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Intellektuelle und emotionale Überforderung in der Fragestunde, damit ist jetzt Schluss. In der letzten aktuelle Stunde

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

In der Fragestunde wird die Situation der Schauspielerin Philine Conrad thematisiert, die aufgrund ihrer kritischen Äußerungen zum Impfen während der Corona-Zeit einen Workshop absagen musste. Ziel ist es, Klarheit über die Hintergründe dieser Absage zu erhalten.

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Frage an den Magistrat

Intellektuelle und emotionale Überforderung in der Fragestunde, damit ist jetzt Schluss. In der letzten aktuellen Stunde berichtete ich über die Schauspielerin Philine Conrad, die jetzt "Nazi" sei. Sie hatte sich in der Corona-Zeit kritisch über das Impfen geäußert. Ein Workshop, den sie mit Jugendlichen geben sollte, wurde ihr deswegen im Jahre 2025 kurzfristig abgesagt. Das berichtete sie bei einer Diskussion nach der Vorstellung "Testzentrum" https://mrna-entertainment.de. Sie stand wieder in der "Naziecke". Wer sagt, die Fragen und Antwort hier seien schon vorher festgelegt, weise ich als geschwurbel zurück:-) Ich frage den OB Josef: Was ist der Schauspielerin im Jahre 2025 passiert, was wurde kurzfristig abgesagt und warum?

Antwort des Magistrats

Stadträtin Elke Voitl:

Sehr geehrter Herr Vorsteher,

sehr geehrter Herr Stadtverordneter Schwichtenberg!

Die von Ihnen genannte Person hatte bisher keinen Bezug zu städtischen Veranstaltungen hier in Frankfurt.

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Dr. Christoph Rosenbaum:

Bitte den Videostream wieder ausschalten. Es gibt eine Zusatzfrage von Herrn Schwichtenberg.

Stadtverordneter Tilo Schwichtenberg, Gartenpartei:

(Zusatzfrage)

Ja, das ist eigentlich schade, sie könnte ja mal in der Käs auftreten oder anderswo. Es geht ja um die Coronaaufarbeitung. Die Frau hat ein Problem. Das haben Sie vielleicht nicht verstanden. Ich kann es Ihnen noch mal erklären: Sie hat einen Job nicht bekommen, weil sie sich vor fünf Jahren kritisch geäußert hat. Jetzt meine Frage: Finden Sie das prinzipiell gut, dass man einer solchen Frau den Job wegnimmt und sie auch noch in eine gewisse Ecke stellt?

Stadträtin Elke Voitl:

(fortfahrend)

Ja, Herr Schwichtenberg, Sie sind sehr besorgt um die Frau und so, wie ich Sie in der Vergangenheit auch wahrgenommen habe, um viele Menschen, die während der Coronazeit sehr belastet waren. Ohne Zweifel war das eine sehr anstrengende Zeit und auch ein absoluter Ausnahmezustand für uns alle und für manche Menschen tatsächlich auch eine besonders schwierige und belastende Zeit, und das in beruflicher Hinsicht, aber auch in persönlicher, privater, psychischer Hinsicht. Deshalb ist es überhaupt keine Frage, dass wir uns sehr wohl damit beschäftigen müssen, was diese Pandemie mit uns gemacht hat, und uns auch die Frage stellen müssen: Was können wir, falls es noch mal eine Pandemie gibt, besser machen? Deshalb werden jetzt gerade auch im Gesundheitsamt die Pandemiepläne noch einmal überarbeitet.

Mein persönlicher Aspekt darin ist die Frage, was eigentlich mit Kindern und Jugendlichen passiert ist, weil sie aus meiner Sicht extrem belastet waren in dieser Zeit und wir da bessere Antworten brauchen, auch jetzt. Insofern werden die Pandemiepläne überarbeitet. Wir haben jetzt im Gesundheitsamt eine psychosoziale Stelle zur Pandemieplanung. Das heißt, wenn wir auf Pandemien, auf Krisen schauen, tun wir das nicht mehr nur im Hinblick auf körperliche Verletzungen, sondern wir müssen viel, viel mehr auch die psychische Verfassung der Menschen im Blick haben. Das bauen wir jetzt auf. Ich finde es wichtig und deshalb - Sie haben recht - müssen wir diese Folgen auch betrachten und dadurch auch unser Handeln in Zukunft verbessern.

(Beifall)

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Dr. Christoph Rosenbaum:

Es gibt eine weitere Zusatzfrage vom Fragesteller.

