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Auch eine Wirtschaftsmetropole wie Frankfurt braucht Veranstaltungsorte, an denen Musiker und Bands auftreten können. Ei

Vorlagentyp: F
Beantwortet
Vorlage
Idee
Bei einigen tausend Vorlagen geht die
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Zusammenfassung

Die Frage befasst sich mit der Schließung von Musikclubs und Veranstaltungsräumen in Frankfurt und der Unterstützung durch die Stadt. Es wird vorgeschlagen, die Schließungen zu analysieren und Maßnahmen zur Unterstützung der betroffenen Clubs zu ergreifen. Ziel ist es, die kulturelle Vielfalt und die Musikszene in Frankfurt zu erhalten.

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Thema Kultur verfolgen

Frage an den Magistrat

Auch eine Wirtschaftsmetropole wie Frankfurt braucht Veranstaltungsorte, an denen Musiker und Bands auftreten können. Ein interessantes kulturelles Angebot lockt Firmen, Mitarbeiter und Touristen an. Leider mussten in den vergangenen Jahren einige Musikclubs ihre Türen schließen. Die Stadt sollte prüfen, wie sie die Musikclubs bei wirtschaftlichen Engpässen, Corona, Problemen mit Pacht- und Mietverträgen, alternativen Räumlichkeiten für Auftritte et cetera unterstützen kann. Daher frage ich den Magistrat: Wie viele Musikclubs sowie Kultur- und Veranstaltungsräume haben in den vergangenen fünf Jahren in Frankfurt geschlossen, und wie gedenkt der Magistrat darauf und - wenn möglich auch auf die Gründe dafür - zu reagieren?

Antwort des Magistrats

Die Frankfurter Klubszene erhält keine institutionelle Förderung des Dezernats Kultur und Wissenschaft. Klubbetreibende haben keine Meldungspflicht über Änderungen in ihren Geschäften gegenüber der Stadt Frankfurt, es gibt daher keine Aufstellung über Klubschließungen der letzten fünf Jahre. Die in der Frage genannten "Kultur- und Veranstaltungsräume" bedürfen zudem einer genaueren Definition. Ein Großteil der Frankfurter Klubs kuratiert ein regelmäßiges Livemusikprogramm und gehört daher seit Anfang 2021 baurechtlich zu Kulturstätten. Für diese gesetzliche Neuregelung auf Bundesebene hat sich nicht zuletzt auch Stadträtin Dr. Hartwig eingesetzt. Das Wirtschaft- und das Kulturdezernat Frankfurt sind in regelmäßigen Austausch mit Klubbetreibenden und dem "Verein Clubs am Main". Den Dezernaten sind folgende, teilweise der Coronakrise verschuldeten, Schließungen der letzten Jahre bekannt: Clubkeller: Schließung aufgrund der Coronakrise nach 19 Jahren in Sachenhausen im Juni 2020. HoRsT Frankfurt: Bar, Bühne und Veranstaltungsraum in den Adlerwerken im Gallus. Schließung im Juli 2020 nach 7 Jahren aufgrund der Coronakrise. Die Betreiber konnten als Pop-Up-HoRsT in Griesheim im Sommer 2021 wieder ein Sommerprogramm veranstalten. Elfer: Kündigung des Mietvertrages im Oktober 2021. Seitdem sind die Betreiber auf der Suche nach einem neuen Veranstaltungsort. Aktuell finden die Veranstaltungen des Elfer in Kooperation mit und im Club Ponyhof in Sachenhausen statt. Spritzenhaus: Schließung aufgrund der Kündigung des Mietvertrages Ende 2018 nach 41 Jahren. Die Kündigung von Miet- und Pachtverträgen für Klubs ist eine der größten Herausforderungen für Klubbetreibende in Frankfurt. Zuletzt musste der ZOOM Club seine Räumlichkeiten verlassen, konnte jedoch eine alternative Unterkunft im ehemaligen Cocoon-Club in Fechenheim finden. Gleichzeitig öffnen neue Klubs, wie das Tokonoma im Frankfurter Bahnhofsviertel, das Fortuna Irgendwo an der Hanauer Landstraße, das seine Eröffnung wegen Corona verschieben musste, oder der Room 4, Club Culinar mit einem neuen Dance & Dine-Konzept in Nähe der Alten Oper. Die Verdrängung von Klubs- und Musikspielstätten aus der Innenstadt ist eine Herausforderung für Großstädte. Die Anerkennung von Klubs als Kulturstätten, und damit der größere Schutz vor städtebaulicher Verdrängung, war daher ein längst überfälliger Schritt. Für die Klubbetreibenden, die ihre Räume verloren haben, muss es nun gemeinsam an die Suche nach Alternativen gehen. Aufgrund des Lockdowns und der Coronaverordnung mussten viele Klubs und Kultur- und Veranstaltungsorte bis Mitte 2021 geschlossen bleiben. Mit den Coronahilfen und Hilfen über das Bundesprogramm Neustart Kultur und der Initiative Musik konnten die meisten Musikklubs und Kulturveranstaltungsorte nach Anlaufschwierigkeiten diese Zeit jedoch gut überstehen. Im Sommer konnten die Musikklubs unter anderem durch Unterstützung des hessischen Förderprogramms "Ins Freie" an verschiedenen Open Air-Standorten ein Sommerprogramm veranstalten. Ebenfalls konnten über eine gemeinsame Förderung vom Bund, BKM, und der Stadt Frankfurt im Rahmen des Kultursommers im Sommerbau des Mousonturms Konzertveranstaltungen der Frankfurter Musikclubs unterstützt werden. Vor allem in Krisenzeiten ist eine Unterstützung über Förderprogramme wichtig. Aktuell startet die zweite Auflage des Bundes-Förderprogramms für Musikklubs (NK2) der Initiative Musik am 16. November.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 4. November 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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