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Der Winter steht vor der Tür und der Unterricht darf und soll nicht ausfallen. Professor Gottschalk erklärte im Gesundhe

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Frage bezieht sich auf die Installation von Luftfiltergeräten in Schulen, um den Unterricht während der Wintermonate aufrechtzuerhalten. Der Magistrat hat erklärt, dass Luftfiltergeräte nicht als Ersatz für regelmäßiges Lüften dienen können, jedoch in Räumen ohne ausreichende Lüftung sinnvoll sind. Die Anschaffung von CO2-Messgeräten wird ebenfalls geprüft.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Frage an den Magistrat

Der Winter steht vor der Tür und der Unterricht darf und soll nicht ausfallen. Professor Gottschalk erklärte im Gesundheitsausschuss, dass Luftreiniger unsinnig seien und die Stoßlüftung das einzige Mittel der Wahl. Da aber nicht alle Klassenzimmer in Frankfurt stoßgelüftet werden können, gibt es ein massives Problem. Die Frage der Wartung der Luftreiniger ist kein Ausschlussgrund der Nutzung, da zertifizierte Unternehmen dies übernehmen könnten. Es gebietet sich also, schnell zu handeln. Das Land Hessen stellt 100 Millionen Euro hierfür zur Verfügung. Auch die Anschaffung von CO2-Messgeräten halten viele Kommunen für sinnvoll. Ich frage: Wann wird der Magistrat umdenken und handeln, damit endlich solche Geräte in den Schulen installiert werden?

Antwort des Magistrats

Stadtrat Jan Schneider: Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, sehr geehrter Herr Stadtverordneter Schmitt, sehr geehrter Herr Förster, meine Damen und Herren! Der Magistrat hat das Thema angesichts der hohen Infektionszahlen mehrfach ausführlich erörtert. Oberstes und absolut unverzichtbares Gebot zum Infektionsschutz ist und bleibt das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sowie das konsequente Stoß- oder Querlüften der Räume alle 20 Minuten, mindestens jedoch alle 45 Minuten. Der Einsatz von Luftfiltergeräten ersetzt beides nicht. Diese Einschätzung teilen das Robert Koch-Institut, das Umweltbundesamt, die Bundesregierung, die Hessische Landesregierung und unsere städtischen Fachämter. Sie haben in der Frage darauf Bezug genommen. Der Einsatz von Luftfiltergeräten darf also nicht dazu führen, dass Lüftungsintervalle verkürzt werden oder auf das Tragen von Masken gänzlich verzichtet wird. Im Gegenteil: Wenn aufgrund von Luftfiltergeräten auf das regelmäßige Lüften verzichtet wird, kann dies zu einem falschen Sicherheitsgefühl im Raum und damit zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen. Luftfiltergeräte können nur ergänzend zum regelmäßigen Lüften der Räume eingesetzt werden, sie aber nicht ersetzen. Luftfiltergeräte sind sinnvoll und zwar vor allem dann, wenn in Räumen kein ausreichender Luftwechsel über die Fenster oder eine eingebaute Lüftungsanlage gewährleistet werden kann. Wir haben daher eine Bestandsanalyse durch das Amt für Bau und Immobilien durchführen lassen und alle Schulen, insbesondere die Unterrichtsräume, auf die Eignung für die Lüftung untersucht. Dort wo keine ausreichende Lüftung möglich ist, werden von der Stadt Frankfurt Luftfiltergeräte beschafft und den betroffenen Schulen zur Verfügung gestellt. Unerlässlich ist aber die verbindliche Sicherstellung einer fachgerechten Wartung. Dies betrifft vor allem den Austausch der Filter. Alle Filter - auch die Vorfilter - sind nach Gebrauch kontaminiert und können Virenmaterial enthalten. Beim Austausch wird Schutzkleidung empfohlen und es muss darauf geachtet werden, dass nicht das Gehäuse bzw. die Umgebung der Geräte versehentlich ebenfalls kontaminiert werden. Werden Filter nicht regelmäßig oder nicht fachgerecht ausgetauscht, kann der gegenteilige Effekt eintreten, sodass durch das Gerät die Umgebung wieder verunreinigt wird. Der Magistrat wird daher die Luftfiltergeräte inklusive Reinigungs- und Wartungsverträgen beschaffen, sodass ein fachgerechter Betrieb dauerhaft sichergestellt werden kann. Ein flächendeckender Einsatz von Luftreinigungsgeräten in den Schulen ist weder erforderlich noch wird dieser empfohlen. Auch das Land Hessen sieht mit seinem Förderprogramm einen solchen flächendeckenden Bedarf nicht. Anders ist das bei CO2-Messgeräten, sogenannten CO2-Ampeln, die durchaus eine sinnvolle Orientierungshilfe für das Lüftungsverhalten bieten. Bereits seit vielen Jahren wirbt das städtische Energiemanagement im Amt für Bau und Immobilien für diese Geräte und bietet den Schulen Leihgeräte zum Testen an. Die Anschaffung von CO2-Messgeräten für Schulen erscheint sinnvoll und wird geprüft. Es wird auch untersucht, in welcher Größenordnung dies sinnvoll und in welchem zeitlichen Rahmen dies umsetzbar ist. Das Förderprogramm des Landes hat im Übrigen ein Volumen von 10 Millionen Euro, nicht wie irrtümlich in der Frage beziffert 100 Millionen Euro, und gilt für das ganze Land Hessen. In welcher Höhe Mittel von der Stadt Frankfurt am Main abgerufen werden können, wird derzeit geprüft.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 3. Dezember 2020 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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