Stadtverordneter Tilo Schwichtenberg, Gartenpartei:

(Zusatzfrage)

Ich rede ja jetzt vom Jahr 2025. Es ist keine Pandemie mehr, es ist alles in Ordnung. Aber es gibt - jetzt frage ich Sie noch mal - Menschen jetzt und heute, oder das ist im Frühjahr passiert, die sagen, nein, du kriegst keinen Job, du hast dich vor fünf Jahren negativ geäußert. Finden Sie das in Ordnung, dass man der Frau - konkret ging es um einen Workshop mit Jugendlichen - diesen Job verweigert hat? Also da hätte ich doch gern mal ein Statement. Es geht um eine Struktur. Auch wenn das Beispiel erfunden wäre, könnten wir diskutieren, dass wir heute im Jahre 2025 noch so mit den Leuten umgehen.

Stadträtin Elke Voitl:

(fortfahrend)

Herr Schwichtenberg, ich kenne Philine Conrad nicht und sie hat auch noch nie einen Antrag bei der Stadt Frankfurt gestellt. Deshalb ist es für mich schwer, auf diese Frage zu antworten.

(Zurufe)

Es gibt eigentlich nur einen Grund für Ausgrenzung. Sie hat nie irgendwas beantragt bei der Stadt, wir kennen sie persönlich nicht. Ich kann Ihnen aber sagen ... Hören Sie mir noch zu, Herr Schwichtenberg? Wollen Sie noch eine Antwort haben?

(Zurufe)

Doch, natürlich kriegt er eine Antwort von mir.

Der einzige Grund, warum wir keine Verträge mit Menschen eingehen, ist, wenn klar ist, dass sie gegen unsere demokratische Grundordnung arbeiten, wenn sie sich klar rassistisch oder sexistisch geäußert haben. Das sind zumindest - und ich denke, da spreche ich für alle - Ausschlusskriterien. Das sind die Grundlagen der Stadt Frankfurt. Was jetzt bei Frau Conrad in welcher Stadt auch immer vorgefallen ist und was die Ausschlussgründe waren, das kann ich Ihnen leider nicht sagen. Ich kann nur für unsere Grundsätze sprechen.

(Zurufe)

Aktuelle Stunde zur Frage Nr. 3543

Stadtverordneter Tilo Schwichtenberg, Gartenpartei:

Lange Zeit war Fragen verboten. Was du auch immer fragen wolltest, es war rechts, es war SA, also Schwurbelalarm im Römer. Der satirische Abend "Testzentrum" von Prayon und Binger hat mich schwer beeindruckt. Doch was ist nur los? Auch Frau Voitl wollte sich nicht an die Gefühle der Schauspielerin Philine Conrad erinnern, welche noch im Jahr 2025 unter der Ausgrenzung leidet und Jobangebote ausgeschlagen bekommt, weil sie sich vor Jahren gegen das Impfen ausgesprochen hat. Damit wollte sich Frau Voitl nicht auseinandersetzen. Ich hatte die Schauspieler in der letzten Aktuellen Stunde erwähnt, sogar in der Frage selbst noch einmal. Es wäre ein Leichtes für Josef oder Voitl gewesen, die Probleme der Schauspielerin aufzugreifen und sie aus der Naziecke zu holen. Das wäre Coronaaufarbeitung, indem man sich an die Gefühle leidender Menschen erinnert, denn darum geht es hier. Impfkritisch zu sein bedeutet nicht automatisch, Nazi zu sein. Das wäre für die beiden eine einfache Schlussfolgerung gewesen, aber machen wir weiter. Frau Voitl wie auch Herr Josef sind beide offenbar noch nicht reif für diese Erkenntnis. Doch auch den Türken, der in der Coronazeit so viel doppelten Rassismus erlebt hat, nur weil er sich nicht hat impfen lassen, hat Josef nicht auf dem Schirm, genauso wenig wie die Angst des Mannes, für immer weggesperrt und vergessen zu werden.

Hören Sie gut zu, Herr Josef, jetzt geht es um die Frage für die nächste Aktuelle Stunde. Sie erahnen es schon: Heute kommt eine neue Person an das Mikro, eine Frau, schon immer GRÜNEN-Wählerin, schon immer ganzheitlich orientiert, das passt super in die Ökoschiene, sie passt gut zu den GRÜNEN - das dachte sie zumindest. Sie war auf der GRÜNEN-Veranstaltung und sagte: "Das ist nicht euer Ernst, dass man sich jetzt impfen lassen muss, Impfpflicht". Sie musste damals unweigerlich heulen, als es so schlimm wurde. Sie sagt: "Ich habe euch fast 40 Jahre gewählt, und jetzt wischt ihr alles weg. Ihr seid nicht mehr demokratisch." Sie war schockiert über das totalitäre Denken der GRÜNEN und den verengten Diskurs. Sie musste heulen, sie war schockiert. Wie konnten die GRÜNEN so totalitär werden, so engstirnig? Da war kein Platz mehr für sie.

Doch kann sich diese Geschichte auch unser Oberbürgermeister merken, kann er sie verstehen, aufarbeiten? Sie erfahren es in der nächsten Fragestunde.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 30. Oktober 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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