Am 27.09.2024 veranstaltete das Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam, FFGI, unter der Leitung von Professor Dr.
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt distanziert sich von der Konferenz zum Thema Judenhass, da sie im Vorfeld keine Informationen über die Veranstaltung hatte. Der Magistrat wünscht sich künftig frühzeitig über derartige Veranstaltungen informiert zu werden, um eine städtische Position entwickeln zu können.
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Thema Kultur verfolgenFrage an den Magistrat
Am 27.09.2024 veranstaltete das Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam, FFGI, unter der Leitung von Professor Dr. Susanne Schröter eine Konferenz zum Thema "Neue Dimensionen des Judenhasses." Schirmherr war der Hessische Antisemitismusbeauftragte. Dazu schrieb das Kulturdezernat an das FFGI unter anderem: "Die Veranstaltung findet zwar in städtischen Räumlichkeiten statt, die aber ohne genaue Kenntnis des morgigen Programms vermietet wurden. Auch möchten wir ausdrücklich festhalten, dass die Stadt inhaltlich in keinster Weise an der Veranstaltung beteiligt war, ist und sein wird."
Ich frage den Magistrat, warum er sich von einer Konferenz gegen Antisemitismus unter der Schirmherrschaft des Hessischen Antisemitismusbeauftragten distanziert.
Antwort des Magistrats
Sehr geehrter Herr Stadtverordneter Dr. Kochsiek!
Die zitierte Stellungnahme des Dezernats Kultur und Wissenschaft liegt darin begründet, dass wir im Vorhinein keinerlei Kenntnis von dieser Veranstaltung hatten und nur kurzfristig über Dritte erfuhren, dass eine Konferenz unter Beteiligung von Mitgliedern der Hessischen Landesregierung in einem städtischen Museum stattfindet. Wir hätten eine kurze Information vorab auch als protokollarisch zielführend und der Sache angemessen erachtet.
Eine Einschätzung der Veranstaltung war uns durch diese kurze Frist nicht möglich, somit gab es auch keine Entscheidungsgrundlage über einen etwaigen städtischen Beitrag. Da die Konferenz durch die Beteiligung einer ehemaligen Direktorin eines städtischen Museums sowie der Tagungsort im Historischen Museum in der Außenwahrnehmung aber durchaus Bezüge zur Stadt Frankfurt vermuten ließen, erachteten wir eine kurze Stellungnahme an die Veranstalter als angemessen - verbunden mit der Hoffnung, künftig frühzeitig über entsprechende Veranstaltungen informiert zu werden und die Möglichkeit der Entwicklung einer städtischen Position dazu zu erhalten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 7. November 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.