Für die Vorbereitungen des Wiederaufbaus der Frankfurter Altstadt wurde die Senioren-Tageseinrichtung des Frankfurter Ve
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Frage vom 13.11.2015, F 2476 Für die Vorbereitungen des Wiederaufbaus der Frankfurter Altstadt wurde die Senioren-Tageseinrichtung des Frankfurter Verbandes geschlossen, die sich am archäologischen Garten befand. Es wurde zugesagt, nach der Fertigstellung der Altstadt dort wieder eine Begegnungsstätte einzurichten.
Ich frage den Magistrat: Wie weit sind die Vorbereitungen gediehen?
Antwort des Magistrats: Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld: Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin, sehr geehrte Frau Lang, sehr geehrte Damen und Herren! Ja, es ist richtig, dass ich mich bereits seit dem Jahr 2010 für den Erhalt des Seniorentreffs hier in der Frankfurter Innenstadt stark gemacht habe. Denn, wie Sie wissen, gehört gerade der Bereich der offenen Altenhilfe zu einem Gesamtkonzept, bei dem es wichtig ist, niedrigschwellige Angebote gerade an die älter werdenden Menschen in unserer Stadt heranzutragen und auch weiter auszubauen. Dann ist eben das passiert, was manchmal im Leben passiert. Das Technische Rathaus wurde abgerissen und der Frankfurter Verband, der diesen Treff bis dahin sehr erfolgreich und intensiv betrieben hat, musste den Römertreff schließen. Wir haben dann gemeinsam nach einem Ersatzort gesucht. Den haben wir auch gefunden, nämlich in der Walter-Kolb-Straße, damit der Verband auch innenstadtnah diesen erfolgreichen und gut besuchten Treff weiterführen konnte. Die Rechnung ist aufgegangen, die Menschen sind sozusagen auf die andere Mainseite mitgegangen. Die Angebote des Frankfurter Verbandes, wie gerade die freitägliche Tanzgruppe oder auch die Schachspieler - Sie erinnern sich daran, dass wir die großen Schachfiguren unten stehen hatten -, aber auch andere spielbegeisterte Gruppen konnten bestehen bleiben. Die Treffen finden nach wie vor statt. Insofern ist das nur konsequent, einen noch besseren, aber natürlich wieder gut ausgestatteten Treffpunkt für die Senioren hier in unserer Innenstadt zu finden und anzusiedeln. Wo wäre das tatsächlich schöner als in unserer neuen Altstadt? Deshalb bin ich sehr froh, dass ich die Geschäftsführerin des St. Katharinen- und Weißfrauenstiftes frühzeitig dafür gewinnen konnte, eine entsprechende Kooperation mit dem Frankfurter Verband einzugehen. Wie Sie vielleicht mitbekommen haben, wird die Stiftung in der Innenstadt ihren Hauptsitz in der neuen Altstadt nehmen, nämlich in der Brauchbachstraße 19 und 21. Sie wird dort ein wunderschönes Begegnungszentrum mit weiteren kleinen Veranstaltungsräumen für den Frankfurter Verband, für die Alten- und Behindertenhilfe einrichten. Dann kann sozusagen der Seniorentreff fast geografisch wieder genau an seinen angestammten Sitz zurückkehren.
(Beifall) Stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Dr. Renate Wolter-Brandecker: Vielen Dank! Die erste Zusatzfrage kommt von Frau Lang. Bitte schön! Stadtverordnete Eva Maria Lang, CDU: (Zusatzfrage) Die Stiftung richtet ihre Angebote aber doch nur an bedürftige Frauen. Dürfen dann männliche Senioren den Treff nicht nutzen?
(Heiterkeit) Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld: (fortfahrend) Es ist richtig, dass der St. Katharinen- und Weißfrauenstift sich satzungsgemäß an bedürftige Seniorinnen in Frankfurt wendet. Das ist auch immer wieder Gegenstand von interessanten Diskussionen, die Herr Becker und ich mit den anderen Pflegamtsmitgliedern führen. Tatsächlich ist es aber so, dass in diesem Fall das St. Katharinen- und Weißfrauenstift nur die Vermieterrolle einnimmt und ganz im Gegenteil auch schon bei der Ausstattung der Räume von Anfang an den Frankfurter Verband mit bedacht hat. Ich glaube, dass sich die Mehrheit der bedürftigen Stiftsdamen, das sind derzeit mehr als 800 Frauen in Frankfurt, denen mit einer Stiftsrente hier auch Unterstützung zuteil wird, darüber freuen wird, dass es auch eine Möglichkeit gibt, sich dem männlichen Geschlecht zuwenden zu können, insbesondere bei den Tanztreffs.
(Beifall) Ich habe noch vergessen zu erwähnen, dass die Häuser in der Brauchbachstraße 19 und 21 zu den ersten gehören werden, die fertig werden. Deswegen bin ich relativ zuversichtlich, dass tatsächlich die Bezugsfertigkeit noch in 2017 stattfindet und der Betrieb unverzüglich danach aufgenommen werden kann. Stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Dr. Renate Wolter-Brandecker: Danke schön! Eine zweite Zusatzfrage kommt von Frau Werner. Bitte schön! Stadtverordnete Ilka Werner, GRÜNE: (Zusatzfrage) Nach welchem Konzept soll das Begegnungszentrum betrieben werden? Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld: (fortfahrend) Auch hier haben wir im Frankfurter Verband intensiv diskutiert. Es ist natürlich so, dass sich die Seniorendezernentin, aber auch alle anderen Vorstandsmitglieder des Frankfurter Verbandes dafür ausgesprochen haben, dass das Konzept so aussehen soll, dass es zum Stadtteil hin geöffnet werden kann und dass hier auch weitgehend generationsübergreifend gearbeitet wird. Das heißt, wir werden in den mit gemieteten Räumen - ich sage wir, weil Sie sicher wissen, dass einige Stadtverordnete von uns dort mit aktiv sind - Angebote machen, die nicht nur kostenfrei sind, sondern eben auch gerade für die Angehörigen oder für Freunde und Bekannte offenstehen, denn gerade auch bei denjenigen, die älter werdende Menschen pflegen, kommt die Situation, dass man sich beraten lassen will. Deswegen soll es hier einen Seniorentreff geben, zu dem alle kommen können. Dort besteht die Möglichkeit, ein Beratungsangebot gemacht zu bekommen, und tatsächlich kann man sich dann in einem für die Öffentlichkeit zugänglichen Café auch begegnen. Wir haben die große Hoffnung, dass durch diese Offenheit des Cafés die Arbeit des Frankfurter Verbandes auch noch bekannter wird und diese niedrige Hemmschwelle, die wir an der Stelle haben, hoffentlich von ganz vielen Menschen überwunden wird.
(Beifall) Antragstellende Person(en): Stadtv. Hildegard Burkert
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 13. November 2015 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.