Die Freiwillige Feuerwehr im Main-Taunus-Kreis verfügt über fünf Drohnen und macht nach eigener Aussage gute Erfahrungen
Zusammenfassung
Die Feuerwehr Frankfurt am Main plant den Einsatz moderner Drohnentechnologie zur Unterstützung operativer Einsatzlagen. Dies soll die Effektivität und Einsatzfähigkeit der Gefahrenabwehr erhöhen und die Reaktionszeiten bei Einsätzen verkürzen. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Sicherheit und Handlungsschnelligkeit bei Einsätzen, insbesondere in der Wasserrettung und bei Verkehrsunfällen, zu verbessern.
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Thema Sicherheit verfolgenFrage an den Magistrat
Die Freiwillige Feuerwehr im Main-Taunus-Kreis verfügt über fünf Drohnen und macht nach eigener Aussage gute Erfahrungen damit. Der Einsatz von Drohnen ist vielseitig: So können mittels Drohneneinsatz neben der Brandortung unterschiedliche Suchaufgaben wahrgenommen werden und die Drohnen zudem bei der Gewässerüberwachung unterstützen. Ich frage den Magistrat: Verfügen Frankfurter Feuerwehren und Hilfsorganisationen ebenfalls über Drohnen, und welche Ausstattung halten Branddirektion und AGFH für zielführend?
Antwort des Magistrats
Die Feuerwehr Frankfurt am Main war mit dem Anchors-Projekt 2012 bundesweit eine der ersten Feuerwehren, die Drohnen in ihrer Arbeit einsetzte.
Die Berufsfeuerwehr, die Rettungshundestaffel der Freiwilligen Feuerwehr und die Johanniter Unfallhilfe setzen Drohnen und Erkundungscopter in vielfältigen Fällen ein, so beispielsweise zu Erkundungs- und Kontrollaufgaben, bei Vegetationsbränden, in der Wasserrettung und zur Kontrolle von Löscharbeiten bei Großbränden. Auch bei der Personensuche außerhalb der Wasserrettung werden Copter eingesetzt, hier unter anderem zum Erstellen von Luftbildern, von Wärmebildern oder sonstigen Übersichtsaufnahmen.
Die Branddirektion beabsichtigt, im Haushaltsjahr 2026 eine externe Dienstleistungsfirma mit dem Einsatz moderner Drohnentechnologie zur Unterstützung operativer Einsatzlagen in Frankfurt am Main zu beauftragen. Ein erster Beratungstermin mit einem potenziellen Anbieter hat hierzu bereits stattgefunden.
Ziel der Maßnahme ist es, die Effektivität und Einsatzfähigkeit der Gefahrenabwehr signifikant zu erhöhen und die Vorlaufzeit der Drohneneinsätze bei akuten Einsatzlagen deutlich zu senken. Die geplante Drohnenlösung ermöglicht es, bereits wenige Minuten nach der Alarmierung erste Lagebilder von der Einsatzstelle zu übermitteln - noch bevor bodengebundene Rettungseinheiten, die aufgrund verkehrlicher Gegebenheiten längere Anfahrtszeiten aufweisen, vor Ort eintreffen. Zum Beispiel bei Verkehrsunfällen auf Autobahnen kann die Unfallstelle verifiziert werden und dadurch eine frühzeitige Lageerkundung erfolgen. Dies gestattet eine gezielte Nachforderung und Disposition weiterer Einsatzkräfte.
Auch im Bereich der Wasserrettung soll durch den zusätzlichen Drohneneinsatz ein Zugewinn an Handlungsschnelligkeit und Sicherheit erreicht werden. Die Drohnen des Dienstleisters sind etwa in der Lage, eine Schwimmhilfe, zum Beispiel eine Rettungsboje, zum Einsatzort zu bringen und zielgerichtet über einer in Not befindlichen Person abzuwerfen - deutlich bevor Einsatzkräfte der Feuerwehr oder anderer Hilfsorganisationen am Unglücksort eintreffen. Dadurch kann das Einsatzspektrum von Drohnen in der Gefahrenabwehr noch deutlich über die Erkundung von Einsatzorten hinaus erweitert werden.
Für diese Dienstleistung wäre - vorbehaltlich vorhandener Mittel - ein monatlicher Kostenaufwand in Höhe von circa 10.000 Euro zu veranschlagen. Zur Sicherstellung der optimalen Einsatzfähigkeit und zur Qualitätssteigerung der Gefahrenabwehr wäre die Beschaffung zu empfehlen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 30. April 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.