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Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen zur Eindämmung des Virus sind viele klei

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Stadt Frankfurt am Main plant, die Startup-Szene durch verschiedene Förderinstrumente zu unterstützen, um die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie abzumildern. Insbesondere sollen Gründerinnen und Gründer durch den Frankfurter Gründerfonds und das Hessen-Mikrodarlehen gefördert werden, um ihre Existenz zu sichern und nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen.

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Frage an den Magistrat

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen zur Eindämmung des Virus sind viele klein- und mittelständische Unternehmen in Frankfurt unverschuldet in eine finanzielle Schieflage geraten. Gerade neue Gründerinnen und Gründer haben es aktuell schwer, Fuß zu fassen und sich aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage fest zu etablieren. Ich frage den Magistrat: Wie hat sich die Corona-Krise aus Sicht der Wirtschaftsförderung auf die Startup-Szene ausgewirkt, und mit welchen Instrumenten kann die Stadt Frankfurt ihre Gründerinnen und Gründer unterstützen?

Antwort des Magistrats

Die Lage bei Gründerinnen und Gründer sowie Start-Up-Unternehmen stellt sich in den verschiedenen Branchen sehr differenziert dar. Die Auswirkungen der pandemiebedingten Krise treffen Branchen wie Gastronomie, Reisegewerbe und stationärer Einzelhandel sehr hart, insbesondere sind auch die Veranstaltungs- und Kulturbereiche mit den dazu gehörigen Kreativ-Dienstleistungen, vielen Freiberuflern sowie Soloselbstständigen mit einem inzwischen einjährigen Berufsverbot existenzbedroht. Währenddessen kommen Start-Ups und Gründungen aus den Bereichen IT, Digitalisierungs-Dienstleistungen, Online-Handel, Nachhaltigkeit, Energie und Mobilität hingegen gut oder sogar mit steigendem Erfolg durch die Krise. Die Wirtschaftsförderung vermeldet, dass im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 Anfragen für die Gründungs-Wegeberatung zur Bearbeitung eingereicht wurden. Junge Unternehmen stellten kurzfristig ihre Marktangebote um oder verfolgten neue Ideen, wie zum Beispiel das Aufstellen von Automaten mit Desinfektionsfläschchen. Im Herbst und Winter 2020/2021 kamen die Beratungsanfragen fast vollständig zum Erliegen. Viele Gründungspläne wurden zurückgestellt. Erst seit Februar waren wieder erste Anfragen zu verzeichnen. Die Wirtschaftsförderung steht mit ihrem umfassenden Gründerangebot, wie zum Beispiel mit ihrer Wegeberatung und den Angeboten der Gründermatrix Frankfurt zur Verfügung und versorgt die Interessenten mit Informationen zu den Gründerthemen Geld, Netzwerke, Service und Räume. Nach wie vor liegt die größte Herausforderung in der Kapitalbeschaffung. Sehr vielen Gründern und Start-Ups fehlt es an Eigenkapital und Sicherheiten für Bankdarlehen. An dieser Stelle bietet die Stadt Frankfurt am Main seit über zehn Jahren ein bundesweit einmaliges Förderprogramm an, den Frankfurter Gründerfonds. Kleine, junge Unternehmen - bis zu fünf Jahre am Markt - werden mit kostenloser Beratung und Bürgschaften für Bankdarlehen - bis zu 50.000 Euro - bei der Finanzierung ihrer Gründungen unterstützt. Der Frankfurter Gründerfonds darf sich auf sein Alleinstellungsmerkmal berufen, denn neben der Bürgschaftsvergabe - in Kooperation mit der Bürgschaftsbank Hessen - werden die jungen Unternehmen im extra eingerichteten Gründerfondsbüro bei der Frankfurt School Financial Services GmbH über Jahre kostenlos beraten. Diese Serviceleistung besteht ab der Voranfrage über die Begutachtung des Businessplans bis zum ersten Bankgespräch. Bei erfolgreichem Abschluss des Kreditvertrags mit einer der fünf Partnerbanken erhalten die Gründerinnen und Gründer über die gesamte Laufzeit des Darlehens vierteljährliche, kostenlose Checks und Begleitung von den Experten des Gründerfondsbüros. Das umfasst zum Beispiel auch eine unbürokratische Krisenhilfe und Beratung zu Tilgungsaussetzung/-streckung und Stundung. Der Erfolg dieser Förderstrategie mit Beratung zeigt sich besonders deutlich in der Ausfallquote des Frankfurter Gründerfonds Programms: zwischen 2010 bis 2020 liegt sie bei 12,8 Prozent, während bundesweit in den ersten fünf Jahren am Markt circa 50 Prozent der Start-Ups scheitern. So fördert die Stadt mit dem Frankfurter Gründerfonds nicht nur den Aufbau junger Unternehmen, sondern insbesondere auch ihr nachhaltiges Bestehen am Markt und gute Chancen für Wachstum und Arbeitsplätze. Ebenfalls speziell für Gründer und Start-Ups - bis zu fünf Jahre nach der Gründung - ist die Wirtschaftsförderung seit 2013 Partner des Förderprogramms der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, WIBank, "Hessen-Mikrodarlehen". Es sind Direktdarlehen zwischen 3.500 und 35.000 Euro pro Gründerin und Gründer möglich. Die Beratung - auch eine Nachberatung - ist bis zu einem gewissen Umfang im Rahmen der Förderung enthalten. Die Wirtschaftsförderung hat mit der Beratung und Begleitung der Antragsteller ihre Tochtergesellschaft Kompass gGmbH sowie jumpp - Frauenbetriebe e. V. als Dienstleister beauftragt. Die Gründer werden dort bei der Antragstellung kostenlos beraten, die Anträge eingereicht an die WIBank und gegebenenfalls auch eine Nachbegleitung durchgeführt. Einer besonderen Erwähnung bedarf das innovative und zukunftsorientierte Projekt "Frankfurt Forward", welches bereits seit 2015 als unabhängiger Matchmaker und Impulsgeber für das Startup Ökosystem FrankfurtRheinMain fungiert. Frankfurt Forward wird im Rahmen des "Masterplans Industrie für die Stadt Frankfurt am Main" durch die Wirtschaftsförderung Frankfurt durchgeführt. Durch branchenübergreifende Vernetzung und Wissenstransfer fördert Frankfurt Forward die Weiterentwicklung von Innovation und Digitalisierung am Standort Frankfurt sowie auf internationaler Ebene, und hebt erfolgreiche Gründergeschichten auf die Bühne. Frankfurt Forward schafft es mit mehr als elf Events pro Jahr Politik und Start-Ups zusammenzubringen, um Anforderungen und Angebote auf Kommunal- und Landesebene sichtbar zu machen. Gemeinsames Ziel ist es, ein starkes, innovationsgetriebenes und gründerfreundliches Start-Up-Ökosystem zu schaffen. Der Magistrat stellt sich der Aufgabe, die wirtschaftliche Zukunft mit nachwachsenden Start-Ups zu sichern, Unternehmertum und Branchenvielfalt in Frankfurt zu unterstützen und auch in Zukunft Gründungen mit diesem bundesweit einzigartigen kommunalen Programm durch Innovation, Vernetzung, Beratung, Begleitung und Hilfe in Krisensituationen zu fördern.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 25. Februar 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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