An Ostern kam es zwischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen und der Polizei in der und um die Ahornstraße zu Zusammens
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Zusammenfassung
Der Magistrat plant Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Vorfälle zwischen Jugendlichen und der Polizei, insbesondere durch verstärkten Kontakt und Austausch mit den Jugendlichen. Ziel ist es, die Aggressionen zu reduzieren und die sozialen Strukturen im Stadtteil zu stärken.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenFrage an den Magistrat
An Ostern kam es zwischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen und der Polizei in der und um die Ahornstraße zu Zusammenstößen. Die Gründe waren vielfältig. Es wurden Gegenstände auf die Beamten geworfen. Zum Glück wurde niemand verletzt. Vielfältige Ursachen wie zum Beispiel Einschränkungen durch das Coronavirus, die Struktur des Wohnens als auch des Umfeldes tragen gerade jetzt - wo Unterricht ausfällt und Arbeit stark bis völlig reduziert ist - dazu bei, dass Aggressionen steigen. Das ist nicht entschuldbar, erfordert aber Maßnahmen durch den Magistrat, denn an den schon im normalen Leben bestehenden Mängeln kann die Polizei nichts ändern. Ich frage daher den Magistrat: Welche Maßnahmen jenseits der polizeilichen Arbeit können ergriffen werden, um weitere Vorfälle dieser Art zu vermeiden?
Antwort des Magistrats
Der Magistrat wertet es als besonderes Zeichen des bürgerschaftlichen Engagements, dass bereits unmittelbar nach den Ereignissen an Ostern viele Griesheimer Bürgerinnen und Bürger, der Regionalrat sowie soziale Einrichtungen und die Polizei um die Aufarbeitung und Veränderung der Situation gekümmert haben. Das Quartiersmanagement und die Jugendeinrichtungen nutzen gemeinsam die vorhandenen personellen Ressourcen zur Arbeit im Sozialraum. Das bedeutet, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einrichtungsübergreifend bereits erstmals am Dienstag nach Ostern im Stadtteil unterwegs waren und weiterhin sind, um mit den Jugendlichen in direktem Kontakt zu sein. Es hat erheblich zur Beruhigung beigetragen, dass es den Jugendeinrichtungen unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Bestimmungen gelungen ist, zu vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen Kontakt aufzunehmen. Dabei konnten auch junge Menschen angesprochen werden, die nicht regelmäßige Besucher eines der Jugendhäuser sind und auch ältere junge Erwachsene. Deutlich wurde nach übereinstimmenden Einschätzungen ein hoher Bedarf nach Beratungsgesprächen, der sich in den meisten Fällen um die Ängste der Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor der weiteren beruflichen Zukunft dreht. Fragen wie zum Beispiel nach den Ausbildungsmöglichkeiten nach der Krise und zu Bewerbungsfragen sind für die jungen Menschen in Griesheim, aber nicht nur dort, wichtige Fragen zu denen Unterstützung erwartet wird. Auch hat der Austausch mit vielen Beteiligten im Stadtteil stattgefunden, dabei ging es um die Bekanntmachung der aktuellen Maßnahmen und um die Zusammenarbeit in den bestehenden Netzwerken. In diesen Gesprächen wurde einmal mehr die große Bandbreite der bereits umgesetzten präventiven Projekte und Maßnahmen im Stadtteil deutlich. Beispielsweise können sich die Bewohnerinnen und Bewohnern im Rahmen des Stadtumbauprozesses in Griesheim-Mitte an den Umbaumaßnahmen beteiligen und mit einbezogen werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der Ahornstr. und der geplanten Spiel- und Sportfläche, sowie die Gestaltung rund um das Kai-Uwe-Gärtner-Haus. Dieser Prozess wird nach der Corona-Krisensituation ein wichtiger Baustein zur weiteren Entwicklung des Stadtteils sein. Darüber hinaus hat die Polizei eine Arbeitsgruppe, AG, eingerichtet. Neben den rein polizeilichen Aufgabenstellungen ist in der AG auch ein Teil auf die Prävention ausgerichtet. In dieser AG sind sowohl Vertreter des Jugend- und Sozialamtes als auch der Geschäftsstelle des Präventionsrates und somit des Regionalrat Griesheim vertreten und im Austausch mit der Polizei. Auch die Jugendkoordinatoren des 16. Reviers sind in Griesheim mobil als Netzwerk- und Kontaktstreifen unterwegs - nicht als ermittelnde Beamte! - und mit den Einrichtungen im Austausch. Der Magistrat dankt allen Beteiligten vor Ort für ihre schnelle Reaktion und den Einsatz. Die Aufarbeitung ist damit allerdings nicht abgeschlossen. Der Magistrat unterstützt den Verständigungsprozess weiterhin, um Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und deren Umsetzung steuernd zu begleiten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 29. April 2020 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.