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Die psychische Gesundheit junger Menschen und gerade queerer Jugendlicher ist seit der Pandemie zunehmend belastet. In F

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Frage beschäftigt sich mit der Einstufung von Orten in Frankfurt am Main als "gefährliche Orte" seit 2023. Es wird gefordert, diese Einstufungen transparent zu machen, um Racial Profiling und Marginalisierung zu vermeiden. Das erwartete Ergebnis ist eine Klärung der Kriterien und Transparenz über die betroffenen Orte.

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Thema Sicherheit verfolgen

Frage an den Magistrat

Die psychische Gesundheit junger Menschen und gerade queerer Jugendlicher ist seit der Pandemie zunehmend belastet. In Frankfurt leisten Einrichtungen wie das KUSS41 wichtige Präventionsarbeit, stoßen aber oft an Kapazitätsgrenzen.

Ich frage den Magistrat:

Wie bewertet der Magistrat die aktuelle Situation der psychischen Gesundheit queerer Jugendlicher in Frankfurt und welche Maßnahmen sind geplant, um Prävention und niedrigschwellige Hilfen in diesem Bereich zu stärken?

Antwort des Magistrats

Queere Jugendliche haben deutlich höhere Raten von Depressionen, Angststörungen, Suizidgedanken und Suizidversuchen als heterosexuelle junge Menschen gleichen Alters. Das wurde in unterschiedlichen bundesweiten Studien festgestellt.

Für Frankfurt am Main liegen keine konkreten Daten zur psychischen Gesundheit queerer Jugendlicher vor. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass Belastungen queerer junger Menschen aufgrund von Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen sowie fehlender Anerkennung in Familien, Peergruppen und Institutionen weiterhin höher sind als bei cisgeschlechtlichen und/oder hetero-sexuellen Gleichaltrigen.

In Frankfurt am Main gibt es aktuell folgende Jugendeinrichtungen , deren Zielgruppe explizit queere Jugendliche sind:

- "KUSS41" in Trägerschaft der AHF - AIDS-Hilfe Frankfurt e. V.;

- "QuT" in Trägerschaft von LIBS e.V. - Lesben Informations- und Beratungsstelle;

- "kosi - Stadt für Mädchen & FLINTA*" in Trägerschaft von Junularo Frankfurt e. V.;

- Mädchen*kulturzentrum Mafalda in Trägerschaft von Junularo Frankfurt e. V.;

- Fema - Treffpunkt für Mädchen* und Frauen* in Trägerschaft der IB Südwest gGmbH

Die Zuschüsse für Einrichtungen der Jugendarbeit konnten in den Haushaltsjahren 2024 und 2025 signifikant erhöht werden. Der Jugendhilfeausschuss hat beschlossen das Angebot "kosi" über die ihm zur Verfügungen stehenden Mittel zu finanzieren und damit abzusichern. Die Fortsetzung der Dynamisierung ist auch für die kommenden Haushaltsjahre durch einen Beschluss der Stadtverordneten gesichert. Dies gilt grundlegend vorbehaltlich entsprechender Haushaltsbeschlüsse der Stadtverordnetenversammlung.

Der Bereich queere Beratung ist in Frankfurt wie folgt abgedeckt:

- Das "Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt" ist ein Zusammenschluss von Organisationen, Vereinen und Einzelpersonen aus Frankfurt am Main und Umgebung, die sich für die Anliegen und Bedürfnisse lesbischer, schwuler, bisexueller, trans*, inter* und queerer Menschen einsetzt. Auf der Webseite des Bündnisses findet man queere Anlaufstellen im Rhein-Main-Gebiet.

- Im Maincheck - Zentrum für Sexualität, Identität und Gesundheit, AIDS-Hilfe Frankfurt e. V., wird Beratung und Unterstützung rund um die Themen Queerness angeboten. Es gibt zudem explizit Beratung, die sich an Trans*Personen richtet.

- Das queere Zentrum KUSS41 ist ein Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene von 14 bis unter 27 Jahren.

- SCHLAU Frankfurt in Trägerschaft der AIDS-Hilfe Frankfurt e. V. wird durch das Stadtschulamt der Stadt Frankfurt am Main gefördert und bietet Workshops mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Themenfeld der sexuellen, romantischen und geschlechtlichen Vielfalt.

Es gibt folgende spezialisierte Angebote in Frankfurt:

- Die AIDS-Hilfe Frankfurt e. V. und das Internationale Familienzentrum e. V. verantworten das Projekt "Queeres Jugendwohnen (QuJu)". Junge, queere Menschen werden auf dem Weg der Integration, der Bewältigung der alltäglichen Anforderungen des Lebens, den schulischen Anforderungen mit dem Ziel eines Abschlusses und der Hinführung in ein Ausbildungsverhältnis sowie der Vorbereitung zu einer selbstständigen Lebensführung begleitet.

- Am Clementine Kinderhospital hat sich in der Psychosomatik ein neuer Behandlungsschwerpunkt etabliert: die Frankfurter Sprechstunde für Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung bei Kindern und Jugendlichen.

- Das Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention, FRANS, richtet sich an die Zielgruppe über verschiedene Formate. So gibt es um Beispiel Arbeitsgruppen und Fortbildungen zu der Thematik. Darüber hinaus werden queere Jugendliche im Rahmen des Schul-Suizidpräventionstags, SSPT, adressiert.

Allgemeine niedrigschwellige Beratung im Bereich psychische Gesundheit:

- Das Angebot Psychische Gesundheit für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Gesundheitsamt Frankfurt am Main richtet sich an die gesamte Bevölkerung der Stadt Frankfurt am Main, die Fragen zur psychischen Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben.

- Ab Anfang 2026 wird dieses Angebot durch einen Beratungsbus ergänzt, der regelmäßig in Frankfurt am Main unterwegs sein wird - auf Schulhöfen, in Parks, vor Jugendzentren oder an anderen öffentlichen Orten. Das Angebot umfasst vertrauliche Einzelberatungen ohne Anmeldung, komplettiert durch Info- und Mitmachaktionen, Aufklärungsmaterialien sowie die Vermittlung in weiterführende Unterstützungs- und Hilfsangebote.

- Die "Clearingstelle" Ancora richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene aus Frankfurt am Main, die schnelle und unkomplizierte Hilfe bei psychischen Beschwerden suchen.

Zu Themen sexueller Identität und geschlechtlicher Vielfalt stehen Fachkräften in Frankfurt am Main lokal und bundesweit zahlreiche Fachveranstaltungen und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Um die Queerkompetenz in den Einrichtungen der Jugendarbeit zu stärken, bietet das Jugend- und Sozialamt zudem regelmäßig entsprechende Veranstaltungen an und hat eine Vollzeitstelle zur Koordination genderbezogener Kinder- und Jugendarbeit eingerichtet.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 30. Oktober 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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