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Derzeit werden auf den Friedhöfen, unter anderem auf dem Hauptfriedhof und dem Rödelheimer Friedhof, Hecken, Sträucher u

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Frage bezieht sich auf die Pflege der Friedhöfe in Frankfurt am Main, insbesondere auf die aktuellen Rückschnittmaßnahmen von Hecken und Sträuchern. Der Antragsteller schlägt vor, regelmäßige und gleichbleibende Grünschnitte durchzuführen, um die Sicherheit und das Erscheinungsbild der Friedhöfe zu verbessern.

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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Frage an den Magistrat

Derzeit werden auf den Friedhöfen, unter anderem auf dem Hauptfriedhof und dem Rödelheimer Friedhof, Hecken, Sträucher und Eiben geschnitten, teilweise komplett entfernt. Diese Maßnahmen sollen zu einer "helleren und übersichtlicheren Gestaltung" beitragen und auch "das allgemeine Sicherheitsempfinden" vor Ort erhöhen. Der starke Rückschnitt wird jedoch erneut kritisiert. Ich frage den Magistrat, ob es nicht sinnvoller wäre, regelmäßiger einen gleichbleibend guten Grünschnitt auf unseren Friedhöfen vorzunehmen.

Antwort des Magistrats

Die 37 Frankfurter Friedhöfe mit rund 250 Hektar sind ein wichtiger Bestandteil des kommunalen Grüns. Die Pflege und Unterhaltung dieser Areale im gebührenfinanzierten Bereich bedarf einer kurzen Erläuterung. Das kommunale Friedhofswesen unterliegt einem starken Wandel. Bundesweit lassen sich dabei verschiedene Entwicklungen aufzeigen, die zu einer strukturellen Problematik der deutschen Friedhöfe führen und sich so auch in Frankfurt am Main widerspiegeln. Vor allem Friedhöfe größerer Kommunen verlieren vermehrt ihre Primärfunktion als Beisetzungsort und nehmen für die Bevölkerung verstärkt kulturhistorische, soziale, ökologische und Erholungsfunktionen ein. Die veränderte Nachfrage der Friedhofs-nutzer*innen führt zu einem abnehmenden Bedarf an Bestattungsflächen, zu einer sinkenden Auslastung der Friedhofseinrichtungen und zu einem steigenden Bedarf an pflegefreien Grabformen. Auch haben Friedhöfe, vor allem in Ballungszentren, ihre Monopolstellung verloren. Durch die Nachfrage an kleinen Grabstätten fällt immer mehr Fläche zur Pflege an den Friedhof zurück, was in der Konsequenz auch mit einer Steigerung der Pflege- und Unterhaltungskosten für den Friedhof einhergeht. Gleichzeitig stellen auch Friedhöfe gerade in großen Kommunen qualifizierte Aufenthaltsräume dar. Zudem kommt dem innerstädtischen Grün und dabei gerade den Friedhöfen durch die Intensivlandwirtschaft im Außenbereich eine stetig wachsende Bedeutung bezüglich der Artenvielfalt sowie der Artenerhaltung zu. In diesem aufgezeigten Spannungsfeld versucht das Grünflächenamt den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden. Neben gärtnerisch notwendigen Schnittmaßnahmen müssen auch Flächen, aufgrund der sich wandelnden Flächennutzung, umgestaltet werden. Hierbei kann es in den wenigen Wintermonaten zu deutlichen Rückschnittmaßnahmen kommen, da in den anderen Monaten im Rahmen des Vogel- und Biotopschutzes keine größeren derartigen Tätigkeiten durchgeführt werden dürfen. Parallel finden auch Pflege-Aktionen auf dem Friedhof mit engagierten Bürger*innen statt. Zu den Maßnahmen gibt es neben der angesprochenen Kritik auch viele positive Rückmeldungen - gerade in Bezug auf das damit einhergehende Sicherheitsempfinden und die optische Öffnung.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 25. Februar 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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