Die CDU Frankfurt setzt sich sehr nachdrücklich für die Übertragung des „Züricher Modells“ auf die Frankfurter Drogenhil
Zusammenfassung
Die CDU Frankfurt schlägt vor, das Züricher Modell der Drogenhilfe auf Frankfurt zu übertragen, insbesondere durch die Einführung einer Sip-Frankfurt. Ziel ist es, Sicherheit, Intervention und Prävention im öffentlichen Raum zu verbessern. Die erwarteten Kosten für die Umsetzung sind jedoch aufgrund der höheren Lebenshaltungskosten in der Schweiz nur bedingt übertragbar.
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Thema Wohnen verfolgenFrage an den Magistrat
Die CDU Frankfurt setzt sich sehr nachdrücklich für die Übertragung des "Züricher Modells" auf die Frankfurter Drogenhilfe ein. Dabei wird insbesondere an die Einführung einer Sip-Frankfurt gedacht, einer eigenen Gesellschaft, die sich mit Sicherheit, Intervention und Prävention befassen soll. Ich frage den Magistrat: Mit welchen Kosten wäre bei einer Einführung einer Sip-Frankfurt - analog dem Züricher Modell - für Frankfurt zu rechnen?
Antwort des Magistrats
Die Stadt Zürich bietet mit sip züri seit 2001 Konfliktvermittlung, Beratung und konkrete Hilfeleistung im öffentlich zugänglichen Raum an. Das Projekt sip züri steht für Sicherheit, Intervention, Prävention. Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Nutzungskonflikte schlichten, bei Streit und Lärm vermitteln, bei Littering einschreiten sowie Information und direkte Krisenintervention vor Ort bieten. Dabei trifft sip züri auch regelmäßig auf Menschen in Not, die sie an unterstützende Einrichtungen, wie zum Beispiel Notschlafstellen, Krankenhäuser oder andere Hilfeeinrichtungen vermittelt. Sip züri ist ein gesamtstädtisches Konzept, das nicht einzelne Gruppen oder nur einzelne Konfliktfelder im Fokus hat, sondern den gesamten öffentlich zugänglichen Raum. Drogenkonsumierende stellen dabei deshalb nur eine Gruppe neben anderen dar. Kosten: Im Jahr 2019 setzte sich sip züri aus drei Teams mit 60 Mitarbeitenden auf 31 Vollzeitäquivalenten zusammen. Die Gesamtkosten - Personal, Sachaufwand, Raummiete et cetera - werden für diesen Zeitraum mit CHF 4.008.500,00 angegeben, in Euro 3.749.550,90. Aufgrund der höheren Personal - und Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind die Beträge allerdings nur bedingt übertragbar. Anderseits hat Zürich mit 434 008 Einwohnenden, 2019, deutlich weniger als die Stadt Frankfurt am Main mit 753.056, 2019, was bei einem gesamtstädtischen Projekt ebenfalls berücksichtigt werden müsste.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 29. Oktober 2020 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.