Viele Städte führen eine Sportentwicklungsplanung durch, um die Sportangebote und -stätten bedarfsgerecht an die Nachfra
Zusammenfassung
Der Magistrat plant die zeitnahe Anmietung der ehemaligen DB-Zentrale für Berufliche Schulen und eine Kita. Die komplexen Verhandlungen sind nun abgeschlossen, und der Vermieter bekräftigt sein Interesse an einem gemeinsamen Schulbauprojekt mit der Stadt Frankfurt.
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Thema Sport, Freizeit und Bäder verfolgenFrage an den Magistrat
In ihrer Halbzeitbilanz im März 2024 berichtete die Bildungsdezernentin, die ehemalige DB-Zentrale in der Stephensonstraße im Gallus solle als Standort für die Beruflichen Schulen Berta Jourdan, die Abendhaupt- und Realschule und eine Kita genutzt werden. Der Mietvertrag sei bereits verhandelt und der Eigentümer leiste den Umbau. Auch Ende 2024 hieß es noch, die Vorlage zur Anmietung ginge "zeitnah in den Geschäftsgang", was jedoch nicht passierte. Daher frage ich den Magistrat: Kann das Gebäude zeitnah durch die Stadt genutzt werden oder hat der Magistrat so lange für die Verhandlungen gebraucht, dass der Vermieter das Interesse verloren hat und nun für zwei Schulen sowie eine Kita ein anderes Gebäude benötigt wird?
Antwort des Magistrats
Im Jahr 2010 wurde der erste Prozess zu einer Sportentwicklungsplanung, SEP, für Frankfurt in Begleitung des Instituts für Kooperative Planung und Sportentwicklung gestartet. 2011 wurde der endsprechende Bericht dazu veröffentlicht, der auf der Website der Stadt Frankfurt einsehbar ist. Seit 2013 findet dazu eine jährliche Berichterstattung an die Stadtverordnetenversammlung statt, die über Fortschritte und Umsetzung der im Bericht beschriebenen Maßnahmen informiert. Im Jahr 2021 gab es ein Resümee nach zehn Jahren SEP in Frankfurt, in dem analysiert wurde, welche Bereiche und Projekte bereits wie weit fortgeschritten beziehungsweise umgesetzt waren. Aktuell arbeitet das Sportamt an einer Fortschreibung des SEP Prozesses, um eine Vision "Sport in Frankfurt 2040" zu entwickeln.
Eine Neuauflage wird notwendig, da sich die Parameter, die der ursprünglichen Planung zu Grunde lagen, inzwischen an vielen Stellen geändert haben. So leben heute knapp 780.000 Menschen in Frankfurt, während es 2010 noch knapp 100.000 Personen weniger waren. Damit verändern sich natürlich auch die Bedarfe was Sportstätten und Bewegungsangebote angeht. Darüber hinaus soll die neue SEP Strategie ein dezidierteres Bild auf die unterschiedlichen Zielgruppen werfen und welche Angebote zukünftig in den Fokus rücken sollten. Und auch das veränderte Sportverhalten nach der Corona-Pandemie macht noch einmal einen neuen Blick auf das Thema Sport im Freien und im informellen Kontext notwendig.
Diese und weitere Themen werden im Mittelpunkt der Neuauflage der Sportentwicklungsplanung stehen, die bis Ende 2027 in Kooperation mit verschiedenen städtischen Ämtern, dem Sportkreis sowie der Sportjugend Frankfurt sowie den Sportvereinen der Stadt umgesetzt sein soll. Ziel ist es, für möglichst alle Frankfurter Bürger:innen passgenaue und wohnortnahe Bewegungs- und Sportangebote zu schaffen. Auf Basis dieser Neuauflage der Frankfurter Sportentwicklungsplanung wäre eine regionale Sportentwicklungsplanung zum Beispiel unter Federführung des Landessportbundes Hessen sicherlich sinnvoll und begrüßenswert.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 30. April 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.