In der FAZ war am 04.03.2024 zu lesen, dass im Gallusviertel das erste städtisch betriebene Taubenhaus vorgestellt wurde
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Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt am Main plant die Einführung eines Taubenmanagements, um die Population der Stadttauben zu regulieren und die negativen Auswirkungen an belasteten Standorten zu minimieren. Durch den Betrieb von Taubenhäusern soll eine artgerechte Versorgung der Tauben sichergestellt und die Anzahl der Tiere durch den Austausch von Eiern verringert werden.
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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgenFrage an den Magistrat
In der FAZ war am 04.03.2024 zu lesen, dass im Gallusviertel das erste städtisch betriebene Taubenhaus vorgestellt wurde. Maximal 200 Tauben könne der Verschlag aufnehmen. Es sei der erste Baustein für das kommunale "Taubenmanagement" der Stadt. Dieser Modellversuch soll im Erfolgsfall auch auf andere Orte und Viertel der Stadt ausgedehnt werden. Aktuell sei unklar, wie viele Tauben es in Frankfurt ungefähr gibt. Schätzungen gingen von 4.000 bis 40.000 Tauben aus.
Ich frage den Magistrat:
Welche geschätzte Anzahl von Tauben hält die Stadt Frankfurt für steuerbar?
Antwort des Magistrats
Die Stadt Frankfurt am Main baut ein eigenes Taubenmanagement auf, dessen Säule Betrieb und Unterhaltung von Taubenhäusern ist.
Das erste Taubenhaus unter städtischer Regie wurde in der Frankenallee in Betrieb genommen. Der Standort ist als besonderer Brennpunkt aufgrund der bestehenden Beschwerdelage und vorliegenden Reinigungsberichte bekannt.
Eine belastbare Zahl über die Populationsgröße der Stadttauben in Frankfurt am Main ist nicht bekannt und für die ersten Maßnahmen an einzelnen betroffenen Bereichen auch nicht erforderlich, da Tauben standorttreu sind und von daher diese Bereiche jeweils einzeln betrachtet werden müssen.
Grundsätzlich ist die Population von Wildtieren nicht steuerbar und dies ist auch weder erforderlich noch leistbar. Es geht darum, an besonders belasteten Standorten die Auswirkungen der hohen Anzahl an Stadttauben - massive Verkotung, unnatürliches Verhalten der Tauben "betteln um Futter, starke Nähe zu Menschen - tierschutzgerecht zu regulieren. Dies soll durch das Angebot eines Taubenhauses erfolgen, in welchem die Tauben artgerecht versorgt werden und die Gelege durch Eier-Attrappen getauscht und somit die Anzahl der Individuen verringert wird.
Die Möglichkeiten, an den "Hotspots" Taubenhäuser zu errichten, wird begrenzt durch einen Mangel an geeigneten Standorten - Bereitschaft von Eigentümer:innen Standorte für ein Taubenhaus zur Verfügung zu stellen. Auch der finanzielle Aufwand, der für Errichtung und Betrieb von Taubenhäusern erforderlich wäre, ist ein begrenzender Faktor.
Die Abteilung Veterinärwesen des Frankfurter Ordnungsamtes berät die Stabstelle bei der Entwicklung des Stadttaubenmanagements.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 14. März 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.