In der Magistratsvorlage zum Rechenzentrenkonzept M 44/22 wird der Magistrat dazu aufgefordert, ein generelles Konzept z
Zusammenfassung
Der Magistrat wird aufgefordert, ein Konzept zur Abwärmenutzung von Rechenzentren zu entwickeln, da der Strombedarf hoch ist und die Abwärme großes Potenzial für die Wärmeplanung in Frankfurt bietet. Die Umsetzung dieses Konzepts könnte die Effizienz der Wärmeversorgung in der Stadt erheblich steigern.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenFrage an den Magistrat
In der Magistratsvorlage zum Rechenzentrenkonzept M 44/22 wird der Magistrat dazu aufgefordert, ein generelles Konzept zur Abwärmenutzung von Rechenzentren vorzulegen. Bis jetzt liegt kein solches Konzept vor, dabei ist der Strombedarf von Rechenzentren enorm und die Abwärme birgt laut der e-think-Studie für die Wärmeplanung Frankfurts großes Potenzial. Die Betreiber*innen von Rechenzentren kritisieren die fehlende Infrastruktur für die Abnahme von Abwärme. Ein Konzept wäre daher der erste Schritt.
Ich frage den Magistrat:
Wie ist der Stand des Konzepts für die Nutzung von Abwärme von Rechenzentren?
Antwort des Magistrats
Abwärmenutzung aus Rechenzentren stellt einen wichtigen und unverzichtbaren Baustein im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung dar. Die optimale Ausschöpfung der vorhandenen und künftigen Potenziale ist entscheidend für die Wärmewende in Frankfurt.
Um die Abwärme aus Rechenzentren mit einem Temperaturniveau von circa 35 Grad Celsius nutzbar zu machen, sind Großwärmepumpen notwendig, welche die Temperatur auf das für die Fernwärmeleitung erforderliche Temperaturniveau von 80 bis 120 Grad Celsius und höher anheben. Für die Abwärmenutzung aus Rechenzentren sind dabei verschiedene technische Parameter zu beachten. Dazu zählen neben der Entfernung der Abwärmequelle zum Fernwärmenetz auch die Leitungskapazität der Netzinfrastruktur vor Ort, eine angemessene Flächenvorhaltung für die Wärmepumpe sowie die Berücksichtigung der statischen Anforderungen an diese Fläche und die Berücksichtigung der benötigten Stromkapazität für den Betrieb der Wärmepumpe vor Ort.
Schon heute nutzt Mainova Abwärme aus Rechenzentren zu Heizzwecken. Diese kann entweder für Bestandsbauten, Neubauquartiere oder für die Einspeisung in das Fernwärmenetz verwendet werden.
Für die Erstellung eines umfassenden Rechenzentrenkonzeptes wurde eine befristete Beschäftigung für 3,5 Jahre im Umfang einer halben Stelle bewilligt. Sobald die Stelle besetzt ist, wird mit der Entwicklung des Konzeptes zur Abwärmenutzung von Rechenzentren begonnen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 23. Januar 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.