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Eintracht Frankfurt und die Schüttler Waske Tennis-University interessieren sich gleichermaßen für eine Ansiedlung auf d

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Frage vom 11.11.2016, F 252 Eintracht Frankfurt und die Schüttler Waske Tennis-University interessieren sich gleichermaßen für eine Ansiedlung auf dem Gelände rund um die Commerzbank- Arena. Der Sportdezernent wurde vor Kurzem in einer großen Boulevardzeitung mit den Worten zitiert, "Eintracht werde an Waske nicht scheitern".

Ich frage den Magistrat: Wie ist vor dem Hintergrund der oben zitierten Äußerung sichergestellt, dass die Prüfung zur Nutzung des Stadionareals ergebnisoffen erfolgt und dabei die Interessen beider Institutionen gleichrangig berücksichtigt werden?

Antwort des Magistrats: Stadtrat Markus Frank: Herr Vorsteher, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Frau Tafel-Stein! Vielen Dank, dass Sie mir die Möglichkeit geben, meine Bemühungen darzulegen, dass wir im Sportdreieck an der Commerzbank-Arena dafür sorgen wollen, so viel Sport wie möglich in unserer Stadt zu halten. Tatsächlich ist es so, dass unsere alte Tennishalle an der Commerzbank-Arena in die Jahre gekommen ist. Die Zeiten von Boris Becker und Steffi Graf sind vorbei und daher spielen auch nicht mehr ganz so viele Menschen in unserer Stadt Tennis, wie das vor vielen Jahren noch üblich war. Wir haben auch versucht, Turniere in dieser Halle ausrichten zu lassen. Leider sind all diese Bemühungen an den hohen Investitionskosten, die dort getätigt werden müssen, gescheitert. Nun ist es so, dass wir verschiedene Interessenten für diese Fläche an der Commerzbank-Arena haben, einmal unsere Eintracht Frankfurt, die insbesondere in den letzten Wochen einen wunderbaren Aufschwung genommen hat, aber darüber hinaus auch weitere Investoren, wie zum Beispiel Herr Waske, also die Tennisschule aus Offenbach. Ich sage das hier völlig diskriminierungsfrei. Das ist klar. Meine Aufgabe als Sportdezernent ist es natürlich zu überprüfen, wie viel Sport wir in dieses Dreieck hineinpacken können. Deshalb habe ich Albert Speer und unsere FAAG-Technik gebeten, sich das gesamte Gelände anzuschauen, im Hinblick darauf, welche Flächen wir haben und welche Flächen wir aktivieren können, mit dem Ziel, so viel Sport wie möglich an dieser Stelle unterzubringen. Sie sehen also, der Magistrat ist bemüht, ergebnisoffen, transparent und diskriminierungsfrei die Flächen zu untersuchen und dafür zu sorgen, dass wir so viel Sport dort unterbringen können. Ich rechne damit, dass in den nächsten Wochen diese Expertise vorliegen wird, dann wird der Aufsichtsrat eine gute Entscheidung fällen. Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler: Die erste Zusatzfrage kommt von Frau Tafel-Stein. Bitte schön! Stadtverordnete Elke Tafel-Stein, FDP: (Zusatzfrage) Ich bin sicher, dass Sie im Magistrat gänzlich diskriminierungsfrei arbeiten. Daher meine Frage: Sind Sie denn auf die Tennisakademie persönlich zugegangen? Gab es denn Kontakte? Wurde denn abgefragt, wie die Bedürfnisse der Tennisakademie eigentlich sind? Stadtrat Markus Frank: (fortfahrend) Selbstverständlich.

