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Trotz schwieriger Finanzsituation werden in Frankfurt die öffentlichen Schwimmbäder nicht nur in voller Anzahl beibehalt

Vorlagentyp: F
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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgen

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Frage vom 12.10.2015, F 2411 Trotz schwieriger Finanzsituation werden in Frankfurt die öffentlichen Schwimmbäder nicht nur in voller Anzahl beibehalten, sondern kontinuier lich modernisiert. Um noch besser die heutigen, sich im Laufe der Zeit auch wandelnden Ansprüche der Bürger und Schwimmbadbesucher an die Bäder zu erfahren und bei künftigen Investitionen berücksichtigen zu können, haben die Bäderbetriebe jüngst eine Umfrage durchgeführt. Dabei gab es gute Noten für die Frankfurter Schwimmbäder, aber auch Verbesserungsvorschläge und Wünsche für zusätzliche Sport- und medizinische Angebote in den Bädern.

Ich frage den Magistrat: Welche Schlüsse zieht er aus den Ergebnissen der Bürgerbefragung?

Antwort des Magistrats: Stadtrat Markus Frank: Herr Vorsteher, meine sehr verehrten Damen und Herren, sehr geehrte Frau Stadtverordnete Meister! Die wichtigste, die Gesamtaussage der repräsentativen Umfrage lautet, dass 95 Prozent unserer Badbesucher mit den Schwimmbädern in Frankfurt am Main zufrieden sind und 85 Prozent der Besucher unsere Bäder auch weiterempfehlen. Ich glaube, das ist schon einmal ein sehr gutes Ergebnis.

(Beifall) Es ist deutlich geworden, dass die 70 Millionen Euro, die wir in den letzten zehn Jahren in unsere Bäder investiert haben, gut angelegtes Geld war, denn man darf nicht vergessen, dass es auch Kommunen in der Nachbarschaft gibt, die nicht fleißig investiert haben, sondern die Schwimmbäder geschlossen haben. Das ist der Unterschied zwischen der Politik der Stadt Frankfurt und der anderer Kommunen. Wir haben insbesondere in den Bestand fleißig investiert ...

(Zurufe) ... und es dadurch auch geschafft, zusätzliche Badbesucher zu haben. Es sind im Schnitt 2,2 bis 2,4 Millionen im Jahr. Das ist ein gutes Ergebnis. Aber so eine Umfrage dient natürlich auch dazu, langfristig und mittelfristig gesehen Schwächen aufzuzeigen, und wir werden diese Schwächen auch abarbeiten. Das ist überhaupt keine Frage, das ist ein Grund, warum man so eine Umfrage macht. Wir wollen mit unseren Bädern noch besser werden. Als besondere Herausforderung ist auch noch identifiziert worden, dass es insbesondere drei ganz wichtige Benutzergruppen gibt: die Gruppe der Erholungssuchenden, der Sportschwimmer und der Erlebnissuchenden.

(Heiterkeit) Das ist so. Die Aufgabe ist, in den einzelnen Bädern Angebote für alle diese Gruppen zu machen. Wir haben zum Glück auch anstehende Neubauprojekte. Ich erinnere, dass wir das Panoramabad, das am Sonntag ein wichtiges Jubiläum feiert, an der Eissporthalle als Familienbad erneuern wollen. Wir wollen auf die Ergebnisse dieser Umfrage Rücksicht nehmen und dieses Schwimmbad als ein Familienbad ausbauen, also besondere Angebote für Familien machen. Ein weiteres Projekt ist, dass wir uns jetzt auf den Weg machen wollen, in Bergen-Enkheim eine sogenannte Kneippanlage zu installieren. Auch das fördert die Ergebnisse, die wir aus der Umfrage haben. Wir haben dadurch gleich Maßnahmen umgesetzt. Soweit erst einmal meine Antwort. Vielleicht haben Sie noch weitere Zusatzfragen. Vielen Dank!

(Beifall) Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Baier: Die erste Zusatzfrage kommt von Frau Stadtverordneter Weil-Döpel. Bitte! Stadtverordnete Marion Weil-Döpel, SPD: (Zusatzfrage) Einer von den Punkten, die noch sehr verbessert werden müssen, ist die Sauberkeit. Gibt es dafür schon Pläne, wie das regelmäßig vonstattengehen kann, oder muss nach wie vor jedes Jahr mehrere Wochen geschlossen werden, wie zum Beispiel im Rebstockbad, um sauber zu machen, weil sich über das Jahr hin dort so massiv der Dreck ansammelt? Stadtrat Markus Frank: (fortfahrend) Dass wir manche Schwimmbäder geplant schließen, um Grundreinigungen durchzuführen, lässt sich auch in der Zukunft nicht vermeiden. Aber tatsächlich ist es so, dass die allermeisten Schwimmbäder sehr gut aussehen, weil wir sehr viel Geld investiert haben. Es gibt aber das eine oder andere Schwimmbad, das ein bisschen in die Jahre gekommen ist und so erscheint es dann in der einen oder anderen Ecke als nicht besonders sauber. Genau das ist eines der Dinge, die wir verbessern wollen, und da werden jetzt Konzepte erarbeitet. Aber manchmal ist es auch nur so, dass es nicht sauber erscheint, aber trotzdem sauber ist.

(Heiterkeit) Unser Ziel ist es, dass unsere Schwimmbäder noch ein bisschen glänzender auftreten und auch an diesen Ecken, die nicht sauber erscheinen, noch ein bisschen sauberer werden.

(Beifall) Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Baier: Die zweite Zusatzfrage kommt von Herrn Stadtverordneten Kliehm von der LINKE.-Fraktion. Bitte! Stadtverordneter Martin Kliehm, LINKE.: (Zusatzfrage) Herr Frank, wenn Sie das so schildern, sehe ich immer einen Regenbogen aus Ihrem Mund herauskommen. (Zurufe, Heiterkeit) Wir konnten es alle in der Zeitung nachlesen, dort stand, dass die Schwimmbäder nicht wirklich dreckig sind, sondern ein Imageproblem haben. Wie möchten Sie denn konkret dieses Imageproblem oder diese mangelnde Sauberkeit angehen, weil das schon etwas ist, was einigen Leuten am Herzen liegt? Stadtrat Markus Frank: (fortfahrend)

Ich glaube, wenn als Hauptergebnis 95 Prozent der Besucher zufrieden sind und 85 Prozent die Bäder weiterempfehlen, dann haben unsere Schwimmbäder sicher kein Imageproblem. (Beifall, Zurufe) Über den Regenbogen werde ich mit meinen Töchtern noch einmal reden. Die sollen doch einmal genau schauen, ob das tatsächlich so ist.

(Heiterkeit) Aber klar ist, dass wir eine solche Umfrage ernst nehmen und dass wir an den Stellen, wo wir natürlich an der einen oder anderen Stelle baulich etwas verbessern müssen - wenn Fliesen 35 Jahre alt sind, dann strahlen die eben nicht mehr so, wie wenn sie wenige Wochen alt sind -, das auch tun. Das ist doch klar. Aber da gibt es einfach grundsätzliche Fragen und die müssen wir jetzt in aller Ruhe behandeln. Aber ich sage Ihnen, die Stadt Frankfurt, wir, der Magistrat, werden weiter in die Schwimmbäder investieren, und das ist die Grundsatzfrage. Wir werden das im Gegensatz zu anderen Städten, wo das nicht getan wird, weiter machen. Wir ruhen uns nicht auf 95 Prozent aus, wir wollen noch besser werden.

(Beifall) Antragstellende Person(en): Stadtv. Sybill Cornelia Meister

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 12. Oktober 2015 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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