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Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf die Durchführung der Schuleingangsuntersuchungen im Gesundheitsamt während der Pandemie und die damit verbundenen Personalengpässe. Es wird vorgeschlagen, die Personalressourcen zu erhöhen und die Untersuchungen zu optimieren, um sicherzustellen, dass alle Kinder rechtzeitig untersucht werden können.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenFrage an den Magistrat
Während der Pandemie und darüber hinaus war es vor dem Hintergrund von Personalengpässen im Gesundheitsamt nicht immer möglich, die gesetzlich vorgeschriebenen Schuleingangsuntersuchungen stadtweit durchzuführen. Diese sind bekanntlich wichtig, um potenzielle Einschränkungen und Förderbedarfe von Kita-Kindern rechtzeitig zu erfassen und vor der Einschulung präventiv und gegebenenfalls therapeutisch begleiten zu können.
Ich frage daher den Magistrat:
Ist es dem Gesundheitsamt mit der aktuellen Personaldecke möglich, alle Kinder für die Schuleingangsuntersuchung einzuladen, und wenn nicht, wie viele Kinder konnten im letzten und in diesem Jahr nicht untersucht werden?
Antwort des Magistrats
Die Kinderärztinnen und -ärzte des Gesundheitsamtes untersuchen die jährlich rund 7.000 Kinder des gesamten Frankfurter Vorschuljahrgangs bei der Einschulungsuntersuchung. Zudem untersucht das Team zusätzlich zu den Vorschulkindern pro Einschulungsperiode rund 1.000 Seiteneinsteigende, also Kinder, die nach Frankfurt ziehen, bereits in die Schule gehen und hier dann zum Beispiel die 3. Klasse besuchen, sowie Kinder, die aufgrund von Flucht nach Frankfurt kommen.
Die Ärzt:innen und Medizinischen Fachangestellten setzen alles daran, dem gesetzlichen Auftrag nachzukommen und alle Vorschulkinder zur Einschulungsuntersuchung einzuladen. Aufgrund der personellen Situation war das im Untersuchungszeitraum 2024/2025 jedoch nicht vollständig möglich. Für die Einschulungsperiode 2024/2025 wurden dem Gesundheitsamt insgesamt 6.999 angehende Erstschüler:innen, 376 Kann-Kinder und 287 Eingangsstufenkinder gemeldet. Die Einschulungsuntersuchungen laufen derzeit noch, sodass bis zum Ende der Einschulungsperiode am 18. August voraussichtlich noch rund 162 Kinder untersucht werden. Rund 680 Kinder können voraussichtlich nicht untersucht werden, Stand 26.06.2025.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zeitpunkte der Einschulungsuntersuchungen unterschiedlich gewichtet werden - zunächst Kinder mit besonderen Bedarfen und Entwicklungsauffälligkeiten, die zeitnah eine Hilfestellung oder Fördermaßnahme brauchen, dann folgen im Anschluss Kinder, die für Vorlaufkurse vorgesehen sind, weil ihre Deutschkenntnisse unzureichend sind.
Leider kommt es nahezu täglich vor, dass vergebene Termine von den eingeladenen Familien nicht wahrgenommen werden, das Gesundheitsamt jedoch keine Absage erhält. Der Magistrat bittet daher dringend alle Eltern angehender Erstklässler:innen, den Termin beim Gesundheitsamt wahrzunehmen oder frühzeitig abzusagen beziehungsweise zu verlegen. Zukünftig soll den Familien die Möglichkeit angeboten werden, Termine online eigenständig verlegen zu können.
Damit das Ziel, allen Kindern einen Termin zur Einschulungsuntersuchung anzubieten, für das nächste Schuljahr erreicht werden kann, ist der Beginn der Schuleingangs-untersuchungen für die neue Einschulungsperiode 2025/2026 der 01.08.2025.
Um weitere Personalressourcen zu schaffen, bildet das Gesundheitsamt seine Medizinischen Fachangestellten zu Sozialpädiatrischen Assistentinnen weiter, damit diese nach Abschluss der Weiterbildung qualifizierte Untersuchungen im Rahmen der Einschulungsuntersuchung übernehmen können. Diese Maßnahme soll auf alle Medizinischen Fachangestellten der Kinder- und Jugendmedizin ausgeweitet werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 26. Juni 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.