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Institute sagen, dass wir fÄỳr eine CO2-neutrale Bilanz im Jahr 2035 eine Gebäuude-Sanierungsquote von vier Prozent benöti

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Frage befasst sich mit der angestrebten Sanierungsquote städtischer Gebäude in Frankfurt, die für eine CO2-neutrale Bilanz bis 2035 erforderlich ist. Der Magistrat hat eine aktuelle Sanierungsquote von 2,2 Prozent festgestellt und strebt eine Erhöhung auf mindestens drei bis vier Prozent an, um die Klimaziele zu erreichen.

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Frage an den Magistrat

Institute sagen, dass wir für eine CO2-neutrale Bilanz im Jahr 2035 eine Gebäudesanierungsquote von vier Prozent benötigen. Die neue schwarz-grüne Koalition in der Stadt Düsseldorf hat aktuell immerhin eine Sanierungsquote von drei Prozent beschlossen. Das Land Hessen hat schon länger das Ziel ausgegeben, Gebäude mit einer Sanierungsquote von zwei Prozent fit für die Energiewende zu machen. Eine einprozentige Sanierungsquote bedeutet, es dauert 100 Jahre, bis alle Gebäude energetisch saniert wurden. Für Frankfurt stellt das IWU in Darmstadt eine Quote von circa einem Prozent fest. Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat: Welche Sanierungsquote pro Jahr für unsere städtischen Gebäude, die noch nicht im Passivhausstandard sind, wird aktuell angestrebt und wird diese erreicht?

Antwort des Magistrats

Stadtrat Jan Schneider: Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, sehr geehrter Herr Stadtverordneter Maier, meine sehr geehrten Damen und Herren! Die zu betrachtende Nettoraumfläche aller städtischen Gebäude beträgt aktuell circa zwei Millionen Quadratmeter. Eine Sanierung gemäß den Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen mit Passivhaus-Komponenten, Fotovoltaikanlagen und hocheffizienter Wärmeversorgung kostet inklusive Planung circa 2.000 Euro pro Quadratmeter. Bei einer Sanierungsquote von einem Prozent wäre also jährlich ein Aufwand von etwa 40 Millionen Euro erforderlich. Tatsächlich lagen die Instandhaltungsaufwendungen in den Jahren 2015 bis 2019 im Mittel bei etwa 87 Millionen Euro. Die tatsächliche Sanierungsquote liegt demzufolge bei circa 2,2 Prozent. Derzeit sind circa 250.000 Quadratmeter, also 12,5 Prozent des städtischen Gebäudebestandes, bereits mit Passivhaus-Komponenten ausgestattet. Es müssen also noch 87,5 Prozent saniert werden. Bei der derzeitigen Sanierungsquote würde es knapp 40 Jahre dauern, bis die Gebäude nahezu klimaneutral sind, also bis zum Jahr 2060. Nach den derzeitigen Klimaschutzbeschlüssen der Stadt Frankfurt am Main soll dieses Ziel jedoch spätestens im Jahr 2050 erreicht werden. Dazu müsste die Sanierungsquote auf 2,9 Prozent gesteigert werden. Gleichzeitig wären weitere 29 Millionen Euro pro Jahr an Sanierungsbudget sowie zusätzliche Stellen im zuständigen Amt zur Umsetzung der Maßnahmen erforderlich. Sollen die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens erreicht werden, müsste die Klimaneutralität schon deutlich vor dem Jahr 2050 erreicht werden. Um das Ziel bereits im Jahr 2040 zu erreichen, müsste die Sanierungsquote sogar auf 4,4 Prozent steigen. Dafür wären gegenüber dem Status quo weitere 87 Millionen Euro pro Jahr an Sanierungsbudget sowie noch weitere Stellen im Fachamt zur Umsetzung der Maßnahmen erforderlich. Um die Klimaziele zu erreichen, strebt der Magistrat eine Sanierungsquote von mindestens drei bis vier Prozent an. Ob diese Quote in den nächsten Jahren erreicht wird, hängt von den Haushaltsplänen sowie vom Stellenplan ab.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 21. Januar 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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