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Wie vom Magistrat in seinem Bericht B 140 vom 30. März 2020 mitgeteilt, überschritt die Feinstaubkonzentration auf dem B

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Der Magistrat wird gefragt, welche Maßnahmen zur Reduzierung des Feinstaubs in der Tunnelluft und zur Entstaubung von Bahnsteigen seit dem Bericht B 140 ergriffen wurden. Es wird erwartet, dass durch gezielte Maßnahmen das Belastungsniveau von Feinstäuben in U-Bahn-Stationen gesenkt wird.

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Thema Verkehr und Straße verfolgen

Frage an den Magistrat

Wie vom Magistrat in seinem Bericht B 140 vom 30. März 2020 mitgeteilt, überschritt die Feinstaubkonzentration auf dem Bahnsteig der Linien U 6/U 7 in der U-Bahn-Station Hauptwache bei im September 2018 durchgeführten Messungen den zulässigen Grenzwert um ein Vielfaches. In diesem Zusammenhang wurde weiterhin mitgeteilt, dass auch in den Zügen selbst die Feinstaubbelastung immer noch höher sei als die Grenz- und Richtwerte, welche an der Außenluft gelten. Ich frage den Magistrat: Welche konkreten Maßnahmen zur Reduzierung des Feinstaubs in der Tunnelluft und zur Entstaubung von Bahnsteigen wurden seit Erstellung des Magistratsberichtes durch die VGF durchgeführt, und in welcher Form werden die Ergebnisse daraus evaluiert?

Antwort des Magistrats

Bezüglich der Grenzwertüberschreitung sei Folgendes angemerkt: Wie im Bericht B 140 mit Verweis auf die Studie der Studiengesellschaft für Tunnel und Verkehrsanlagen e. V., STUVA, dargelegt, finden die Luftqualitätsstandards der 39. BImSchV keine Anwendung auf Fahrgäste in unterirdischen Verkehrsanlagen. Diese Luftqualitätsstandards sind geeignet für die Beurteilung der Langzeitbelastung von zum Beispiel Anwohnern bei stark befahrenen Straßen, die dieser Belastung 24 Stunden täglich und ganzjährig ausgesetzt sind. Diese Luftqualitätsstandards sind keinesfalls dazu erstellt worden, um die Kurzzeitbelastung von Fahrgästen der U-Bahn zu beurteilen. Unabhängig davon arbeitet die VGF aktuell darauf hin, in den stark begangenen unterirdischen Stationen das Belastungsniveau mit Feinstäuben grundsätzlich zu bestimmen. Im Hinblick auf eine Minimierung der Feinstäube werden seitens der VGF potenzielle Lösungsansätze aufgegriffen, mit denen das Belastungsniveau durch Feinstäube gegebenenfalls reduziert werden könnte. Zum einen wird untersucht, den Eintrag von Partikel des Rad-Schiene-Abriebs in die Umgebungsluft mittels gezielter Benetzung schon beim Entstehen zu vermindern. Vergleichende Versuche sind aktuell in Vorbereitung. Zum anderen werden verschieden Varianten der Unterstützung der mechanischen Belüftung des Systems untersucht. Hierzu bedarf es aber aufwendige Berechnungen zu komplexen Strömungsmodellen die sich auf die baulichen Gegebenheiten beziehen. Diese Modelle müssen dann wieder anhand von Testanordnungen überprüft werden. Bezüglich einer turnusmäßigen Tunnelreinigung liegen der VGF keine eigenen Erfahrungswerte vor. Deshalb wurde unter anderem Verbindung mit anderen Verkehrsbetrieben aufgenommen, um so Erkenntnisse zu gewinnen. Die Anbringung von Magneten im Bereich von Gleisbögen ist zwar wirksam, die problematische Handhabung durch das hohe Gewicht, wie auch der hohe Anschaffungspreis stehen im Missverhältnis zum Nutzen. Die Option einer serienmäßigen Anbringung im Gleis wird daher vorläufig nicht weiterverfolgt. Die im Bericht B 140 erwähnte Installation von Reinigungsanlagen nach Vorbild der Pariser Métro war im Gespräch, kommt aber für einen serienmäßigen Einsatz nicht in Betracht. Ausschlaggebend sind dabei der hohe Flächenbedarf auf den Bahnsteigen und die sehr geringe Effizienz der Systeme im Verhältnis zu den großen, zu filternden Luftvolumen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 4. November 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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