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Lesefertigkeiten müssen als eine der zentralen Kompetenzen in der Bildungslaufbahn von Kindern und Jugendlichen mit zahl

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Kinder- und Jugendbuchausstellung "Frankfurter LeseEule" wird aufgrund von Rückmeldungen und personellen Veränderungen auf März 2025 verschoben. Dies soll den Beteiligten eine bessere Planung und Durchführung ermöglichen. Die Evaluation nach der Veranstaltung wird klären, ob eine Rückkehr zum traditionellen Termin im Dezember sinnvoll ist.

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Frage an den Magistrat

Lesefertigkeiten müssen als eine der zentralen Kompetenzen in der Bildungslaufbahn von Kindern und Jugendlichen mit zahlreichen Projekten gefördert und unterstützt werden. Die Kinder- und Jugendbuchausstellung "Frankfurter LeseEule" hat eine jahrzehntelange Tradition und bot jährlich vor Weihnachten ein besonderes Highlight für viele Kinder. Dieses Jahr findet sie, ohne Begründung, nicht wie sonst vor Weihnachten in den Römerhallen statt. Damit entfällt nicht nur eine sehr beliebte Ausstellung, sondern auch die Chance, bei den Kindern den Wunsch nach sinnvollen und bereichernden Weihnachtsgeschenken zu wecken.

Ich frage den Magistrat:

Weshalb wird die Kinder- und Jugendbuchausstellung "Frankfurter LeseEule" nicht durchgeführt?

Antwort des Magistrats

Stadträtin Elke Voitl:

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin,

sehr geehrte Stadtverordnete,

liebe Frau Stadtverordnete Fischer!

Danke für die Frage, denn sie zeigt auch, dass es Ihnen so wie mir geht und Sie ein Fan der Frankfurter LeseEule sind. Es zeigt auch, wie etabliert und beliebt die Kinder- und Jugendbuchausstellung in Frankfurt ist - zu Recht.

Der Magistrat - hier das Jugend- und Sozialamt - organisiert und finanziert seit über 60 Jahren hauptverantwortlich die Kinder- und Jugendbuchausstellung Frankfurter LeseEule und seit fast 40 Jahren das Kinderkulturprogramm Frankfurter Flöhe, ein Programm das mir ganz besonders gut gefällt, weil nämlich Theater- und Filmvorführungen in den Stadtteilen in den sozialen Einrichtungen stattfinden. Das heißt, wie bei der LeseEule kommt die Kultur auch zu den Kindern. Diese fest verankerten und bekannten Programme bieten allen Kindern und Familien kostengünstige und niedrigschwellige Kulturerlebnisse. Die Frankfurter LeseEule wird in Kooperation mit der Stadtbücherei und dem Stadtschulamt umgesetzt. Die Förderung der kulturellen Bildung und Teilhabe junger Menschen ist und bleibt für den Magistrat ein wichtiges Anliegen. Das bedeutet, die Frankfurter LeseEule wird auch weiterhin durchgeführt.

Lediglich der Durchführungszeitraum für die beliebte Kinder- und Jugendbuchausstellung wurde um wenige Monate auf März 2025 verschoben. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Wir hatten zahlreiche Rückmeldungen von Besuchenden und teilnehmenden Einrichtungen, dass insbesondere die Vorweihnachtszeit besonders gefüllt ist mit Veranstaltungen und Angeboten. Es gab den Wunsch, es tatsächlich zu verschieben. Das führt in der Vorweihnachtszeit auf Seiten der Träger zu einer erhöhten Arbeitsbelastung und auch für die Zielgruppe der Kinder, Jugendlichen und Familien zu Stress. Zum anderen gab es bei der zuständigen Stelle im Jugend- und Sozialamt eine personelle Veränderung. Die Verschiebung des Veranstaltungszeitraums ermöglicht der neuen Kollegin eine fundierte Einarbeitung. Dies schafft die Voraussetzung für eine auch zukünftig gelingende Kinder- und Jugendbuchausstellung in gewohnt hoher Qualität.

Nach der Ausstellung im März 2025 wird die Terminplanung evaluiert. Die verantwortlichen Institutionen legen dann auf Basis der Auswertung den zukünftigen Durchführungszeitraum fest.

Im Jahr 2024 fanden trotzdem zahlreiche Angebote der Leseförderung im Rahmen der LeseEule statt. Es gibt nämlich ein wichtiges und ergänzendes Begleitprogramm der LeseEule in 2024, das beinhaltet unter dem Motto "Natur" stadtweit 85 Lesungen, Workshops, Theateraufführungen und vieles mehr. Ein genauso abwechslungsreiches Programm wird aktuell für das Jahr 2025 konzipiert und geplant und ich freue mich, liebe Frau Fischer, auf Ihren Besuch im März 2025.

(Beifall)

Stadtverordnetenvorsteherin

Hilime Arslaner:

Es gibt keine weiteren Zusatzfragen. Entschuldigung, doch, von Sylvia Kunze und Sabine Fischer. Die Fragestellerin kommt zuerst dran. Bitte schön!

Stadtverordnete Sabine Fischer, CDU:

(Zusatzfrage)

Noch lieber würde ich natürlich die LeseEule im Dezember 2025 besuchen. Ich konnte Ihren Ausführungen jetzt nicht genau entnehmen, ob es nun eine dauerhafte Einrichtung wird, die LeseEule im März durchzuführen, oder man doch die Bestrebung hat, sie vielleicht wieder an einem historischen, traditionellen Ort im Dezember in der Nähe des Weihnachtsmarkts im Römer durchzuführen.

