In den letzten Jahren hat sich die Nilganspopulation trotz wenig erfolgreichen Gegenmaßnahmen zur Plage entwickelt. Jetz
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Zusammenfassung
Der Magistrat plant Maßnahmen zur Reduzierung der Nilganspopulation in Frankfurt, um die Bevölkerung vor Aggressionen durch diese Tiere zu schützen. Dazu gehören Monitoring und gezielte Lenkungsmaßnahmen, die bereits zu einem Rückgang der Population geführt haben. Ziel ist es, die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und die Nilganspopulation nachhaltig zu steuern.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenFrage an den Magistrat
In den letzten Jahren hat sich die Nilganspopulation trotz wenig erfolgreichen Gegenmaßnahmen zur Plage entwickelt. Jetzt kommt noch Aggression hinzu. Eine ältere Dame wurde am 19.04.2020 auf dem Fußweg im Rechneigraben von einem Nilganserpel derart attackiert, dass sie stürzte und - wie sich später herausstellte - sich die rechte Schulter brach. Ein hinzu eilender Passant verjagte den Erpel und half ihr wieder auf die Beine. Ohne diese Hilfe hätte die ältere Dame nur schwer wieder aufstehen können und der Erpel wohl noch Schlimmeres angerichtet. Ich frage den Magistrat: Welche Vorkehrungen wird der Magistrat in diesem Jahr gegen die Nilgansplage ergreifen, und wie wird er die Bevölkerung vor solchen Attacken schützen?
Antwort des Magistrats
Dem Magistrat ist bekannt, dass es in den Frankfurter Grünanlagen und am Mainufer immer wieder Beschwerden über die als störend und aggressiv wahrgenommenen Nilgänse gibt. Ein genereller Zuwachs der Nilganspopulation ist dem Magistrat indes nicht bekannt. Seit 2018 führt die Stadt Frankfurt gemeinsam mit dem Land Hessen und der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland ein Monitoring der Gänse-Population im Frankfurter Ostpark durch. Flankiert wird das Monitoring durch eine Reihe von Lenkungsmaßnahmen. Erste Ergebnisse dieser Studie haben einen Rückgang der Population zwischen 2018 und 2019 gezeigt. So verminderte sich dort der Spitzenwert aus dem Jahr 2018 in den Monaten Mai bis Juli um 56 Prozent. Das Projekt wird in diesem Jahr mit weiteren Maßnahmen - unter anderem Intervallmahd, Einsäen des Wildkrauts Portulak an ausgewiesen Flächen - fortgeführt. Eine Übertragung dieser Maßnahmen auch an anderen Stellen in Frankfurt ist nicht ausgeschlossen. Der Magistrat weist nichtsdestoweniger daraufhin, dass der Unteren Naturschutzbehörde keine Erkenntnisse über eine generelle Bedrohungslage der Bevölkerung durch Nilgänse vorliegen. Daher kann nur allgemein empfohlen werden, Wildtiere in städtischen Grünanlagen nicht zu füttern und insbesondere zu Jungen führenden Gänsen oder Schwänen einen angemessenen Abstand zu halten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 27. Mai 2020 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.