Bei Nestlé-Wasser besteht der Verdacht auf Gesundheitsgefährdung. Die französische Lebensmittelbehörde ANSES warnte bere
Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf mögliche Gesundheitsrisiken durch Nestlé-Wasser in Frankfurt am Main. Der Magistrat stellt fest, dass keine Beanstandungen hinsichtlich Verunreinigungen vorliegen und dass seit Mai 2023 kein Vertrieb von Mineralwasser aus Frankreich mehr stattfindet. Es wird keine Gefahr für die Verbraucher:innen gesehen.
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Thema Sicherheit verfolgenFrage an den Magistrat
Bei Nestlé-Wasser besteht der Verdacht auf Gesundheitsgefährdung. Die französische Lebensmittelbehörde ANSES warnte bereits vor Monaten vor Gesundheitsrisiken, da die Mineralwasserquellen in Frankreich unter anderem mit Fäkalien, Escherichia-coli-Bakterien, PFAS und Pestiziden in teils hohen Konzentrationen verunreinigt waren. Laut Foodwatch sieht das Ordnungsamt Frankfurt am Main, wo Nestlé Deutschland angesiedelt ist, offenbar keinen Handlungsbedarf und war laut eigenen Angaben bislang erfolglos dabei, Proben zu entnehmen. Ich frage den Magistrat: Wie stellt das Ordnungsamt sicher, dass kein Nestlé-Wasser mit Gesundheitsrisiken in Frankfurt im Umlauf ist, und woran scheiterten die Kontrollen von Proben?
Antwort des Magistrats
Der Abteilung Veterinärwesen des Frankfurter Ordnungsamtes liegen keine Gutachten vor, die hinsichtlich des Nestlé-Wassers Beanstandungen in Form von Verunreinigungen aufweisen, weder mikrobiologisch noch chemisch.
Eine Nachfrage bei der Firma Nestlé Waters Deutschland GmbH ergab, dass die Firma Nestlé Waters Deutschland GmbH natürliches Mineralwasser aus Frankreich der Marke "Perrier" bis Mai 2023 und der Marken "Contrex" und "Vittel" bis 2022 in Deutschland vertrieben hat. Seitdem fand kein weiterer Vertrieb von Mineralwasser aus Frankreich statt.
Eine stichprobenartige Überprüfung im Einzelhandel durch die Lebensmittelüberwachung der Abteilung Veterinärwesen bestätigte dies und es war keines der Produkte vorrätig, so dass keine Probenentnahme erfolgen konnte.
Eine Gefahr für die Verbraucher:innen lag - auch nach den Angaben französischer Behörden - nicht vor und es wurde und wird kein Rückruf eingeleitet werden. Insbesondere durch den Einsatz verschiedenster Techniken gab es keine Verunreinigungen.
Zudem erfolgte durch die Lebensmittelüberwachungsbehörde der Stadt Frankfurt am Main eine Anfrage an den Landesbetrieb Hessisches Landeslabor, ob in den letzten Jahren Beanstandungen hinsichtlich französischer Mineralwasser der Firma Nestlé vorliegen. Das Ergebnis: rückwirkend bis zum Jahr 2018 wurden lediglich geringradige Kennzeichnungsmängel festgestellt. Das französische Mineralwasser hätte nur als "Tafelwasser" und nicht als "natürliches Mineralwasser" etikettiert werden dürfen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 6. Juni 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.