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Der Antrag der Linken, einen Gedenktag für die Opfer von Femiziden nach dem Beispiel der Stadt Ludwigsburg und weiterer

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Der Antrag der Linken fordert die Einrichtung eines Gedenktages für die Opfer von Femiziden sowie die Errichtung eines Mahnmals. Ziel ist es, das Bewusstsein für dieses globale Phänomen zu schärfen und den Opfern zu gedenken. Die Umsetzung des Mahnmals ist bereits in Planung und wird voraussichtlich in drei bis fünf Jahren eingeweiht.

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Frage an den Magistrat

Der Antrag der Linken, einen Gedenktag für die Opfer von Femiziden nach dem Beispiel der Stadt Ludwigsburg und weiterer Städte einzurichten und öffentlich zu begehen, wurde im WRF-Ausschuss am 22.04.2025 von der Koalitionsmehrheit mit "Z bis Umsetzung E 143/24" votiert. In dem beschlossenen Etatantrag geht es um die Errichtung eines Mahnmals zu Femiziden. Ein Gedenktag und ein Mahnmal schließen sich jedoch nicht gegenseitig aus.

Ich frage den Magistrat:

Wie ist der Stand der Umsetzung des Mahnmals, und wann wird es eingeweiht?

Antwort des Magistrats

Sehr geehrte Frau Stadtverordnete Christann!

Kunstprojekte, die auf Dauer im öffentlichen Stadtraum erreichtet werden sollen, haben einen komplexen Charakter und bedeuten für die Verwaltung ein zusätzliches Arbeitsvolumen, das im laufenden Tagesgeschäft integriert werden muss. Das Kulturamt hat sich über die Jahre ein Projektmanagement und ein solides Netzwerk innerhalb und außerhalb der Verwaltungsebene aufgebaut, das professionelle und effiziente Abläufe garantiert. Manche Projekte erfordern dennoch eine ämter- und dezernatsübergreifende Zusammenarbeit, die je nach Thema, neu etabliert werden muss. Projekte dieser Dimension bieten außerdem unvorhersehbare Herausforderungen, insbesondere bei der Festlegung eines Standorts. Vorhaben, wie die Umsetzung des Femizide Mahnmals, dauern vom politischen Beschluss bis zur Einweihung in der Regel mindestens drei bis fünf Jahre. Die Entwicklung des "Femizide-Mahnmals" verläuft innerhalb des skizzierten Zeitplans.

Die ersten Abstimmungsprozesse zwischen dem Frauenreferat und dem federführenden Kulturamt haben bereits 2024 stattgefunden. In diesem Zusammenhang wurde intensiv zu diesem weltweit brisanten Thema und dem aktuellen Forschungsstand recherchiert. Parallel fand eine erste Standortrecherche statt.

Für die Standortbestimmung sind dabei aus Sicht des Kulturamtes folgende Kriterien relevant:

- Innenstadt oder Ort mit guter Frequenz und gemischtem Publikum;

- inhaltlicher Bezug des Ortes zum Thema nicht zwingend erforderlich, da globales Phänomen;

- technisch-baulicher Aufwand überschaubar;

- zeitnahe Realisierung möglich;

- kein Ort, der inhaltlich oder nutzungstechnisch Konflikte provoziert - Vandalismus vorbeugen;

- vorzugsweise städtische Liegenschaft;

- Ort soll räumliche Möglichkeiten für begleitende Aktionen bieten.

Im Austausch mit potentiellen Kooperationspartnerinnen und -partnern wurde auch deutlich, dass das Thema Ablehnung hervorruft und mit falschen Vorstellungen über die Hintergründe der Taten verbunden ist. Diese Erfahrung wurde im weiteren Arbeitsprozess und der Definition der Zielsetzung berücksichtigt. In einem round table mit Vertreterinnen und Vertretern der Ämter - Grünflächenamt Stadtplanungsamt, Frauenreferat, Kulturamt - sowie externen Expertinnen und Experten wurde die Kernaussage des Kunstprojektes definiert und ein bevorzugter Standort in der Innenstadt verifiziert. Ob dieser von allen Beteiligten favorisierte Standort durch ein Kunstwerk bespielt werden kann, prüft der Magistrat aktuell.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 30. April 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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