Stadträtin Elke Voitl:

(fortfahrend)

Frau Fischer, wir werden das evaluieren, denn wir nehmen solche Rückmeldungen, dass es der falsche Zeitpunkt ist, ernst. Wir werden sehen, wie es im März 2025 läuft. Wenn die Mehrheit sagt, wir brauchen das unbedingt im Dezember, dann machen wir es im Dezember. Wenn die Mehrheit sagt, der März ist wunderbar, weil es da sonst relativ langweilig ist, dann machen wir es im März. Es ist davon abhängig, was jetzt bei der Evaluation herauskommt.

(Beifall)

Stadtverordnetenvorsteherin

Hilime Arslaner:

Frau Kunze bitte!

Stadtverordnete Sylvia Kunze, SPD:

(Zusatzfrage)

Sehr geehrte Frau Stadträtin Voitl, vielen Dank erst einmal für die Klarstellung, dass die LeseEule nicht wegfällt, sondern einfach nur etwas später stattfindet. Mich würde tatsächlich das Thema Evaluation näher interessieren, weil wir natürlich grundsätzlich Leseförderung immer sehr gut und wichtig finden. Wie haben Sie denn geplant zu messen, ob die LeseEule eher im Dezember oder eher im März sinnvoll ist und gibt es denn eine quantitative Erhebung, wie viele Kinder man mit diesem Programm in den Römerhallen erreicht?

Stadträtin Elke Voitl:

(fortfahrend)

Wir werden bei der Ausstellung im März die Kinder und Familien befragen. Es kommen auch ganz viele soziale Einrichtungen mit Kindern und Jugendlichen dorthin und auch diese Einrichtungen werden wir befragen, welcher Zeitpunkt für sie der bessere ist.

(Beifall)

Aktuelle Stunde zur Frage Nr. 2820

Stadtverordnete Sabine Fischer, CDU:

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin,

liebe Kolleginnen und Kollegen!

Zufälle gibt es im Leben! Ich wundere mich darüber schon: Just nach 60 Jahren fällt den Trägern auf, dass die LeseEule vor den Weihnachtsferien oder auf dem Weihnachtsmarkt vor Weihnachten nicht so geeignet ist und es andere Events gibt, die vielleicht lieber besucht werden und just in diesem Augenblick haben wir eben auch eine dünne Personaldecke. Wenn das wirklich kein Zufall ist! Ich spreche heute über ein ganz besonderes Projekt - die LeseEule. Dieses wunderbare Programm fördert die Lesefreude bei Kindern und Jugendlichen und bringt ihnen die Welt der Bücher näher. Wie schon gesagt, die LeseEule ist nicht nur ein Symbol für das Lesen, sondern auch ein Zeichen für die Gemeinschaft. In einer Zeit, in der die digitalen Medien immer präsenter werden, ist es wichtiger denn je, die Liebe zu gedruckten Büchern zu fördern. Die LeseEule bietet Veranstaltungen, Lesungen und Workshops, die speziell auf die Bedürfnisse junger Leser abgestimmt sind und diese werden nach meiner Ansicht von den Kindergärten oder Grundschulen auch immer sehr gerne vor der Weihnachtszeit beziehungsweise in der Weihnachtszeit angenommen, weil sie da eben ein ganz besonderes Event haben. Diese Veranstaltungen fördern nicht nur die sprachliche Entwicklung, sondern auch die Fantasie und die Kreativität der Kinder. Der Raum, in dem das passiert, ist ebenso wichtig. Wir sind überzeugt: Die LeseEule gehört an Weihnachten in den Römer wie die grüne Soße zu Frankfurt.

(Beifall)

Die traditionelle Veranstaltung im Römer hat nicht nur den Vorteil der historischen Atmosphäre, sondern bietet auch ein niedrigschwelliges, kostenloses Angebot, das besonders in der Vorweihnachtszeit sehr beliebt war. Kinder konnten sich dort Bücher aussuchen, die sie vielleicht auf ihren Wunschzettel gesetzt haben. Das ist genau das, was wir als Gesellschaft fördern wollen: die Freude am Lesen. Wenn die LeseEule vor Weihnachten stattfindet, hat man auch ein Event, wo man sich etwas wünschen kann, denn im März wird es schon etwas schwierig. Für uns ist das vollkommen unverständlich, warum ein so erfolgreiches Projekt in den März verlegt werden soll. Die einzigartige Atmosphäre des Römers trägt maßgeblich zum Erfolg bei und wir befürchten, dass dieser Charme verloren geht, wenn die Veranstaltung in eine andere Jahreszeit verlegt wird. Abgesehen davon fragen wir uns, wie erreichen Sie die Eltern, die im März nicht kommen? Wie wollen Sie überhaupt die Befragung durchführen? Wen und was wollen Sie denn überhaupt fragen? Wie wird das Ganze evaluiert? Ist das nicht alles sehr aufwendig? Wir möchten, dass den Jugendlichen eine vorweihnachtliche literarische Entdeckungsreise möglich gemacht wird. Gute Traditionen sollen beibehalten werden.

Danke schön!

(Beifall)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 5. Dezember 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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