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Was viele Anwohner/innen befürchtet hatten, ist nun Realität: Die Verlängerung der U-Bahnlinie U 5 ins Europaviertel bez

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Stadt Frankfurt plant Maßnahmen zur Beschleunigung des Baus der U-Bahnlinie U 5 ins Europaviertel, da die Fertigstellung nun bis 2029 verzögert ist. Es sollen Optimierungen im Bauablauf und Anpassungen der Vergabestrategie vorgenommen werden, um wirtschaftliche Angebote zu erhalten und die Pünktlichkeit der Busverbindung M46 zu verbessern.

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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgen

Frage an den Magistrat

Was viele Anwohner/innen befürchtet hatten, ist nun Realität: Die Verlängerung der U-Bahnlinie U 5 ins Europaviertel beziehungsweise zum Römerhof dauert mindestens bis 2029. Zuletzt war eine Fertigstellung für 2027 geplant, inklusive der Verlängerung. Die Projektbaugesellschaft finde für die Mischlösung aus oberirdischer und unterirdischer Strecke schwer Unternehmen für die ausgeschriebenen Gewerke, die Angebote lägen weit über den kalkulierten Kosten.

Daher frage ich den Magistrat:

Welche Möglichkeiten - zum Beispiel städtische Baugesellschaft, Erhöhung der Mittel et cetera - sieht die Stadt zur Beschleunigung des Baus der U 5 und wird bis zur Eröffnung der Strecke endlich eine zuverlässige Busverbindung durch das Europaviertel bis zum Römerhof bereitgestellt?

Antwort des Magistrats

Die angespannte Marktsituation mit Lieferengpässen, nicht ausreichend verfügbarem Personal in vielen Bereichen sowie baulichen Unwägbarkeiten stellt viele private und öffentliche Bauprojekte - nicht nur in Frankfurt, sondern bundesweit - vor große Herausforderungen. Besonders im Schieneninfrastrukturbau trifft eine anhaltend hohe Nachfrage nach Gleisbau und bahntechnischen Anlagen sowie nach entsprechenden Fachfirmen auf ein vergleichsweise geringes Angebot. Die Auswirkungen sind auch im Projekt "Stadtbahn Europaviertel" spürbar. Dabei ist der Markt im Rhein-Main-Gebiet mit seinen intensiven Schienenbautätigkeiten besonders herausfordernd. Vor dem Hintergrund dieser dynamischen und nicht vorhersehbaren Entwicklungen setzt die für die Realisierung des Projekts "Stadtbahn Europaviertel" verantwortliche Projektbaugesellschaft SBEV - Stadtbahn Entwicklung und Verkehrsinfrastrukturprojekte Frankfurt GmbH kontinuierlich Maßnahmen zur Optimierung des Ablaufes und Kompensation der externen Beeinflussungen um. Zum einen werden Optimierungspotenziale im Bauablauf frühzeitig umgesetzt. Zum anderen werden auch vertragsrechtliche Regelungen und die Vergabestrategie im Rahmen des rechtlich Möglichen stetig der Marktsituation angepasst. Denn es ist ein wesentliches Ziel der SBEV, überhaupt und zudem wirtschaftliche Angebote zu erhalten, sodass die Chance auf einen schlüssigen, ineinandergreifenden und stabilen Ablauf zur Herstellung der technischen Ausbaugewerke gewahrt werden kann. Dabei ist zu beachten, dass die SBEV als öffentliche Auftraggeberin die Vorgaben des Vergaberechts und der Zuwendungsgeber - Bund und Land - strikt einhalten muss. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Team der SBEV auf folgende Maßnahmen: - Schlüsselgewerke - wie zum Beispiel oberirdischer Fahrweg, elektrische Anlagen, unterirdischer Fahrweg - werden frühzeitiger beziehungsweise losgelöst vom Fortschritt der Arbeiten an der Station Güterplatz zur Ausschreibung vorgesehen. So kann ein möglicher Zeitverlust durch ein mögliches aufgehobenes und neu ausgeschriebenes Vergabeverfahren reduziert werden. - Vergaben werden, dort wo möglich, in kleinere Pakete aufgeteilt. Ziel ist es, die Ausschreibungen so attraktiv wie möglich zu gestalten, um einen größere Bieterkreis anzusprechen. Diese Strategie, war bereits erfolgreich, denn kleinere Pakete sind für Firmen besser zu kalkulieren, da die zu erbringende Leistung überschaubarer wird. So haben die genannten Maßnahmen der SBEV den aktuellen Projektfortschritt vor dem Hintergrund der eingetretenen Unwägbarkeiten überhaupt erst möglich gemacht. Bis zur Inbetriebnahme der Verlängerung der U 5 stellt die Metrobuslinie M46 die wichtige Verbindung durch das Europaviertel bis zum Römerhof sicher. Das zuständige Busunternehmen führt die im Jahr 2025 erreichte Pünktlichkeitsquote von rund 77 Prozent auf eine Vielzahl externer Einflussfaktoren zurück, darunter insbesondere Engstellen durch beidseitig abgestellte Fahrzeuge sowie blockierte Busbuchten. Zur Verbesserung der Situation ist der Einsatz von Frontkameras in den Bussen vorgesehen, um auf diese Ursache gezielt reagieren zu können. Dem Magistrat ist die zentrale Bedeutung der Linie M46 für das Europaviertel bewusst. Daher wird mit Nachdruck daran gearbeitet, die Pünktlichkeit weiter zu erhöhen und die Zahl von Fahrtausfällen nachhaltig zu reduzieren.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 11. September 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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