Laut Aussagen der zuständigen Dezernentin in der Presse und im Ausschuss für Soziales und Gesundheit wird das städtische
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt am Main plant die Einführung von Lebensweltkarten, um das städtische Sozialmonitoring zu ergänzen und zu optimieren. Diese Karten sollen der Öffentlichkeit zur Frankfurter Armutskonferenz am 21.09.2024 präsentiert werden und als digitales Tool dauerhaft aktualisiert werden. Ziel ist es, die soziale Situation in Frankfurt umfassender zu erfassen und Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut zu entwickeln.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenFrage an den Magistrat
Laut Aussagen der zuständigen Dezernentin in der Presse und im Ausschuss für Soziales und Gesundheit wird das städtische Sozialmonitoring derzeit um sogenannte Lebensweltkarten ergänzt und weiterentwickelt.
Ich frage den Magistrat:
Wann werden die sogenannten Lebensweltkarten der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, und handelt es sich hierbei um ein dauerhaftes, digitales Tool, das in Zukunft auch unterjährig aktualisiert wird?
Antwort des Magistrats
Das Jugend- und Sozialamt erstellt in regelmäßigen Abständen den Bericht "Monitoring zur sozialen Segregation und Benachteiligung". In dieser Arbeit werden fundiert und umfangreich Daten zur sozialen Situation erfasst, dargestellt und interpretiert. Das Monitoring ist eine wichtige Grundlage für die Einschätzung sozialer Entwicklungen, daraus resultierender Handlungsnotwendigkeiten und die Entwicklung von Maßnahmen. Im Rahmen des neu gegründeten Bündnisses gegen Kinderarmut wurden als ergänzendes Instrument zur Erfassung von Armut die sogenannten Lebenslagenkarten entwickelt. Ein wichtiger Faktor ist hier die dezernatsübergreifende Zusammenarbeit, so dass die sozialen Daten um Daten aus weiteren relevanten Dezernatsbereichen ergänzt und in Zusammenhang gesetzt werden können.
Als Lebenslage wird demnach die Gesamtheit aller äußeren Bedingungen bezeichnet, die das Leben eines Menschen beeinflussen. Dazu zählen zentrale Lebensbereiche wie Ernährung, Wohnung, Bildung, Gesundheit, Freizeitgestaltung und soziale Netzwerke. Mit diesem Lebenslagenansatz gelingt es Armut in seiner Komplexität und mit seinen verschiedenen Dimensionen besser zu erfassen und ganzheitlicher zu betrachten.
Neben Expert:innen-Interviews und Fokusgruppen-Gesprächen mit Jugendlichen sind die Lebenslagenkarten eine zentrale Informationsquelle und wichtige Arbeitsgrundlage im Prozess zur Bekämpfung und Prävention von Armut. Ämterübergreifend werden relevante Daten zu den verschiedenen Themenbereichen - Bevölkerung, Arbeit und Wirtschaft, Soziales, Bauen und Wohnen, Bildung - zusammengebracht, zu einem Index verrechnet und auf einer Stadtkarte visualisiert. Dies stellt eine Erweiterung des bisherigen Index "sozialer Benachteiligung" dar.
Derzeit befinden sich die Lebenslagenkarten noch im Entwicklungsprozess. Vorgesehen ist, sie zur Frankfurter Armutskonferenz, die durch das Jugend- und Sozialamt am 21.09.2024 ausgerichtet wird, der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Das Monitoring zur Sozialen Segregation und Benachteiligung wird voraussichtlich zum Ende des Jahres 2024 erneut erscheinen. Die Lebenslagenkarten werden im laufenden Prozess noch weiter optimiert und evaluiert. Sollten sie sich bewähren, werden sie perspektivisch in der bestehenden Monitoring-Systematik ergänzt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 4. Juli 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.