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Das Angebot an Ausbildungsstellen hat sich im Ausbildungsjahr 2019 nach Steigerungen in den Vorjahren verringert. Die La

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Stadt Frankfurt am Main plant, trotz der Herausforderungen durch die Corona-Krise, die Ausbildungsquoten für das Einstellungsjahr 2020 beizubehalten. Dies soll dazu beitragen, den Fachkräftemangel zu bekämpfen und die Zukunftsfähigkeit der Stadtverwaltung zu sichern. Die Maßnahmen umfassen unter anderem die Unterstützung von Betrieben bei der Einstellung von Auszubildenden und die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Frage an den Magistrat

Das Angebot an Ausbildungsstellen hat sich im Ausbildungsjahr 2019 nach Steigerungen in den Vorjahren verringert. Die Lage habe sich infolge der Corona-Krise und des Lockdowns verschärft. Medienberichte sprechen von einem erschreckenden Rückgang des Lehrstellenangebots und aufgelösten Ausbildungsverträgen, insbesondere im Handwerk, der Industrie und im Handel. Das Bündnis Ausbildung Hessen hat Anfang Mai an die Betriebe appelliert und Unterstützung angeboten. Ich frage daher den Magistrat: Wie sieht die Situation auf dem Ausbildungsmarkt bezüglich offener und besetzter Ausbildungsplätze aktuell in Frankfurt aus, und welche Maßnahmen hat der Magistrat ergriffen, um die Betriebe zu unterstützen?

