Die nordrhein-westfälische Gemeinde Winden hat als digitalstes Dorf weltweit Aufmerksamkeit erlangt. Trotz ihrer geringe
Zusammenfassung
Die Anfrage zielt darauf ab, einen Austausch mit der nordrhein-westfälischen Gemeinde Winden zu initiieren, um Impulse für die Stadt Frankfurt zu gewinnen. Der Magistrat stellt jedoch fest, dass es keinen Austausch mit der Gemeinde Winden gibt, da diese nicht als digitalstes Dorf bekannt ist. Stattdessen wird auf die Digitalisierungsaktivitäten Frankfurts und die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen hingewiesen.
Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Stadtplanung verfolgenFrage an den Magistrat
Die nordrhein-westfälische Gemeinde Winden hat als digitalstes Dorf weltweit Aufmerksamkeit erlangt. Trotz ihrer geringen Größe bietet sie zahlreiche innovative Ansätze für Verwaltung, Bürgerbeteiligung und Infrastruktur. Auch eine große Stadt kann von einem kleinen Vorbild lernen.
Ich frage daher den Magistrat:
Ist ein Austausch mit der Gemeinde Winden geplant, um mögliche Impulse für die Stadt Frankfurt zu gewinnen?
Antwort des Magistrats
Stadträtin Eileen O´Sullivan:
Sehr geehrter Herr Vorsteher,
sehr geehrter Herr Medoff, lieber Jumas,
sehr geehrte Stadtverordnete!
Wir haben natürlich recherchiert. Dem Magistrat ist nicht bekannt, dass eine nordrhein-westfälische Gemeinde namens Winden als digitalstes Dorf der Welt Aufmerksamkeit erlangt hätte. Zwar hat die Gemeinde Kreuzau im Kreis Düren einen Ortsteil namens Winden, mit diesem ist jedoch kein Austausch geplant. Tatsächlich dürfte - das ist vielleicht irgendwie ein Mix-up gewesen - der südliche Ortsteil Etteln der Gemeinde Borchen im Kreis Paderborn gemeint sein. Etteln erhielt am
31. Oktober 2024 für das Projekt "Digitaler Dorfzwilling" im Rahmen der 10. Internationalen Smart-City-Konferenz des Institute of Electrical and Electronics Engineers den ersten Preis des globalen Smart-City-Wettbewerbs vor der Stadt Hongkong.
Ungeachtet dessen nimmt der Magistrat die Anfrage gerne zum Anlass, die Digitalisierungsaktivitäten der Stadt Frankfurt am Main noch einmal ganz kurz darzustellen. Frankfurt befindet sich schon seit Jahren sowohl national als auch international im aktiven Austausch. Unsere digitale Transformation ist in ein breites Netzwerk aus Kooperation, Wissenstransfer und strategischer Zusammenarbeit eingebettet. Viele städtische Akteure tauschen sich auch kontinuierlich mit anderen Kommunen aus, etwa über den Deutschen Städtetag, die Metropolregion Frankfurt Rhein-Main, Landes- und Bundesprojekte oder im Rahmen der EfA-Leistung. Doch Austausch alleine reicht natürlich nicht. Digitalisierung ist kein Selbstläufer, sondern verlangt Strukturveränderungen, klare Zielbilder und auch beharrliche Umsetzung. Der Austausch ist natürlich wichtig, ersetzt aber nicht den konkreten Fortschritt vor Ort. So hat Frankfurt in den letzten Jahren systematisch die Grundlagen für eine moderne digitale Stadtverwaltung mit einer Digitalstrategie, ressortübergreifender Steuerung und auch mit konkreten Projekten, die Bürger:innen, Unternehmen und Verwaltung entlasten, geschaffen. Ein strategischer Schwerpunkt liegt in der engen Zusammenarbeit mit unter anderem Darmstadt und Wiesbaden. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung übertragbarer Lösungen, die Ressourcen schonen und effektive Synergien freisetzen. Um unsere operative Zusammenarbeit auch jenseits von Wahlzyklen zu verstetigen, ist aktuell in Kooperation mit dem Land Hessen der Aufbau einer digitalen Kollaborationsplattform für hessische Kommunen geplant.
Auch europäisch ist Frankfurt natürlich vernetzt. Als Gründungsmitglied des Städtenetzwerks Eurocities ist die Stadt nun auch seit 2025 im Executive Committee, also dem strategischen Entscheidungsorgan, vertreten und bringt sich aktiv in EU-Gesetzgebungsprozesse ein. International pflegen wir natürlich auch Partnerschaften mit Städten wie Tel Aviv, Krakau und Philadelphia, doch liefern nicht nur die Metropolen wertvolle Anregungen. Gerade kleinere Kommunen wie Etteln zeigen, wie mit Pragmatismus, Mut zu unkonventionellen Lösungen und bürgernaher Kommunikation große Wirkung entfaltet werden kann. Diese Haltung nehmen wir sehr ernst und prüfen regelmäßig, welche Ansätze auch für eine Großstadt wie Frankfurt gewinnbringend adaptiert werden können. Dieses Engagement findet internationale Anerkennung. So wurde das Projekt cosma21, also die Ihnen als urbane Datenplattform geläufige Plattform, mit dem Smart 50 Award ausgezeichnet, einem Preis für die weltweit innovativsten Smart-City-Projekte.
(Zurufe)
Ich wollte noch einmal auf das hinweisen, was wir im Austausch mit anderen Stellen tun.
(Zurufe)
Das hätte man aber auch vorher schon sagen können, oder? Fest steht, dass Frankfurts Digitalisierung keinem einzelnen Vorbild folgt, sondern einem eigenständigen Kurs. Gleichzeitig sind wir offen für den Dialog mit allen anderen Kommunen. Der Blick nach Etteln zeigt, dass Innovation keine Größenordnung kennt, aber sie braucht Struktur, Engagement und strategischen Willen. All das bringt Frankfurt ein.
(Beifall)
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 26. Juni 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.