(Zurufe) Ob die Tennisakademie das weiß, liebe Frau Tafel-Stein, müssen Sie die schon fragen. Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler: Die Tennisakademie antwortet aber hier nicht am Mikrofon für den Magistrat. Herr Frank, so schnell kommen Sie hier nicht weg. Die zweite Zusatzfrage kommt von Herrn Siefert. Bitte schön! Stadtverordneter Wolfgang Siefert, GRÜNE: (Zusatzfrage) Es freut uns alle, dass es der Eintracht besser geht. Hoffentlich hält es auch ein bisschen an. Mit dem Tennissport geht es auch wieder bergauf. Frau Kerber ist im Moment gerade ganz vorne dabei, auch wenn sie noch kein Turnier in Frankfurt organisiert hat. Meine Frage: Auf dem Areal ist auch das leider nicht so schöne Stadionhotel immer noch vakant. Ist das bei Ihren Überlegungen mit dabei? Stadtrat Markus Frank: (fortfahrend) Wir waren im Sommer unterwegs. Ich war selbst dabei, weil ich ein großes Interesse daran habe, dass wir die Fläche so klug wie möglich nutzen. Wir haben uns das Stadionhotel angeschaut. Die Idee war natürlich auch, die Flächen so zu nutzen, dass das Stadionhotel mit genutzt werden kann. Es gibt für das Stadionhotel aktuell auch weitreichende und gute Ideen. Deshalb haben wir überlegt, dass wir Spezialisten beauftragen, um zu schauen, dass wir - wenn möglich - all diese verschiedenen Dinge dort unterbringen können. Die Hoffnung ist, dass wir im Dezember dann auch eine Antwort dahin gehend geben können, dass dieses denkmalgeschützte Gebäude wieder revitalisiert wird und wieder einer guten Nutzung zugeführt werden kann. Darum kümmern wir uns auch.

(Beifall) Aktuelle Stunde zur Frage Nr. 252 Stadtverordnete Elke Tafel-Stein, FDP: Meine Damen und Herren! Ich finde es zunehmend merkwürdig, was der Sportdezernent in dieser Stadt treibt, und ich glaube zunehmend, dass der Planungsdezernent dem Einhalt gebieten sollte. Muss ich denn erst daran erinnern, dass Frankfurt eine Sportstadt ist? Zur Sportstadt gehört natürlich der Fußball dazu, aber eben nicht nur der Fußball.

(Beifall) Ihre Aufgabe, Herr Dezernent, ist es, dafür zu sorgen, dass eine Vielfalt an Sportarten eine Heimat in Frankfurt hat, der Breitensport sowie der Hochleistungssport. Ich wäre stolz und dankbar, wenn wir unserer Frankfurter Sportbilanz den Hochleistungssport Tennis auf Weltniveau hinzufügen würden. Ich bin ein bisschen enttäuscht über Ihre Aussage, weil Sie offensichtlich die Entwicklung, die sich jetzt um Angelique Kerber darstellt, völlig ausblenden. Seit mittlerweile fünf Jahren zeigt die Tennisakademie aus Offenbach ein reges Interesse, ihren Standort nach Frankfurt auf die heutige Tennisanlage zu verlagern. Leider hält die Stadt die Vertreter mit fadenscheinigen Argumenten hin. Es werden vonseiten der Stadt keine transparenten Verhandlungen geführt. Wie ich eben auch noch einmal erfragt habe, ist es offensichtlich bis heute so. Dass dies so ist, verstärkt der Sportdezernent noch mit Äußerungen wie: "Die Eintracht wird an Waske nicht scheitern". Meine Damen und Herren, das ist einfach nur noch peinlich. Dabei wäre die Ansiedlung ein großer Gewinn für die Stadt, sowohl als Sportstadt als auch als eine Stadt, die planungspolitisch immer die Fahne der Nachhaltigkeit hochhalten will. Das Gelände ist heute massiv untergenutzt, die Anlage ist defizitär. Eine neuerliche Nutzung zu Tenniszwecken würde keine Vernichtung des einstigen Invests bedeuten, sondern wäre eine nachhaltige Nutzung. Die Tennis-University ist ein solides Unternehmen, welches in Frankfurt nicht nur als Steuerzahler gerne gesehen sein sollte. Ziel sollte es sein, Sportstadt für alle zu sein und nicht nur monokulturell auf den Fußball zu setzen. Mit der Tennis-University besteht die Möglichkeit, wieder Weltklassetennis nach Frankfurt zu bringen und an die einstigen Glanzzeiten des 1991 durch Steffi Graf eröffneten Geländes anzuknüpfen. Die in der Diskussion stehende Nutzung des Geländes durch die Eintracht als Verwaltungsgebäude wäre kontraproduktiv, insbesondere da es viele Möglichkeiten rund um das Stadion gibt, die sich als Verwaltungsgebäude deutlich besser eignen. Wir unterstützen sehr, dass die Eintracht ein Gelände am Stadion bekommt. Dafür gibt es viele andere Möglichkeiten, beispielsweise das eben erwähnte Stadionhotel, das bald leer stehende Gelände des DFB im Wald oder auch das Gelände, auf dem heute das Oktoberfest durchgeführt wird. Jetzt wird das Planungsbüro Albert Speer und Partner eingeschaltet, um die Machbarkeit von was auch immer zu prüfen. Ich halte das für Augenwischerei, unnötig wie ein Kropf, und unnötige Kosten werden ohnehin produziert. Sie wollen uns und der Tennisakademie ... Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler: Frau Tafel-Stein, die rote Lampe ist an. Stadtverordnete Elke Tafel-Stein, FDP: (fortfahrend) Ich komme zum Ende. Mein Rat an den Sportdezernenten ist, Sie sollten Ihrer bisherigen Negativbilanz Rennbahn-Desaster und Desaster Mehrzweckarena Offenbach nicht noch ein Tennis-Desaster hinzufügen. Danke!

