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Am 14. August 2020 wurde der Stadtteil Unterliederbach von Wassermassen überschwemmt, ohne dass dort Regen gefallen war.

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Renaturierung des Liederbaches und die Schaffung von Retentionsräumen sollen helfen, Überschwemmungen im Stadtteil Unterliederbach vorzubeugen. Der Magistrat steht in Kontakt mit dem Main-Taunus-Kreis und den Anliegerkommunen, um Hochwasserschutzmaßnahmen zu erörtern und eine gesicherte Finanzierung zu erreichen.

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Frage an den Magistrat

Am 14. August 2020 wurde der Stadtteil Unterliederbach von Wassermassen überschwemmt, ohne dass dort Regen gefallen war. Ursache war ein Starkregen in Bad Soden und Kelkheim, der den Liederbach über die Ufer hat treten lassen. Solchen Ereignissen ließe sich mit einer Renaturierung des Liederbaches und der Schaffung von Retentionsräumen vorbeugen. Ich frage den Magistrat, ob und mit welchem Ergebnis er mit dem Main-Taunus-Kreis und den Anliegerkommunen am Oberlauf des Liederbaches zum Schutz vor Überschwemmungen in Kontakt steht.

Antwort des Magistrats

Dem Magistrat und der Stadtentwässerung, SEF, sind die Hochwasserprobleme am Liederbach bekannt. Mit dem Abwasserverband Main-Taunus, AVMT, als Vertretung der Oberlieger gab es über die Jahre immer wieder Kontakte zur Verbesserung des Hochwasserschutzes. Die Stadt Frankfurt kann jedoch kaum Einfluss auf die Realisierung in den Nachbarkommunen nehmen. Bei neuen Bebauungsplänen in den Nachbarkommunen weist die SEF in ihren Stellungnahmen regelmäßig auf die wasserrechtlichen Vorgaben zur Regenwasserbewirtschaftung und die Vermeidung verschärfter Gewässerabflüsse hin. Die SEF hat im Jahr 2008 Stellung zu einem Hochwasserschutzkonzept des AVMT für den Liederbach und den Sulzbach genommen. Es erfolgte jedoch keine weitere Abstimmung, da die Umsetzung im Vordertaunus problematisch ist, Naturschutz, Kosten und anderes. Zuletzt erfolgte eine Kontaktaufnahme mit dem AVMT im Rahmen der Erstellung des "Hochwasser-Risikomanagementplanes, HWRMP, Sulzbach/Liederbach", der unter Federführung des Regierungspräsidiums Darmstadt erarbeitet und im Oktober 2015 vorgestellt wurde. Auf Anregung des RP Darmstadt sollten das Hessische Umweltministerium vom AVMT und der SEF gemeinsam angeschrieben werden, um eine gesicherte Finanzierung von Hochwasserschutzmaßnahmen zu erreichen. Nach dem Abstimmungsgespräch im Jahr 2015 gab es jedoch keine weiteren Aktivitäten seitens des AVMT. Auch zur Umsetzung des HWRMP gab es von Seiten des RP Darmstadt noch keine weitere Kontaktaufnahme. Nordwestlich der BAB A 66 verläuft der Liederbach durch landwirtschaftlich genutztes Gelände der Stadt Frankfurt am Main. Für diesen Bereich hat die SEF eine Unterhaltungsplanung erarbeitet. Renaturierungsmaßnahmen und die Schaffung von Retentionsraum in diesem Bereich sind ein Ziel der SEF. Flächen stehen hierfür aktuell nicht zur Verfügung. Der Liederbach wurde jedoch auf Antrag der Stadt Königstein und der SEF in das Landesprogramm "100 wilde Bäche" aufgenommen, das zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie ins Leben gerufen wurde. Über dieses Programm sollen die Verhandlungen zum Kauf der benötigten Flächen am Liederbach vorangetrieben werden. Diese Flächen könnten dann auch für Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser genutzt werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 29. Oktober 2020 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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