Der börsennotierte Wohnungskonzern Vonovia will zum Abbau von Schulden einen Teil seiner Immobilien veräußern. 2022 künd
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt verhandelt mit der Vonovia über den möglichen Ankauf von Wohnungen, um den Wohnungsbestand zu erweitern. Bisher wurden jedoch keine Käufe getätigt, da die Preisvorstellungen und die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit noch geprüft werden müssen. Das Ziel ist es, geeignete Immobilien zu erwerben, um den Wohnungsbedarf in Frankfurt zu decken.
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Thema Wohnen verfolgenFrage an den Magistrat
Der börsennotierte Wohnungskonzern Vonovia will zum Abbau von Schulden einen Teil seiner Immobilien veräußern. 2022 kündigte das Unternehmen an, sich von knapp 60.000 Wohnungen trennen zu wollen. Am 01.08.2024 teilte Vonovia mit, dass sie in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet insgesamt 1.970 Wohnungen verkauft hat. Bislang ist unklar, an wen.
Ich frage den Magistrat:
Wer sind die Käufer*innen der Immobilien in Frankfurt, und ist die Stadt Frankfurt in Verhandlung mit der Vonovia über mögliche Wohnungsankäufe?
Antwort des Magistrats
Stadtrat Prof. Dr. Marcus Gwechenberger:
Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin,
sehr geehrter Herr Stadtverordneter Yilmaz!
Die Vonovia ist Eigentümerin mehrerer städtischer Erbbaurechte, die meisten davon liegen in der Bizonalen Siedlung in Griesheim. Die Reihenhäuser dort werden seit Jahren nach und nach beim Auszug der Mieter:innen an Privatpersonen veräußert. Die Vertragspartner:innen der von der Vonovia am 01.08.2024 benannten Verkäufe sind dem Magistrat nicht bekannt. Die Stadt Frankfurt hat bisher keine Wohnungen von der Vonovia erworben. Der Magistrat befindet sich jedoch in Gesprächen mit der Vonovia über potenzielle Wohnungsverkäufe im Frankfurter Stadtgebiet. Angedacht ist in diesem Rahmen ein Ankauf über die ABG Frankfurt Holding GmbH oder die Nassauische Heimstätte. Bisher konnten jedoch keine Wohnungen erworben werden, das Ergebnis der Gespräche ist offen.
Stadtverordnetenvorsteherin
Hilime Arslaner:
Herr Yilmaz hat eine Zusatzfrage. Bitte schön!
Stadtverordneter Eyup Yilmaz, Linke:
(Zusatzfrage)
Nassauische Heimstätte und ABG Holding, da verkaufen Sie aus dem eigenen Bestand Wohnungen. Wie können Sie überzeugt werden, dass Sie auch Wohnungen aus dem Bestand der Vonovia kaufen?
Stadtrat Prof. Dr. Marcus Gwechenberger:
(fortfahrend)
Wir haben mit der Vonovia Gespräche geführt, haben uns die Liste der Liegenschaften zusenden lassen, die potenziell in Frankfurt zum Verkauf stehen. Wir haben das Ganze kartografisch ausgewertet und sind momentan mit ABG und der Nassauischen Heimstätte in der Prüfung, ob eben möglicherweise Bestände davon gekauft werden können. Das hängt natürlich auch stark davon ab, wie die Preisvorstellungen der Vonovia sind, ob das wirtschaftlich sinnvoll ist oder ob die Mittel, die wir bei der ABG und der Nassauischen Heimstätte haben, an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt sind. Wir prüfen das ergebnisoffen und sind da im Austausch. Aber ich habe momentan noch kein Ergebnis vorliegen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 7. November 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.