(Beifall) Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler: Die nächste Wortmeldung kommt von Herrn Stadtrat Frank. Bitte! Stadtrat Markus Frank: Meine sehr verehrten Damen und Herren, sehr geehrte Frau Tafel-Stein! Ich habe während Ihrer Rede ein bisschen Gert Trinklein beobachtet und befürchte, ihm ging es eben nicht so richtig gut.

(Beifall, Heiterkeit) Liebe Frau Tafel-Stein, die Aufgabe des Magistrats ist es selbstverständlich, dafür zu sorgen, dass wir in unserer Stadt vielseitigen Sport ermöglichen. Wenn wir an einer Stelle im Wettbewerb mehrere Interessenten haben, wie jetzt hier zum Beispiel die Tennis-Schule von Herrn Waske, die er von Offenbach nach Frankfurt bringen will, aber auf der anderen Seite auch das Interesse unserer Frankfurter Eintracht, die sich sportlich weiterentwickeln möchte und ihre Heimat schon am Stadion hat, ist es doch eine wichtige Aufgabe für einen Sportdezernenten, alle Möglichkeiten auszuloten, um dafür zu sorgen, wenn das denn geht, dass wir möglichst beide auf dem Gelände unterbringen können.

(Zurufe) Genau, liebe Frau Tafel-Stein. Ich sehe schon einen Erkenntnisgewinn, das ist gut so.

(Heiterkeit) Deshalb haben wir die Besten, die es gibt, beauftragt, nämlich Albert Speer und Partner, die viele Sportanlagen in der ganzen Welt geplant haben, sich dieses Sportdreieck ganz genau anzuschauen und festzustellen, an welcher Stelle wir noch zusätzliche Flächen generieren können. Ich will doch nicht, liebe Elke, dass du zu mir kommst und sagst, wo soll ich denn mit dem Volker Oktoberfest feiern? (Beifall, Heiterkeit) Ich will unbedingt verhindern, dass die Lederhose und das Dirndl irgendwo im Schrank hängen und nicht mehr zum Einsatz kommen.

(Heiterkeit) Deswegen geben wir uns ganz besondere Mühe. Deshalb, liebe Elke, schauen wir uns die Fläche genau an und versuchen all die guten Nutzungen, die es heute gibt, zu verstetigen und darüber hinaus unserer Eintracht und, wenn das denn geht, auch der Tennisakademie eine Heimat zu geben. Wenn der Sportdezernent gefragt wird, ob er glaubt, dass die Eintracht scheitert, dann gibt es nur eine Antwort dafür: Unsere Eintracht wird nicht scheitern. Das ist doch klar.

