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Der Presse war zu entnehmen, dass sich in letzter Zeit im Bahnhofsviertel und an der Kuhwaldsiedlung in manifester Weise

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Schließung legaler Prostitutionsstätten während der Corona-Pandemie hat zu einer illegalen Verlagerung der Prostitution ins Bahnhofsviertel geführt. Der Magistrat plant, durch gezielte Maßnahmen der Stadtpolizei und Beratungen der betroffenen Frauen, die Situation nachhaltig zu verbessern.

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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Frage an den Magistrat

Der Presse war zu entnehmen, dass sich in letzter Zeit im Bahnhofsviertel und an der Kuhwaldsiedlung in manifester Weise Strukturen illegaler Prostitution gebildet haben. Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat: Welche Ursachen sieht der Magistrat für diese Entwicklung, und was gedenkt er dagegen zu tun?

Antwort des Magistrats

Durch die Schließung der legalen Prostitutionsstätten im Rahmen der Corona-Pandemie, kam es zu einer illegalen Verlagerung der Prostitution ins Bahnhofsviertel. Dem Gesundheitsamt sind Fälle von illegaler Ausübung der Prostitution bekannt geworden, weil die betreffenden Frauen nach Erteilung einer Ordnungswidrigkeit dort zu dem gesetzlich verpflichtenden Anmeldungs- und Informationsgespräch, §7 ProstSchG, erschienen beziehungsweise die Folgeberatung nachholen mussten. Die Zahl der beratenen Frauen nach §§ 7 und 10 ProstSchG lag im Jahr 2020 bei insgesamt 902 Fällen, darunter waren auch 283 Erstberatungen und 616 Folgeberatungen. In den Monaten Januar und Februar 2021 wurden insgesamt 29 Frauen beraten. Üblicherweise wurde diese Zahl in den Zeiten vor Ausbruch der SARS-CoV-2-Pandemie häufig bereits in nur zwei Tagen erreicht. Dies zeigt die aus Sicht des Gesundheitsamtes deutlich rückläufige Tendenz. Durch die Stadtpolizei finden seit geraumer Zeit, sowohl in Uniform als auch in ziviler Kleidung, gezielte Maßnahmen zur Eindämmung der illegalen Prostitution statt. Seit Jahresbeginn wurden 24 Festnahmen beziehungsweise Sistierungen und 51 Personenüberprüfungen eingeleitet. Hinzu kommen zwölf Anzeigen nach der Sperrgebietsverordnung der Stadt Frankfurt am Main und vier Strafverfahren nach dem Aufenthaltsgesetz. Außerdem wurde in neun Fällen Strafanzeige wegen beharrlicher, verbotener Prostitution gestellt. Drei dieser Fälle, von denen einer bereits vom Amtsgericht Frankfurt am Main verurteilt wurde, gehen auf außerplanmäßig geleistete Sonderdienste der Stadtpolizei zurück. Die Stadtpolizei wird ihre Bemühungen in diesen Bereichen weiterhin fortsetzen, um den beschriebenen Zustand nachhaltig zu verbessern.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 25. Februar 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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