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Vor Kurzem erinnerten die Landesregierung und der Landtag in Hessen in einer gemeinsamen Gedenkstunde an Oskar Schindler

Vorlagentyp: F
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Zusammenfassung

Die Benennung des Bahnhofsvorplatzes nach Oskar und Emilie Schindler wird vorgeschlagen, um deren Lebenswerk und Bedeutung für die Rettung von jüdischen Menschen während des Dritten Reichs zu würdigen. Ziel ist es, die Verbindung Schindlers zu Frankfurt bekannter zu machen und eine angemessene Gedenkfeier zu organisieren.

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Thema Stadtplanung verfolgen

Frage an den Magistrat

Vor Kurzem erinnerten die Landesregierung und der Landtag in Hessen in einer gemeinsamen Gedenkstunde an Oskar Schindler. Er und seine Frau Emilie bewahrten zeitlebens mehr als 1.000 jüdische Menschen während des Dritten Reichs vor dem Tod. Der frühere Fabrikant verbrachte die letzten 17 Jahre seines Lebens in Frankfurt. In Frankfurt erinnert dennoch wenig an den "Judenretter" Oskar Schindler und sein Lebenswerk.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat:

Warum ist der Bahnhofsvorplatz bisher noch nicht nach Oskar Schindler benannt worden, und wie können wir es als Stadt erreichen, mehr Menschen Schindlers Lebenswerk über seinen letzten Wohnort in Frankfurt näherzubringen?

Antwort des Magistrats

Der Ortsbeirat 1 hat am 06.09.2022 den Beschluss OI 8 gefasst, den Platz zwischen dem Haupteingang des Hauptbahnhofs und der Straße Am Hauptbahnhof in "Emilie-und-Oskar-Schindler-Platz" zu benennen.

Das Stadtvermessungsamt hat im Anschluss alle administrativen Schritte zur Umsetzung des Beschlusses durchgeführt beziehungsweise vorbereitet.

So wurde die Benennung mit der Grundstückseigentümerin, der DB Netz AG, abgestimmt, die ihre Mieterinnen und Mieter laut Schreiben vom 05.03.2024 über die bevorstehende Umbenennung und Neuadressierung informieren würde.

Die Bekanntmachung des Beschlusses über die Benennung des Bahnhofvorplatzes im Amtsblatt für die Stadt Frankfurt am Main wurde vorbereitet, jedoch deren Veröffentlichung bis zu der vom Ortsbeirat 1 geplanten Enthüllungsfeier vorerst zurückgestellt.

Die Straßennamenschilder und die beiden Zusatzschilder liegen zur Montage durch das Amt für Straßenbau und Erschließung bereit.

Der Magistrat befürwortet und unterstützt die Benennung des Bahnhofsvorplatzes nach Oskar und Emilie Schindler ausdrücklich und hat den Prozess unter anderem mit einer Diskussionsveranstaltung mit dem zuständigen Ortsbeirat und Professor Dr. Dr. Michel Friedman begleitet.

Die Verbindung Oskar Schindlers mit Frankfurt ist öffentlich kaum bekannt, die bestehende Gedenktafel ist daher wichtig, aber hinsichtlich der Sichtbarkeit aus Sicht des Magistrats nicht ausreichend.

Das Jüdische Museum in Frankfurt hat die Bedeutung beider Schindlers für die Rettung von über 1.200 Jüdinnen und Juden bereits 2003 erkannt, als es sein "Oskar und Emilie Schindler Lernzentrum" eröffnete.

Emilie Schindler wurde ebenso wie ihr Mann als "Gerechte unter den Völkern" ausgezeichnet, mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt und war in der jüngeren Vergangenheit Mittelpunkt mehrerer Ausstellungen.

Sobald der zeitliche Ablauf feststeht, wird sich der Magistrat gerne an der Organisation einer würdigen Benennungszeremonie beteiligen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 7. November 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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