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Die amerikanische Firma CyrusOne plant ein viertes Rechenzentrum, RZ, in Frankfurt- Sossenheim. Die dortigen verkehrlich

Vorlagentyp: F
Beantwortet
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Zusammenfassung

Die Stadt Frankfurt am Main plant ein städtisches Flächenkonzept für Rechenzentren, um der steigenden Nachfrage nach Rechenzentrumsflächen gerecht zu werden. Dies ist notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Industrie zu sichern und gleichzeitig ein ausreichendes Flächenangebot für gewerblich-produzierende Betriebe zu gewährleisten.

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Frage an den Magistrat

Die amerikanische Firma CyrusOne plant ein viertes Rechenzentrum, RZ, in Frankfurt- Sossenheim. Die dortigen verkehrlichen Infrastrukturprobleme sind bekannt. Staus in der Westerbachstraße/Wilhelm-Fay-Straße sind ein örtlicher Alptraum. Interxion erweitert seinen Rechenzentrum-Campus Ostend durch den Neubau von FRA 16 in der Weismüllerstraße, Nähe Samson AG. Das First Colo RZ AOC wirbt für seinen neuen Standort Frankfurt damit, dass zwar optisch noch der Osthafen dominiere, das Dienstleistungsgewerbe aber die früheren Industriebetriebe weitgehend verdrängt habe. Die Nachfrage für RZ-Flächen ist aufgrund wachsender Datenmengen ungebrochen. Ich frage: Wann legt der Magistrat ein städtisches Flächenkonzept für Rechenzentren vor?

Antwort des Magistrats

Die Nachfrage nach Flächen für Rechenzentren hat in den letzten Jahren ungebrochen zugenommen, sodass Frankfurt am Main - besonders als Standort des weltweitgrößten Internetknotens DE-CIX - neben den Städten London, Amsterdam, Paris und Dublin zu den größten Standorten für Rechenzentren in Europa gehört. Nach Erhebungen des Magistrats waren im Jahr 2019 über 60 unternehmensunabhängige Rechenzentren in Betrieb oder im Bau. Die überwiegende Mehrheit dieser Rechenzentren fungiert als sogenannte Colocation-Rechenzentren. Sie vermieten ihre Raumflächen und stellen die Glasfaseranbindung, die sichere Stromversorgung, die Klimatisierung sowie die Zugangssicherheit zur Verfügung. Als primärer Standortfaktor gilt für Frankfurt am Main vor allem der Internetknoten DE-CIX. Für die Standortwahl der Rechenzentren sind jedoch noch weitere Faktoren von Bedeutung wie etwa Risikofreiheit der Fläche bezogen auf Erdbeben, Hochwasser, Redundanz der Glasfaseranbindung und der Stromversorgung sowie eine synchrone Datenhaltung. Die Verfügbarkeit leistungsfähiger Energie- und digitaler Infrastrukturen sowie hinreichender Rechenzentrumskapazitäten scheinen eine wichtige Grundlage für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit ortsansässiger Industrie- und Gewerbebetriebe zu sein, auch im Wettbewerb um Arbeitskräfte/Talente und innovative Betriebe. Gleichzeitig ist es jedoch erforderlich, langfristig ein quantitativ und qualitativ ausreichendes und bezahlbares Flächenangebot für gewerblich-produzierende Betriebe bereitzuhalten, die auf Industrie- oder Gewerbegebietsstandorte angewiesen sind. Derzeit untersucht der Magistrat Möglichkeiten, die Ansiedlung von Rechenzentren zu steuern und möglichst beratend zu begleiten, besonders vor dem Hintergrund der Steuerung des Gewerbeflächenverbrauches, der Flächenkonkurrenz zu anderen gewerblichen Nutzungen, der Bodenpreisentwicklung, der Energieeffizienz und der städtebaulichen Integration. Ein entsprechender Magistratsbericht befindet sich im Geschäftsgang. Darüber hinaus wird es auch Gespräche mit Vertretern/Betreibern von Rechenzentren geben.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 27. August 2020 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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