Mit einer sogenannten Umweltprämie möchte die Stadt Autofahrer zum Umstieg auf den ÖPNV locken. Wer sein Auto abmeldet,
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt am Main plant eine Umweltprämie, um Autofahrer zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen. Im Gegenzug für die Abmeldung ihres Autos erhalten die Bürger ein 49-Euro-Ticket. Es bestehen jedoch Bedenken hinsichtlich möglichem Missbrauch dieser Prämie, insbesondere bei nicht verheirateten Paaren und Familien mit unterschiedlichen Nachnamen.
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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgenFrage an den Magistrat
Mit einer sogenannten Umweltprämie möchte die Stadt Autofahrer zum Umstieg auf den ÖPNV locken. Wer sein Auto abmeldet, erhält im Gegenzug ein 49-Euro-Ticket. Was insbesondere für den innerstädtischen Bereich attraktiv klingt, öffnet jedoch auch etwaigem Missbrauch Tür und Tor. Insbesondere bei nicht verheirateten Paaren oder bei Familien mit unterschiedlichen Nachnamen und Wohngemeinschaften könnte es zu Tricksereien führen.
Ich frage den Magistrat:
Inwiefern teilt der Magistrat die Bedenken, dass diese Prämie ausgenutzt wird, ohne den eigentlichen Nutzen zu erzielen, und wie genau möchte er einen Missbrauch der Prämie verhindern?
Antwort des Magistrats
Die prämienbeziehenden Personen bestätigen bei Antragstellung per Unterschrift, dass sie ihr Auto nicht innerhalb ihres eigenen Haushalts verkauft oder verschenkt haben und weisen die Abmeldung durch den Auszug aus dem Zentralen Fahrzeugregister nach. Sie können jederzeit erneut aufgefordert werden, einen aktuellen Auszug aus dem Zentralen Fahrzeugregister einzureichen.
Darüber hinaus sind auch beim Verschenken eines Autos, beispielsweise wie oben beschrieben an Familienangehörige mit unterschiedlichem Nachnamen oder innerhalb einer Wohngemeinschaft, eine gebührenpflichtige Ummeldung bei der Zulassungsbehörde und Änderungen bei der KFZ-Versicherung notwendig. Höhere Versicherungskosten durch unterschiedliche Schadensfreiheitsklassen und Schenkungssteuer können dadurch anfallen. Dies reduziert die Attraktivität dieser Betrugsmöglichkeit.
Zudem werden stichprobenhafte Missbrauchsprüfungen durchgeführt, bei der prämienbeziehende Personen aufgefordert werden, den Verzicht auf ein Auto während des Prämienbezugs nachzuweisen. Dazu muss erneut ein Auszug aus dem Zentralen Fahrzeugregister eingereicht werden, aus dem hervorgeht, dass seit Antragstellung kein neues Auto angemeldet wurde.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 4. Juli 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.