Das Kinderbüro organisiert seit 1996 die „Weihnachtsaktion“. Die Aktion ist ein fester Bestandteil der Adventszeit in un
Zusammenfassung
Die Weihnachtsaktion in Frankfurt wird reformiert, um mehr Kindern die Teilnahme zu ermöglichen und die Geschenke gerechter zu verteilen. Statt individueller Wunschkarten können nun Geldspenden per QR-Code getätigt werden, was die Organisation erleichtert und die Qualität der Geschenke verbessert.
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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenFrage an den Magistrat
Das Kinderbüro organisiert seit 1996 die "Weihnachtsaktion". Die Aktion ist ein fester Bestandteil der Adventszeit in unserer Stadt und erfreut sich großer Beliebtheit. Dieses Jahr gibt es eine grundsätzliche Änderung. Statt der individuellen Wunschkarten auf denen Kinder ihren Name, Alter und ihre Wünsche notierten, kann nur noch Geld per QR-Code gespendet werden. Gerade der Einkauf der Geschenke und das liebevolle Verpacken war für viele Frankfurter die Motivation, bedürftigen Kindern eine Freude zu machen. Nun kaufen die Einrichtungen von den Spenden die Geschenke und verteilen diese. Ich frage den Magistrat: Warum wurde nicht ein Weg gewählt, der es den Schenkenden ermöglicht, wahlweise Geld zu spenden oder Geschenke zu kaufen?
Antwort des Magistrats
Die Verbesserung der Weihnachtsaktion hat vielfältige Gründe. Ziele der Verbesserung sind,
a) mehr Kindern die Teilnahme zu ermöglichen,
b) die Geschenke gerechter an die Kinder zu verteilen,
c) den Schutz der teilnehmenden Kinder zu gewährleisten und
d) mehr Bürger:innen sowie Unternehmen die Chance zu geben, einen solidarischen Beitrag zur Bekämpfung von Kinderarmut zu leisten.
Die Änderung hat vor allem den großen Vorteil, dass mehr Kinder erreicht werden können. Bisher konnte wegen der erheblichen organisatorischen Herausforderungen nur ein geringer Teil der Kinder beschenkt werden, die von Armut betroffen sind. In Frankfurt leben aber rund 46.000 Kinder in armutsbetroffenen oder armutsgefährdeten Familien.
Die teilnehmenden Kinder können sich auch nach wie vor etwas wünschen. Die beteiligten sozialen Einrichtungen besprechen im Vorfeld mit den Kindern, ob es Gruppen- oder Einzelgeschenke geben soll. Die Einrichtungen koordinieren dann die Beschaffung des Geschenks beziehungsweise der Geschenke.
In der sehr arbeitsintensiven Vorweihnachtszeit werden die Einrichtungen dadurch von dem bisher sehr straffen Zeitplan der Weihnachtsaktion entlastet, da sie nun den Rhythmus selbst steuern können.
Ebenfalls wird die Unterstützung durch die erweiterte Weihnachtsaktion gerechter: Bisher gab es oft große Qualitätsunterschiede zwischen den Geschenken. Das hat in den Einrichtungen dazu geführt, dass die Geschenke nicht mehr gemeinsam geöffnet wurden, um Frustration unter den Kindern zu vermeiden. Da die Geschenke nun in den Einrichtungen von den Fachteams besorgt werden, erhalten die Kinder ab jetzt gleichwertige Geschenke.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 5. Dezember 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.