Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

In Deutschland werden jährlich etwa elf Tonnen Lebensmittel entsorgt, das sind 78 kg/Person. Der größte Teil der Verschw

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Stadt Frankfurt am Main plant Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung bei städtischen Veranstaltungen und in der Gemeinschaftsverpflegung. Ziel ist es, durch bedarfsorientierte Planung und Sensibilisierung der Gemeinschaft, die Menge an weggeworfenen Lebensmitteln zu minimieren und somit Ressourcen zu schonen.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Umwelt und Energie verfolgen

Frage an den Magistrat

In Deutschland werden jährlich etwa elf Tonnen Lebensmittel entsorgt, das sind 78 kg/Person. Der größte Teil der Verschwendung findet in den Privathaushalten statt, aber auch die Außer-Haus-Verpflegung hat mit circa zwei Tonnen einen großen Anteil daran. Das ist nicht nur ein ethisches Problem, sondern belastet durch den unnötigen Verbrauch von Ressourcen wie Ackerflächen, Wasser, Dünger, Energie auch die Umwelt.

Ich frage den Magistrat:

Wie stellt die Stadt sicher, dass sie sowohl bei städtischen Veranstaltungen als auch in der städtischen Gemeinschaftsverpflegung - Schulen, Kitas und andere - mit gutem Beispiel vorangeht und Lebensmittelverschwendung vermeidet, und werden Daten erhoben, wie viele Lebensmittel im städtischen Kontext weggeworfen werden?

Antwort des Magistrats

Der Magistrat begrüßt alle Maßnahmen, die zu einer Reduzierung der Verschwendung von Lebensmitteln beitragen und eine ressourceneffiziente Planung sicherstellen. Tatsache ist, dass die Produktion von Lebensmitteln einen beträchtlichen Teil unseres CO2-Fußabdrucks ausmacht sowie Wasser, Energie und Fläche verbraucht. Eine Abfrage bei den einzelnen Ämtern und Betrieben hat eine ganze Bandbreite an Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendungen bei städtischen Veranstaltungen ergeben.

  1. Es wird eine gute Lebensmittelvorausplanung betrieben:
    • a)Bedarfsorientierte Planung nach exakter Anmeldeliste, ohne Einplanung eines Überschusses,
    • b)Berücksichtigung von religiösen und kulturellen Essensgewohnheiten,
    • c)Berücksichtigung von Erfahrungen aus vergangenen Veranstaltung,
    • d)Einbeziehung des Wetters bei der Schätzung von Besucher: innen.
  2. Am Tag der Veranstaltung wird der Auftrag an die Zahl der tatsächlich Teilnehmenden angepasst.
  3. Es wird eine No-Show-Rate von bis zu 20 Prozent berücksichtigt.
  4. Grundsätzlich werden Speisen in Menge und Variantenreichtum reduziert angeboten.
  5. Menüs werden im Baukastensystem angeboten - ein Produkt in verschiedenen Varianten.
  6. Die Speisen werden in variablen Portionsgrössen angeboten.
  7. Es werden mitnahmefähige Lebensmitteln angeboten.
  8. Reste werden an Aufbau- und Abbauhelfer: innen, Künstler: innen, Besucher: innen oder Mitarbeitenden verschenkt.
  9. Reste werden im Rahmen der Kantine am nächsten Tag angeboten oder weiterverwendet.
  10. Es werden Caterer bevorzugt, die Konzepte für die Verwertung von übrig gebliebenen Lebensmitteln vorlegen können.
  11. Nicht verbrauchte Lebensmittel von mobilen Ständen werden, sofern vorhanden, in festen Imbissen oder Ladengeschäften weiterverwendet.
  12. Getränke werden auf Kommissionsbasis bestellt, die dann zurückgegeben werden können.
  13. Getränke werden nur nach Verbrauch geöffnet und ausgeschenkt. Da explizit nach Gemeinschaftsverpflegungen, Schulen und Kitas gefragt wird, hier die Infos aus diesen Bereichen: Die meisten Unterkünfte für Geflüchtete und Wohnungslose verfügen über eigene Kochmöglichkeiten. Einige wenige werden durch eine Gemeinschaftsverpflegung - Catering - versorgt. Die Betreiber dieser Unterkünfte koordinieren in enger Absprache mit dem Caterer die Menge der Mahlzeiten anhand der Belegungen, so dass wenig Überschuss besteht. Die Essensrückgaben sowie die Präferenzen der Bewohner: innen werden regelmäßig evaluiert und dementsprechend werden die Bestellmengen und Gerichte angepasst. Im Rahmen der Schulverpflegung an den Frankfurter Schulen übernehmen die Essensanbieter die Verantwortung für einen angemessenen Einsatz der Lebensmittel bei der Essensproduktion. Aufgrund der notwendigen Vorbestellung der täglichen Essen durch die Eltern und nur einen geringen Anteil an Mehrproduktion für Spontanessen, wird weitgehend bedarfsgerecht produziert und eine Überproduktion und entsprechend notwendige Lebensmittelentsorgungen verhindert. Lediglich die Essen, die bestellt und nicht abgeholt werden und die nicht anderweitig ausgegeben werden konnten, sind zu entsorgen. Die Caterer sind vertraglich verpflichtet, den Eltern Rückmeldung zu geben, wenn ihr Kind das bestellte Essen nicht abholt. Darüber hinaus soll das Betriebspersonal in den Schulen aus den entsorgten Speiseresten Ursachen ableiten, konkretisieren und diese im ebenfalls verpflichteten Abfallvermeidungskonzept aufnehmen. Das Thema Essensverschwendung ist auch in den Schulen selbst Thema. Neben den jetzt schon bestehenden "Runden Tischen" an verschiedenen Schulen, die seitens des Stadtschulamtes ebenfalls begleitet werden, hat das Fachamt auch die Gründung eines Mensa-Zirkels in den Schulen angestoßen. Eines der Kernthemen wird, unter anderem, auch die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung sein. Hier soll weiter das Bewusstsein der Schulgemeinschaft gestärkt und eine weitergehende Sensibilität zu diesem Thema erreicht werden. Kita Frankfurt vermeidet Lebensmittelverschwendung, indem die Caterer ein sehr individualisiertes Bestellsystem umsetzen. Die Einrichtungen können täglich zwischen unterschiedlichen Menülinien wählen. Dabei ist es möglich, die Anzahl der Portionen an die individuellen Bedarfe der Kinder auszurichten. Die Auswahl und Anzahl der Beilagen ist unabhängig von der Anzahl der ausgewählten Hauptkomponenten. Im Sinne der Nachhaltigkeit beauftragen viele Ämter und Betriebe bei ihren Veranstaltern im Übrigen Caterer, die überwiegend biologische, saisonale und regionale Lebensmittel verwenden sowie Lebensmitteln ohne umfangreiche Verpackung liefern und wiederverwertbare Materialien einsetzen. Eine Datenerhebung über weggeworfene Lebensmittel wird in keinem Bereich durchgeführt.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 14. März 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung