Viele Projekte in Frankfurt scheitern an Personalmangel im Planungsbereich. Motivierte Initiativen, die Veränderung in i
Zusammenfassung
Der Magistrat wird gefragt, welche Maßnahmen er ergreift, um sowohl erfahrenes Personal im Planungsbereich zu gewinnen als auch den Nachwuchs auszubilden. Angesichts des Personalmangels in der Stadtplanung und der Klimakrise ist eine Verbesserung der Personalgewinnung und -ausbildung notwendig.
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Thema Stadtplanung verfolgenFrage an den Magistrat
Viele Projekte in Frankfurt scheitern an Personalmangel im Planungsbereich. Motivierte Initiativen, die Veränderung in ihren Stadtteilen fordern, zum Beispiel Superblocks in Bockenheim oder entlang der Berger Straße, wenden sich über die Ortsbeiräte an die Verwaltung, nur um die unbefriedigende Antwort "Personalmangel" zurückzuerhalten. Frankfurt ist angesichts der Klimakrise nicht die einzige Stadt, die mehr Personal im Bereich der Stadtplanung braucht. Ich frage den Magistrat: Was unternimmt der Magistrat, um nicht nur Personal für Planung mit Berufserfahrung anzuwerben, sondern auch zur Ausbildung des Nachwuchses in diesem Bereich beizutragen?
Antwort des Magistrats
Das Personalmarketing für fachliche Berufsbilder wird dezentral von den jeweiligen Ämtern und Betrieben verantwortet. das heißt, diese entscheiden eigenverantwortlich über Maßnahmen und Budget für Werbemaßnahmen/Personalmarketing für Fachpersonal. Das Personal- und Organisationsamt, POA, steht den Ämtern und Betrieben hierbei beratend zur Seite.
Im Rahmen des strategischen Personalmanagements wurde mit dem Wirkungsziel 4.2 der Bereich der MINT-Berufe - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - explizit in den Blick genommen, um eine Personalgewinnung der entsprechenden Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zu unterstützen. Hierbei wurde ein Maßnahmenpaket für die Ämter und Betriebe erarbeitet. In einem ersten Schritt wurden seitens des POA die entsprechenden Berufsbilder und Amtsbereiche festgelegt. In dem daraufhin erarbeiteten Marketing-Mix wurden für die Ämter und Betriebe insbesondere die folgenden amtsspezifischen Personalwerbungsinstrumente identifiziert:
- Fahrzeugbeklebung
- Außenwerbung im öffentlichen Raum
- Arbeitgeberportraits/Imageanzeigen in Fachzeitschriften
- Branchenspezifische Jobmessen
- Hochschulmarketing: Messen
- Amts-/Betriebsinterne Veranstaltungen zur Personalgewinnung
- Amtsspezifischer Input à Vorstellung auf der Karriereseite
- Online-Bereich MINT + Gesundheit auf Karriereseite
- Externe Bannerwerbung
- Social Media - Instagram
- Praktika - Hessentechnikum
- Pre-/Onboarding
Diese Personalwerbungsinstrumente können die Ämter und Betriebe eigenständig nutzen, um gezielt Personalwerbungsmaßnahmen für MINT-Berufe umzusetzen und auf dem Arbeitsmarkt sichtbar zu sein. Eine entsprechende Toolbox mit Werbematerial steht den Ämtern und Betrieben online im städtischen Intranet zur Verfügung.
Darüber hinaus betreibt das POA für die Stadt Frankfurt am Main als Arbeitgeberin allgemeines Personalmarketing. In 2024 sind zwei Imagekampagnen durchgeführt worden, die stadtweit und im Umland für die Stadt Frankfurt am Main als Arbeitgeberin geworben haben. Hierunter fielen Plakataktionen im Stadtgebiet und in U-Bahnen, Beklebungen an Bussen und einer Straßenbahn. Zudem wurde auf zehn Messen und einer Vielzahl von Schulveranstaltungen auf das breite Aufgabenangebot aufmerksam gemacht. Hinzu kamen Radiospots und digitale Out-of-Home-Maßnahmen wie zum Beispiel Werbung auf Studyflix.
Das Stadtplanungsamt beteiligt sich in vielfältiger Hinsicht an der Ausbildung im Bereich Stadtplanung.
Ein Baustein ist seit vielen Jahren die Beteiligung an der Ausbildung des städtebaulichen Referendariats, das vom Land Hessen angeboten wird. Die Referendarinnen und Referendare sind in ihrer ca. einjährigen kommunalen Praxisphase dem Stadtplanungsamt zugeteilt und schreiben im Amt ihre Vertiefungsarbeiten.
Das Referendariat bietet Absolventinnen und Absolventen eines abgeschlossenen Universitätsstudiums im Bereich Stadt- oder Raumplanung oder Landespflege/Landesarchitektur mit Vertiefung Städtebau in 24 Monaten die Möglichkeit zur Vorbereitung auf die Große Staatsprüfung und die Laufbahnbefähigung für den höheren technischen Verwaltungsdienst.
Diese Laufbahnbefähigung ermöglicht den anschließenden Einstieg im Beamtenverhältnis als Stadtplaner:in.
Des Weiteren sind im Stadtplanungsamt in unterschiedlichen Abteilungen regelmäßig Werkstudierende für den Bereich Stadtplanung beschäftigt. Die Studierenden kommen meist von der Frankfurt University of Applied Sciences und haben dort den Bachelor-Studiengang "Stadtplanung (B. Eng.)" oder den Master-Studiengang "Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen (M.Eng.)" (UMSB) gewählt.
Das Stadtvermessungsamt bietet regelmäßig Ausbildungsplätze zum:zur Vermessungstechniker:in an.
Vom Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) und von der Stadtentwässerung Frankfurt am Main (SEF) wird in eigener Zuständigkeit zudem ein duales Bachelor-Studium im Bereich Bauingenieurwesen in Kooperation mit der Hochschule Darmstadt angeboten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 20. Februar 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.