeit | ||
| Griesheim | Autogenstraße 18 | Aufsuchende Jugendarbeit | |
| IB Südwest gGmbH | fema - Treffpunkt für Mädchen* und | ||
| Frauen* | Alte Falterstraße 24 | Mädchenarbeit | |
| IB Südwest gGmbH | Jugendclub Griesheim | Autogenstraße 18 | Jugendarbeit |
| Kinder&Elternverein Griesheim Nord e. V. | familienpädagogische | ||
| Stadtteilarbeit | Kattowitzer Straße 57 | familienpädagogische | |
| Stadtteilarbeit Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Frankfurt am Main | Kinderhaus Griesheim | Linkstraße 23a | Kinderarbeit |
| Verein Kinder- und Jugendhilfe Frankfurt am Main e. V. | Soziale Trainingskurse | Mainzer Landstraße 625 | Soziale Trainingskurse |
Abschließend betont der Magistrat, dass die aufsuchende Jugendsozialarbeit in Griesheim ein bewährter Bestandteil der kommunalen Jugendhilfestruktur ist und kontinuierlich fortentwickelt wird.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Trägern, Polizei, Ordnungsamt und Sozialarbeit bei Anerkennung der jeweils eigenen Arbeitsaufträge bleibt dabei zentral, um Sicherheit, Teilhabe und Prävention im Stadtteil nachhaltig zu fördern.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 30. Oktober 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.