Im Mai 2023 legte der Magistrat mit jahrelanger Verspätung die Neuauflage des zuletzt 2015 erschienenen Integrations- un
Zusammenfassung
Der Magistrat plant, auf Grundlage des Integrations- und Diversitätsberichts konkrete Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, um die Wirksamkeit städtischer Integrationsangebote zu erhöhen. Die Veröffentlichung dieser Empfehlungen verzögert sich jedoch, und es wird ein Ergebnis bis Ende 2024/Anfang 2025 erwartet.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenFrage an den Magistrat
Im Mai 2023 legte der Magistrat mit jahrelanger Verspätung die Neuauflage des zuletzt 2015 erschienenen Integrations- und Diversitätsberichts vor. Inhalt war die Entwicklung in Frankfurt hinsichtlich Diversität, Antidiskriminierung und Zusammenhalt in den Jahren 2015 bis 2019. Laut Bericht B 205/23 kündigte der Magistrat an, auf Grundlage des Berichts in Zusammenarbeit mit den Fachämtern Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, um die Wirksamkeit städtischer Integrationsangebote zu erhöhen. Seitdem ist jedoch nichts passiert.
Daher frage ich den Magistrat:
Wann genau werden die angekündigten Handlungsempfehlungen veröffentlicht, und welche Gründe gibt es für die nun schon seit einem Jahr andauernde Verzögerung?
Antwort des Magistrats
Das Frankfurter Integrations- und Diversitätskonzept, 2010, formuliert als politische Querschnittsaufgabe "eine strategisch orientierte und vernetzte kommunale Integrationspolitik mit mehr Verbindlichkeit, Kohärenz und Systematik der Arbeit und Zusammenarbeit". Die Beschlusslage der Stadtverordnetenversammlung umfasst Handlungslinien für Projektgruppen und Berichterstattung mit der Absicht einer operativen Ausarbeitung und künftigen Umsetzungsberichterstattung. Diese Aufgabe gilt es weiterhin anzugehen. Der 2023 zum zweiten Mal vorgelegte Integrations- und Diversitätsbericht beschreibt rund 600 städtische Maßnahmen und setzt diese in Relation zur lokalen Situation, überregionalen Entwicklungen und relevanten Forschungen sowie zu den Zielbereichen des Integrations- und Diversitätskonzepts. Daraus ergibt sich ein beachtlicher Aktionsradius mit vielen einzelnen Ansätzen. Auf der Grundlage von Ergebnissen der Berichterstattung werden aktuell in Kooperation mit den jeweiligen Fachämtern konkrete Prioritäten identifiziert und gezielte Maßnahmen entwickelt. Hierzu werden konkrete Gespräche anhand eines Fragebogens mit einzelnen Ämtern durchgeführt und ausgewertet.
Mit der Herausgabe des über 300-seitigen Integrations- und Diversitätsberichtes wurde in Zusammenarbeit mit verschiedensten Dezernaten und Ämtern ein Prozess gestartet zur Erarbeitung von konkreten Handlungsempfehlungen in mehr als zehn Arbeitsfeldern, um die Situation in der Stadt in verschiedensten Bereichen, zum Beispiel Sprachförderung, zu verbessern.
Das Dezernat für Diversität, Antidiskriminierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt ist gemeinsam mit dem AmkA in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Dezernaten und Ämtern, um konkrete Handlungsfelder zu erarbeiten, die sich aus dem Diversitätsbericht ergeben haben. So wird angestrebt in drei größeren Pilotprojekten Handlungsempfehlungen beispielhaft umzusetzen sowie in zehn weiteren Handlungsfeldern des Diversitätsberichtes in Absprachen mit den jeweiligen Ämtern und Dezernaten zu gemeinsamen Handlungsempfehlungen zu kommen. Der Prozess hierzu ist noch nicht abgeschlossen, mit einem Ergebnis ist voraussichtlich bis Ende 2024/Anfang 2025 zu rechnen. Wie im Diversitätsausschuss berichtet und der Presse zu entnehmen war, werden wir noch in diesem Jahr das "Frankfurt Welcome & Information Center" eröffnen, eine enge Zusammenarbeit zweier Dezernate, die im Zusammenhang mit den Ergebnissen des Diversitätsberichtes steht.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 4. Juli 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.