Auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung vom 21. bis 22.10.2024 in Frankfurt am Main hat die hessische Landesregierung
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt plant, sich als führendes Zentrum für Künstliche Intelligenz in Hessen zu etablieren, um die lokale Startup-Szene zu stärken. Hierfür wird eine enge Zusammenarbeit mit der hessischen Landesregierung sowie finanzielle Unterstützung und der Ausbau wissenschaftlicher Einrichtungen gefordert. Das Ziel ist es, Frankfurt als attraktiven Standort für KI-Unternehmen und Talente zu positionieren.
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Thema Wirtschaft und Tourismus verfolgenFrage an den Magistrat
Auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung vom 21. bis 22.10.2024 in Frankfurt am Main hat die hessische Landesregierung verkündet, die Rhein-Main-Region zum Vorreiter für Künstliche Intelligenz (KI)/Artificial Intelligence (AI) und Startups zu machen. Der Branchenverband Bitkom sieht jedoch noch viel Nachholbedarf in der Startup-Szene in Hessen.
Ich frage den Magistrat:
Welche Rolle soll Frankfurt aus Sicht des Magistrats in einem hessischen Cluster für Künstliche Intelligenz spielen, und welche Unterstützung benötigt die Stadt Frankfurt hierfür von der hessischen Landesregierung für die Stärkung der lokalen Startup-Szene?
Antwort des Magistrats
Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin Arslaner, sehr geehrter Herr Stadtverordneter Denkwitz, meine Damen und Herren! Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat eine klare Vision für die Rolle der Stadt innerhalb eines hessischen Clusters für Künstliche Intelligenz, KI. Frankfurt möchte sich als führendes Zentrum für KI-Innovationen in Hessen etablieren, denn KI wird ein wichtiger Innovationstreiber in der aktuellen Dekade sein. Als einer der bedeutendsten Wirtschaftsstandorte in Europa bietet Frankfurt am Main mit seinen Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstitutionen, Startups und Netzwerken eine hervorragende Basis, um als sich Innovationsdrehscheibe bei der KI-Technologieentwicklung zu positionieren und erhebliche Effekte für die positive Entwicklung der Frankfurter Wirtschaft zu bewirken. So wird zum Beispiel die Finanzindustrie zukünftig im erheblichen Maße von KI-basierten Anwendungen profitieren. Die Stärkung der Startup-Szene in Frankfurt am Main wird durch den Magistrat und durch die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH unterstützt. Der AI-Hub Frankfurt hat sich als internationaler Vorreiter für KI und Startups etabliert. Er verfolgt dabei das Ziel, dass Frankfurt und die Rhein-Main-Region sowohl bei der Entwicklung, aber auch bei der Anwendung von KI eine deutschland-/europaweite Spitzenposition einnehmen. Frankfurt will weiterhin eng mit Hochschulen und Forschungsinstituten zusammenarbeiten, um Grundlagenforschung und angewandte Forschung zu verknüpfen. Durch die Anziehung von Talenten und Kapital soll Frankfurt als ein international attraktiver Hub für KI-Unternehmen und Startups positioniert werden, damit Frankfurt am Main als KI-Standort für talentierte Fachkräfte und Gründer aus aller Welt attraktiv bleibt. Damit Frankfurt diese Rolle optimal ausfüllen kann, braucht die Stadt verstärkte Unterstützung und eine enge Zusammenarbeit mit der hessischen Landesregierung. Nachhaltige finanzielle Förderung und Anreizprogramme wären dabei besonders förderlich, ebenso der Ausbau von wissenschaftlichen Einrichtungen, die sich auf KI-Forschung spezialisiert haben. Die Landesregierung sollte Forschungsinstitute, Hochschulen und Initiativen wie den AI-Hub Frankfurt, die im Bereich KI tätig sind, finanziell unterstützen, um praxisorientierte Innovationen und KI-Anwendungen schneller zur Marktreife zu bringen und zu einer stärkeren Vernetzung von Hessen AI und der hessischen Startup-Szene auf nationaler und internationaler Ebene beitragen. Dadurch kann die hessische Landesregierung nicht nur zur Schaffung eines wettbewerbsfähigen KI-Ökosystems beitragen, sondern auch die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region stärken. Ein möglicher Ansatz könnte die Etablierung eines KI-Centers als Leuchtturmprojekt mit Flächen, Netzwerken und Finanzierungsmöglichkeiten für Startups im Bereich KI-Anwendungen sein. Dabei kann insbesondere die hohe Rechenzentrumsdichte am Standort für die Startups einen erheblichen Vorteil darstellen. Außerdem kann die Förderung von Ausbildungs- und Weiterbildungsprogrammen im Bereich Künstliche Intelligenz an Schulen, Hochschulen und Universitäten dazu beitragen, ein lokales Talentnetzwerk zu schaffen. Netzwerke und Veranstaltungen wie "FrauMachtDigital" zum Thema KI in 2023 fördern den Austausch zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Startups. Auch die Organisation und Förderung von Hackathons und KI-Wettbewerben in Frankfurt die erhöht die Sichtbarkeit der Stadt im Bereich KI. Unterstützung durch Programme wie Starke Heimat Hessen helfen bei der Entwicklung von Smart City-Projekten, bei denen bereits KI-Technologien zur Optimierung der urbanen Infrastruktur eingesetzt werden. Ebenso ist es notwendig, dass sich hessische Verwaltungen zu diesem Thema koordinierend austauschen und bei der Umsetzung von Lösungen interkommunal zusammenarbeiten. KI wird für völlig neue Anwendungen sorgen und es gilt, diese Möglichkeiten rechtskonform und wirtschaftlich zu erschließen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 7. November 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.