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In jüngster Zeit gab es in Frankfurt mehrere, teils schwere Unfälle mit E-Scootern. Ich frage den Magistrat: Welche Er

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

In Frankfurt gab es mehrere schwere Unfälle mit E-Scootern, was zu einer Anfrage an den Magistrat führte. Es wird vorgeschlagen, die Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen und die Kontrolltätigkeiten der Polizei zu verstärken, um die Unfallzahlen zu reduzieren.

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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgen

Frage an den Magistrat

In jüngster Zeit gab es in Frankfurt mehrere, teils schwere Unfälle mit E-Scootern.

Ich frage den Magistrat:

Welche Erkenntnisse liegen zu den Unfällen mit E-Scootern vor, etwa ob der Anteil mit Miet-E-Scootern überproportional groß ist, und welche Maßnahmen für mehr Sicherheit sind vorgesehen?

Antwort des Magistrats

Vorab: Vor einem entsetzlichen Geschehen, wie es sich in den Nachtstunden des 6. Juli dieses Jahres auf der Mainzer Landstraße ereignete, gibt es letztlich keine 100%ige Sicherheit. Zur Erinnerung folgendes Zitat aus der gemeinsamen Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei: "Der Tatverdächtige, der mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und noch kurz zuvor Lachgas konsumiert haben soll, soll von seiner Fahrspur abgekommen und zunächst mit dem E-Scooter der beiden 23-Jährigen kollidiert sein, die ums Leben kamen, weshalb dem Beschuldigten diesbezüglich eine fahrlässige Tötung in zwei Fällen vorgeworfen wird."

E-Scooter sind ein noch relativ neues Verkehrsmittel, nehmen aber einen deutlich größeren Anteil an den Unfallzahlen in unserer Stadt ein, als es ihrer tatsächlichen Nutzung entspricht. Im Jahr 2024 entfielen 7,6 Prozent aller Verletzten und sogar 8,9 Prozent aller Schwerverletzten auf E-Scooter-Fahrer:innen. Zum Vergleich: Im Mai 2025 wurden laut Angaben der Anbieter rund 31.300 Fahrten pro Tag mit Leih-E-Scootern gezählt.

Dem gegenüber stehen über 500.000 tägliche Fahrten mit dem Fahrrad in Frankfurt, Stand 2023. Trotz dieser großen Unterschiede entfielen 2024 auf den Radverkehr nur 3,6 Prozent aller Schwerverletzten. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass Fahrten mit privaten E-Scootern erfahrungsgemäß nur einen relativ kleinen Teil der gesamten E-Scooter-Fahrten ausmachen. Es gibt hier also in der Tat ein gravierendes Problem, dem jedoch seitens des Magistrats kaum wirkungsvoll begegnet werden kann: Neben bauartbedingten Faktoren, die ein Unfallgeschehen und seine Folgen begünstigen - vergleichsweise hohe Geschwindigkeit, kleine Laufräder bei hohem Schwerpunkt - ist oftmals das Verhalten der Nutzer:innen ausschlaggebend. Neben dem Missachten von Verkehrsregeln fällt hier insbesondere die Verkehrstüchtigkeit - lies: Fahren unter Einfluss von Alkohol und anderen berauschenden Substanzen - als zahlenmäßige Hauptunfallursache auf.

Aus Sicht des Magistrats sind daher im Wesentlichen die Kontrolltätigkeiten der hierfür zuständigen Landespolizei im fließenden Verkehr zielführend, die im Rahmen des Streifendienstes sowie in Form von Schwerpunktkontrollen erfolgen. Das Straßenverkehrsamt prüft darüber hinaus, ob insbesondere zu den Nachtstunden eine Häufung von Verkehrsunfällen mit Unfallursache "Verkehrstüchtigkeit" zu beobachten ist und wie dem gezielt begegnet werden könnte.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 11. September 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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