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Unter der und rund um die Unterführung der S-Bahn-Station Galluswarte auf der Frankenallee herrschen seit Langem unsägli

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Stadt Frankfurt am Main plant Maßnahmen zur Bekämpfung der Taubenkotverschmutzung an der S-Bahn-Station Galluswarte. Es wird ein professionelles Taubenhaus angestrebt, um die Taubenpopulation tierschutzgerecht zu reduzieren und hygienische Zustände zu verbessern.

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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgen

Frage an den Magistrat

Unter der und rund um die Unterführung der S-Bahn-Station Galluswarte auf der Frankenallee herrschen seit Langem unsägliche Zustände durch Taubenkotverschmutzung. Nach Abtransport des nicht angenommenen Taubencontainers nach Bockenheim scheint die Stadt vor dem Problem zu kapitulieren. Auch eine Abhangdecke/ein Taubengitter unter der Bahnbrücke ist weiterhin nicht installiert. Die GRÜNEN im Ortsbeirat 1 erwägen aus hygienischen Gründen nun sogar eine Verlegung der dortigen Bushaltestelle "Haus Gallus".

Ich frage den Magistrat:

Welche konkreten Maßnahmen werden seitens DB und Stadt durchgeführt, um der Taubenkotproblematik an der Galluswarte wirksam zu begegnen, und wann wird endlich ein professionelles Taubenhaus eingerichtet?

Antwort des Magistrats

Die Stadttaubenpopulation an der Galluswarte hat sich nachhaltig etabliert und vergrößert, da die Tauben im und um den Unterführungsbereich "ideale Aufenthaltsbedingungen" vorfinden. So gibt es zahlreiche Nistmöglichkeiten in der Unterführung selbst und ein hohes Futterangebot. Es wird zum einen massiv Körnerfutter ausgestreut, zum anderen füttern Passant:innen zusätzlich ihre Lebensmittelreste beziehungsweise lassen Essensreste einfach liegen. Eine Überwachung ergab, dass in einem Zeitraum von sechs Stunden 18 Personen ihre Essensreste an die Tauben verteilten. Teilweise werden direkt im Umfeld in den Grünanlagen Essensreste von Feiern und große Mengen Brotreste ausgebracht.

Darüber hinaus konnten keine sogenannten "Vergrämungsmaßnahmen" an der Brückenkonstruktion vorgenommen werden. Die Bahn ist für den Unterführungsbereich nicht zuständig. Der Magistrat sieht sich mangels Finanzierungsmöglichkeit allerdings nicht in der Lage, bauliche Maßnahmen durchzuführen. Die Kosten für diese Maßnahme werden auf circa 500.000 Euro geschätzt. Außerdem konnte das Taubenhaus aus verkehrlichen Gründen nicht direkt vor Ort aufgestellt werden, sondern musste einige hundert Meter entfernt errichtet werden.

Der Magistrat bedauert, dass das im vergangenen Jahr aufgestellte, professionell betriebene Taubenhaus unter diesen Rahmenbedingungen leider nicht angenommen wurde.

Im Rahmen der Überprüfung, welche Maßnahmen erforderlich sind, um die Taubenpopulation tierschutzgerecht zu verringern, wurden folgende Voraussetzungen in Zusammenarbeit mit der Veterinärabteilung im Ordnungsamt definiert:

- Durchsetzung des Fütterungsverbotes

- Angebot von artgerechtem Futter in einem standortnahen Taubenhaus mit einem Angebot an Brutmöglichkeiten, um einen Eiertausch durchführen zu können

- Verhinderung des Ansitzes/der Brutmöglichkeiten unter dem Ingenieurbauwerk

Der Magistrat baut derzeit ein städtisches Taubenmanagement auf und wird sich weiterhin mit dem Standort an der Galluswarte beschäftigen. Zur tierschutzgerechten Reduktion sind Taubenhäuser unerlässlich. Aber solange die geschilderten Probleme weiterhin bestehen, kann ein Taubenhaus keinen Erfolg haben.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 30. April 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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