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Am Klinikum Höchst werden durch Verkauf und Zubereitung von Chemotherapien Gewinne erzielt, die die onkologische Ambulan

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Frage bezieht sich auf die drohende Privatisierung der onkologischen Ambulanz am Klinikum Höchst und die damit verbundenen finanziellen Risiken durch die Fremdvergabe der Apotheke. Der Magistrat erklärt, dass die Apotheke defizitär ist und keine Gewinne mehr erwirtschaftet, was eine Privatisierung der Ambulanz nicht rechtfertigt.

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Frage an den Magistrat

Am Klinikum Höchst werden durch Verkauf und Zubereitung von Chemotherapien Gewinne erzielt, die die onkologische Ambulanz mitfinanzieren. Das ist nötig, da durch das DRG-Abrechnungssystem keine kostendeckende Arbeit der Ambulanz möglich ist. Nach einer Fremdvergabe der Apotheke gehen diese Gewinne nicht mehr ans Haus, sondern an die externe Apotheke. Die Ambulanz verliert einen Teil ihrer Finanzierung und wird defizitär. Dies kann der Geschäftsführung zum Anlass dienen, auch die Ambulanz zu privatisieren und zum Beispiel durch ein privates Medizinisches Versorgungszentrum zu ersetzen. Ich frage den Magistrat: Warum geht der Magistrat das Risiko einer drohenden Privatisierung ein und findet es nicht sinnvoll, die Apotheke im Krankenhaus zu erhalten?

Antwort des Magistrats

Die Zytostatika-Therapie und die damit verbundene Herstellung von patientenindividuellen sterilen Zubereitungen, Parenteralia, ist ein stark reglementierter Bereich auf medizinischer/pharmazeutischer wie auch auf rechtlicher und finanzieller Ebene. Aktuell befinden wir uns in der sogenannten "2. Generation" der Zytostatika, in der Generika und Biosimilar zu geringeren Preisen zunehmend auf den Markt kommen und mit den Originalen preislich stark konkurrieren. Die Kostenträger reagieren auf den veränderten Markt und passen die Abrechnungsregularien, einhergehend mit empfindlichen Preissenkungen, an. Die Erlöse decken perspektivisch die steigenden Kosten nicht mehr. Somit ist auch die Aussage nicht zutreffend, dass die Apotheke mit der Zubereitung von Zytostatika auch perspektivisch Gewinne erwirtschaften würde und damit andere Bereiche subventioniert werden können. Mit einem kompletten Neuaufbau einer Apotheke wären hohe Investitionskosten zu tragen, die einmal für die Interimslösung und dann für die Apothekenausstattung im Neubau entstehen würden. In Anbetracht dieser Sachverhalte erwirtschaftet die Apotheke keinen Gewinn mehr, sondern ist defizitär und müsste bei einem Verbleib selbst subventioniert werden. Neben den hohen Investitionskosten und den negativen Effekten bei den Zytostatika verstärken die generell sinkenden Arzneimittelpreise das vorauszusehende Defizit der Klinikapotheke. Die starke Tendenz zur Spezialisierung in der Branche der Parenteralia-Herstellung unterstreicht die herausfordernde Lage. Die Chancen mit einem externen Versorger bestehen darin, dass ohne Einbußen bei der Apothekenleistung, die beschriebenen negativen Auswirkungen und die damit verbundenen Risiken nach außen gegeben werden. Der Betrieb der onkologischen Ambulanz ist davon unabhängig. Es bestehen keinerlei Pläne zur Privatisierung der onkologischen Ambulanz.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 21. Januar 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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