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Die vielen sich ausbreitenden Nilgänse in unserer Stadt haben in den vergangenen Jahren für viel Unmut in Grünanlagen, G

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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Inhalt

Frage vom 06.05.2016, F 34 Die vielen sich ausbreitenden Nilgänse in unserer Stadt haben in den vergangenen Jahren für viel Unmut in Grünanlagen, Gärten und Schwimmbädern gesorgt.

Ich frage den Magistrat: Welche Maßnahmen hat er ergriffen, um der Ausbreitung von Nilgänsen in Frankfurt zu begegnen?

Antwort des Magistrats: Das Grünflächenamt kann gegen die Gänse, die sich als Wildtiere in Grünanlagen von selbst ansiedeln, wenig ausrichten. Seit einigen Jahren lassen sich Nilgänse, aber auch Grau-und Kanadagänse, vermehrt an fast allen Frankfurter Gewässern nieder. In direktem Kontakt mit dem Umweltamt, Untere Naturschutzbehörde, und der Vogelschutzwarte wurde das vermehrte Auftreten von Gänsen im Stadtgebiet ausführlich erörtert. Derzeit wird keine Notwendigkeit gesehen, gegen Nilgänse oder andere Gänsearten in öffentlichen Grünanlagen vorzugehen. Da nach Erkenntnissen der Vogelschutzwarte keine starke Ausbreitung in Frankfurt erkennbar ist, sondern nur eine punktuelle Konzentration, besteht kein stadtweites Problem, dem mit massiven Maßnahmen begegnet werden müsste. Eine Vertreibung der Gänse oder gar eine Bejagung scheiden zudem aus den verschiedensten Gründen aus. In beiden Fällen werden die frei werdenden Reviere beziehungsweise Flächen sehr schnell wieder von den Tieren neu besetzt, das heißt, es gibt nur eine sehr kurze befristete Wirkung, da die Tiere sehr mobil sind und immer wieder den Aufenthaltsort wechseln. Der innerstädtische Bereich gehört zudem zum befriedeten Bereich, in dem laut Jagdgesetz das Jagen mit der Waffe verboten ist. In einigen stärker betroffenen Grünanlagen wird durch eine naturnähere Gestaltung dem Auftreten der Gänse begegnet. Dies ist zum Beispiel im Rahmen der Maßnahmen im Ostpark vorgesehen und wird voraussichtlich 2017 erfolgen. Weiterhin wird durch verstärkte Hinweise und Kontrollen das in der Grünanlagensatzung verankerte Fütterungsverbot, § 2, Absatz 2.2, konsequent eingefordert. Eine lückenlose Überwachung in dieser Hinsicht ist allerdings nicht zu gewährleisten. Im Herbst des vergangen Jahres wurde mit Vergrämungsmaßnahmen im Brentanobad begonnen. Die Vergrämung der Gänse erfolgt in regelmäßig unregelmäßigen zeitlichen Abständen und zu wechselnden Tageszeiten mit ausgebildeten Jagdhunden. Diese Zeiten sind nun den Öffnungszeiten des Bades anzupassen, da die Aktionen ausschließlich außerhalb des Badebetriebes durchgeführt werden können. Weiter wird im Bereich der Grünpflege der Versuch unternommen, unter anderem das durch die Bäume vorhandene "Nahrungsangebot" wie Eicheln einzudämmen. Hier wird mittels Absaugung bei den Mähgängen das als mögliche Nahrung dienende Material von den Flächen entfernt. Als ergänzende Maßnahme wurden Beschilderungen aufgestellt, welche das Füttern der Tiere untersagen. Dieses Verbot wird vom Betriebspersonal überwacht und gegebenenfalls wird man auf Besucher bezüglich der Einhaltung einwirken. Alle durchgeführten Maßnahmen führten bisher nur zu geringfügigen Verbesserungen der Lage, da die Gänse offensichtlich viele Ausweichquartiere in Parkanlagen sowie an öffentlichen Gewässern finden und flexibel zwischen den Liegenschaften wechseln. Die ersten fünf Jungtiere wurden in der vergangenen Woche aus dem Brentanobad gemeldet. Im Herbst, nach der Saison, werden gegebenenfalls noch weitere Vergrämungsvarianten zum Einsatz kommen. Hier sollen mittels Absperrband, in circa 60 Zentimetern über dem Rasen, Teilbereiche der Liegenwiesen mit künstlichen Hindernissen versehen werden, was eine gewisse Verunsicherung der Tiere herbeiführen soll. Antragstellende Person(en): Stadtv. Robert Lange

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 6. Mai 2016 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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