Antwort des Magistrats

Durch die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-Pandemie sind folgende Schwierigkeiten bei der Ausbildung entstanden: - Prüfungen wurden verschoben; - Berufsschulen waren geschlossen, öffnen nun, Schritt für Schritt; - Betriebe in Kurzarbeit haben eingeschränkte Präsenzzeiten, die davon betroffenen Auszubildenden ein stark gekürztes Entgelt und müssen dies mit Ersparnissen ausgleichen; - bestimmte Berufe/Gewerke durften (zumindest für einige Zeit) aus verschärften Hygienegründen bestimmte Tätigkeiten gar nicht mehr ausüben (z.B. Köche durften nicht an ihrer Ausbildungsstelle oder in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten nicht kochen, haben daher keine Vorbereitungsmöglichkeit für den Prüfungsbereich "Warmküche"), - Neue Ausbildungsstellen werden zurzeit weniger von den Betrieben angeboten, weil viele Unternehmen unsicher sind im Hinblick auf die weitere Entwicklung. Der Frankfurter Krisenstab, der per Videokonferenz seit Mitte März unter der Leitung des Wirtschaftsdezernenten regelmäßig tagt, verschaffte sich zum Thema Ausbildung in der Sondersitzung am 24. April ein konkretes Bild über die aktuelle Situation. Im Bereich Ausbildung bei der IHK muss ein Rückgang neu unterschriebener Ausbildungsverträge von 19 Prozent verzeichnet werden. Der Zuwachs von 454 Ausbildungsplätzen im Vergleich zu April 2019 beläuft sich aktuell auf noch 1593 Angebote für freie Ausbildungsplätze. Die Begründung für diese Situation führt die Expertin der IHK darauf zurück, dass seit März keine Bewerbergespräche geführt werden konnten. Wenn die gesundheitliche Situation dies zulässt, werden diese bis zum Start der Ausbildung im September beziehungsweise Oktober nachgeholt. Auch wird rechtzeitig zum Herbst wieder darauf hingewiesen, dass nach dem 01.09. oder 15.09. Ausbildungsverträge eingegangen werden können und später mit der Berufsschule gestartet werden kann. Im Bereich der Handwerkskammer Frankfurt RheinMain wurde noch keinen Rückgang der Ausbildungsverträge beim Handwerk festgestellt. Grund hierfür wird sein, dass der Ausbildungsbeginn beim Handwerk später startet. Der Re-Start der Berufsschulen konnte für Ende April - ergänzt durch digitalen Unterricht und auch wieder mit den Klassen des letzten Ausbildungsjahres - fixiert werden. Um Ausbildungsplatzsuchende, die im Bezug von SGB II sind, eine Perspektive zu bieten, zahlt das Jobcenter Betrieben, die sich aktuell schwertun, Auszubildende einzustellen, die Wiederauflage der Ausbildungsprämie, die zudem auf 10.000 Euro aufgestockt wurde. Im vergangenen Jahr wurden 59 Förderanträge gestellt, Mitte April 2020 lagen dem Jobcenter 788 Kundinnen und Kunden mit Ausbildungsstellengesuch vor. Besondere Probleme den Ausbildungsplan einzuhalten, werden aus den Kleinstbetrieben gemeldet. Es gibt zudem Unsicherheit, ob die Berufsschulen die Zwischenprüfungen abnehmen können. Gerade im Hinblick auf den Schwerpunkt, den E-learning jetzt bei der Ausbildung einnimmt, wird es schwierig für diejenigen, die nicht mit entsprechender Technik ausgestattet sind. Auszubildende im Gesundheitsbereich beklagen zudem, dass es Probleme mit der fehlenden Schutzkleidung gibt. Die Agentur für Arbeit berät eine Vielzahl von Unternehmen, um beim Ausbildungsbeginn zu unterstützen. Die IHK bietet an, sich jederzeit um Probleme mit Prüfungen zu kümmern. Der Krisenstab appelliert an alle Unternehmen und Betriebe, sich für die Ausbildung zu engagieren Die Anzahl von Ausbildungsplätzen soll nicht reduziert werden und bestehende Ausbildungsverhältnisse nicht abgebrochen werden. Alle arbeiten mit, um zu unterstützen und ein Zeichen für Hoffnung und Zuversicht zu geben. Auszubildende und Facharbeitskräfte braucht der Wirtschaftsstandort gerade auch in Zukunft. Die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH steht in ständigem Austausch mit Frankfurter Unternehmen und kennt deren Herausforderungen. Somit ist gewährleistet, dass der sehr breit und komplex aufgestellten Frankfurter Wirtschaft möglichst schnell und unkompliziert geholfen wird. Im Hinblick auf die stadtinterne Ausbildungssituation bleibt festzustellen, dass der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main Magistratsbeschluss Nr. 810 vom 16.08.2019 die Ausbildungsquoten für die zentral und fachspezifisch auszubildenden Berufsbilder für das Einstellungsjahr 2020 festgelegt hat. Die Quote der für die Ämter und Betriebe zentral ausgebildeten und finanzierten Berufe orientiert sich am voraussichtlichen Bedarf und beträgt 210 Ausbildungsplätze. Für die fachspezifische Ausbildung in den Ämtern und Betrieben hat der Magistrat die Bereitstellung von 36 Ausbildungsplätzen beschlossen. Zudem stehen im Bereich der Branddirektion - feuerwehrtechnischer Dienst, Notfallsanitäterinnen/Notfallsanitäter, Werkfeuerwehrfrau/ Werkfeuerwehrmann - und Kita Frankfurt - Erzieherinnen/Erzieher - weitere 129 Plätze für die Einstellung von Nachwuchskräften zur Verfügung. Mit den somit 375 Ausbildungsmöglichkeiten hält die Stadt Frankfurt am Main an der festgelegten Ausbildungsquote trotz der Corona-Krise fest. Eine Reduzierung der Ausbildungszahlen für das Einstellungsjahr 2020 ist nicht vorgesehen. Für die Stadt Frankfurt am Main ist die Ausbildung von Nachwuchskräften eine wichtige Investition in die Zukunftsfähigkeit und die Zukunftssicherung der Stadtverwaltung. Dies insbesondere auch im Hinblick darauf, dem fortschreitenden demografischen Wandel und dem zunehmenden Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. Letztlich will die Stadt Frankfurt am Main mit der Beibehaltung der beschlossenen Ausbildungsquoten ihrer Aufgabe als soziale Arbeitgeberin gerecht werden und einen Beitrag zur städtischen Daseinsvorsorge und dem Ausbildungsangebot auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt leisten.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 27. Mai 2020 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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