Viele Vereine in Frankfurt leisten einen wichtigen Beitrag zum sozialen und kulturellen Leben der Stadt. Zugleich sind s
Zusammenfassung
Der Magistrat wird aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um Frankfurter Vereine bei der Beantragung von EU- und Landesförderungen zu unterstützen. Dies ist notwendig, da viele Vereine unter finanziellen Kürzungen leiden und Fördermittel ungenutzt bleiben. Ziel ist es, eine nachhaltige Finanzierung der gemeinnützigen Arbeit der Vereine zu ermöglichen.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenFrage an den Magistrat
Viele Vereine in Frankfurt leisten einen wichtigen Beitrag zum sozialen und kulturellen Leben der Stadt. Zugleich sind sie durch finanzielle Kürzungen belastet, während ein erheblicher Teil der verfügbaren EU-Fördermittel ungenutzt bleibt, da die Beantragung komplex und aufwendig ist.
Ich frage daher den Magistrat:
Welche Maßnahmen plant der Magistrat, um Frankfurter Vereine künftig gezielt bei der Beantragung von EU- und Landesförderungen professionell zu unterstützen und ihnen dadurch eine nachhaltige Finanzierung ihrer gemeinnützigen Arbeit zu ermöglichen?
Antwort des Magistrats
Stadträtin Dr. Ina Hartwig:
Sehr geehrter Herr Vorsteher, sehr geehrter Herr Stadtverordneter Medoff!
Vereine leisten in ihren Stadtteilen eine unverzichtbare Arbeit. Sie stiften Gemeinschaft, fördern sozialen und kulturellen Austausch, erleichtern Integration und ermöglichen politische Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement. Das Kulturamt unterstützt daher die Frankfurter Vereine bei der Finanzierung ihrer vielfältigen kulturellen Aktivitäten in den Stadtteilen. Die Unterstützung der Vereine ist längst eine feste Größe in der Frankfurter Förderlandschaft. Sie reicht von der Förderung von Karnevals- und Musikvereinen über Kinder- und Jugendförderung in Vereinen sowie einem Fördertopf zur finanziellen Unterstützung von Stadtteilfesten. Allein für die Finanzierung der Saalbauten hat das Kulturdezernat im vergangenen Jahr über 6,5 Millionen Euro bereitgestellt und fördert damit zu einem erheblichen Teil die Vereinsarbeit in den Stadtteilen. Darüber hinaus sind viele Häuser, Initiativen, Verbände, Archive, Gesellschaften, Veranstalter und Programmreihen aus Theater, bildender Kunst, Literatur, Musik, Kunstvermittlung, Film, Tanz oder Erinnern und Gedenken als Vereine organisiert, die Kulturprojekte in der Stadt umsetzen und auf dem Wege der institutionellen sowie der Projektförderung des Kulturamtes unterstützt werden. Dazu gehören zum Beispiel auch Projekte mit Kindern und Jugendlichen in den Stadtteilen oder partizipative Veranstaltungen mit der Stadtgesellschaft.
Dies vorausgeschickt, kann ich berichten, dass die jeweiligen geförderten Vereine im Rahmen ihrer Antragstellungen und der damit regelmäßig einhergehenden Antragsberatung durch die Fachreferentinnen und Fachreferenten auf unterschiedlichste Möglichkeiten der Drittmittelakquise hingewiesen werden. Dazu gehören auch Förderprogramme des Landes, des Bundes und der Europäischen Union. Für die Fördermittelprogramme der EU hat das Kulturamt vor einigen Jahren eine eigene Fortbildungsveranstaltung mit externen Referenten durchgeführt und auf entsprechende Fortbildungsveranstaltungen und Beratungsmöglichkeiten des Creative Europe Desk Kultur, der offiziellen nationalen Kontaktstelle, wird in den Beratungen regelmäßig hingewiesen.
Stellvertretender
Stadtverordnetenvorsteher
Dr. Christoph Rosenbaum:
Danke schön, Frau Dr. Hartwig! Es gibt eine Zusatzfrage vom Fragesteller. Herr Medoff, bitte!
Stadtverordneter Jumas Medoff, IBF:
(Zusatzfrage)
Sehr geehrte Dezernentin, vielen Dank für diese Auskunft! Dann würde ich für die Zukunft noch mal konkret nachfragen. Es gab jetzt vor Kurzem eine Ausschreibung der Europäischen Union in Höhe von 3,4 Millionen Euro an die Vereine. Die Beantragung war sehr komplex, auf Englisch und mit einem Businessplan. Das war sehr kompliziert. Es sieht danach aus, dass nächstes Jahr wieder Mittel zur Verfügung stehen werden. Könnte man dann auch die Vereine, die etwas kleiner sind, auf Ihre Hilfe hinweisen, sodass diese sich in Zukunft an Sie beziehungsweise an das Kulturamt wenden können?
Stadträtin Dr. Ina Hartwig:
(fortfahrend)
Also die Vereine, mit denen Sie jetzt konkret in Austausch sind, können Sie sehr gerne auf uns hinweisen, insbesondere auf das Kulturamt, das wirklich sehr hilfsbereit ist und sicher auch gerne Hilfestellungen gibt, um den Vereinen den Weg durch diesen Verwaltungsdschungel zu bahnen, denn - da haben Sie natürlich völlig recht - das ist manchmal sehr mühsam und es gibt sprachliche Schwierigkeiten. Da hilft das Kulturamt gerne. Geben Sie den Hinweis gerne weiter.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 30. Oktober 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.