(Beifall) In diesem Sinne, lieber Gert, wollen wir die nächsten zwei Wochen abwarten, was die Spezialisten zusammentragen und hoffen, dass wir es zu einer guten Lösung schaffen. Vielen herzlichen Dank!

(Beifall) Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler: Vielen Dank, Herr Stadtrat Frank! Die nächste Wortmeldung kommt von Herrn Stadtverordneten Klingelhöfer, SPD-Fraktion. Bitte! Stadtverordneter Jan Klingelhöfer, SPD: Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, liebe Kolleginnen und Kollegen! Die tennispolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Elke Tafel-Stein, hat eben energisch für den weißen Sport hier in Frankfurt gekämpft.

(Zurufe) Da peitschten die Sätze gegen Stadtrat Frank wie eine gute Vorhand von Angelique Kerber. (Beifall, Zurufe) Aber ich bin mir auch sicher, dass es in der FDP-Fraktion den einen oder anderen Eintracht-Fan gibt, der auch der Eintracht gerne ein gutes Heim am Waldstadion geben will. Auch in unserer Fraktion gibt es Freunde des weißen Sports wie auch Eintracht-Fans, und deshalb sind wir auf die Möglichkeiten gespannt und wollen auch, dass ernsthaft geprüft wird, ob beides am Waldstadion möglich ist.

(Beifall) Doch auch ich gebe zu bedenken, dass so manche Fläche, die jetzt verplant wird, für den einen oder anderen jetzt schon gebraucht wird. Ich nenne nur einmal die Parkplatzsituation. Jetzt wird schon der Parkplatz an der Radrennbahn für die Gäste-Busse gebraucht. Die Parkplatzsituation insgesamt kennen wir. Wir haben, daran kann ich mich auch noch erinnern, im Jahr 2006 gemeinschaftlich beschlossen, dass der Parkplatz an der Isenburger Schneise aufgeforstet wird. Auch da werden wir mittelfristig handeln müssen.

(Zurufe) Ich glaube, ihr wart damals auch noch in der Koalition dabei. Mittelfristig werden auch da Parkplätze verloren gehen. Deshalb sind wir gespannt, ob das Gutachten Möglichkeiten aufzeigt, möglichst viel Sport auf diesem Gelände zu verwirklichen, denn dann werden wir entscheiden, was für die Sportstadt Frankfurt wichtig ist und sie mit ihrer Vielfalt weiter nach vorne bringen wird. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

(Beifall) Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler: Vielen Dank, Herr Klingelhöfer! Die nächste Wortmeldung kommt von Frau Meister, CDU-Fraktion. Bitte! Stadtverordnete Sybill Cornelia Meister, CDU: Sehr geehrter Stadtverordnetenvorsteher, meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Wir haben gehört, dass der Sportdezernent die ganze Sache auf jeden Fall ergebnisoffen angeht. Die beiden Interessenten sind schwerwiegende einzelne Partner und die Entscheidung würde sehr schwer fallen. Deswegen ist es gut, dass Stadtrat Frank den Masterplan praktisch für das Sportgelände beauftragt hat und auch das Stadionhotel mit einbezieht und ergebnisoffen die Flächenverfügbarkeiten und Nutzungsvorschläge abgleicht.

Das zitierte Motto von Herrn Frank: "Wir wollen möglichst viel Sport am Standort", ist richtig. Der Masterplan soll jetzt wahrscheinlich im Dezember vorliegen und ist dann Entscheidungsgrundlage. Darüber werden wir uns sicher noch einmal unterhalten. Wie auch immer die Entscheidung ausfallen wird, eines ist uns wichtig: Wir wollen eine Nutzung, die langfristig und erfolgreich ist und nicht Risiken auf den Steuerzahler abwälzt.

(Beifall) Eine Nutzung der Anlage ist uns lieb, aber sie ist uns nicht lieb und teuer.

(Beifall) Antragstellende Person(en): Stadtv. Elke Tafel-Stein

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 11. November 2016 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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