Die Machbarkeitsstudie „Ein Filmfestivalhaus für Frankfurt - Machbarkeitsstudie in fünf Szenarien“ des Kulturdezernats w
Zusammenfassung
Die Machbarkeitsstudie für ein Filmfestivalhaus in Frankfurt, die 2021 veröffentlicht wurde, bedarf einer Aktualisierung, da die bisherigen Szenarien nicht mehr realistisch sind. Der Magistrat prüft weiterhin Möglichkeiten zur Errichtung eines solchen Hauses, um den hohen Bedarf der Filmfestivals zu decken.
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Thema Kultur verfolgenFrage an den Magistrat
Die Machbarkeitsstudie "Ein Filmfestivalhaus für Frankfurt - Machbarkeitsstudie in fünf Szenarien" des Kulturdezernats wurde am 16. Juni 2021 veröffentlicht, seitdem hat es offenbar keine weiteren Planungen diesbezüglich mehr gegeben. Die verschiedenen Szenarien, die in dieser Studie beschrieben werden, sind zwischenzeitlich kaum noch realistisch, die Notwendigkeit eines solchen Hauses aber unverändert hoch.
Ich frage daher den Magistrat:
Ist eine Fortschreibung beziehungsweise Aktualisierung der Machbarkeitsstudie geplant, und welche Möglichkeiten sieht der Magistrat aktuell für die Errichtung eines solchen Filmfestivalhauses in Frankfurt?
Antwort des Magistrats
Sehr geehrte Frau Stadtverordnete Eberz! 2021 hat das Dezernat für Kultur und Wissenschaft eine Studie der Agentur bb22 architekten + stadtplaner in Auftrag gegeben, die erstmalig im Dialog mit drei der größeren Frankfurter Filmfestivals die Raumbedarfe festhielt und mögliche Modelle eines Filmfestivalzentrums zur Diskussion stellte. Die Machbarkeitsstudie stellte Varianten in verschiedener Größe vor, darunter: Kino- oder Leinwandschiffe - XS; Festivalbüro mit im Wechsel nutzbaren Arbeitsplätzen - S; Offenes Haus der Kulturen auf dem zukünftigen Kulturcampus - M; Festivalhaus als gemeinsame Nutzung mit anderen kulturellen Einrichtungen, exemplarisch geprüft wurde das Milchsack-Gelände - L; Nachnutzung eines Interimsbauwerks für die Städtischen Bühnen Frankfurt - XL. Die Ergebnisse dieser Machbarkeitsstudie flossen in die Kulturentwicklungsplanung ein, in deren Rahmen der neu eingerichtete Fachbereich Film im Kulturamt eine tiefergehende Analyse der Zusammensetzung, Entwicklungen sowie der konkreten Bedarfe der gesamten Frankfurter Filmfestivallandschaft durchgeführt hat, https://kep-ffm.de/umfrage-zum-stand-der-frankfurter-filmfestivals/. Dies führte zu einer differenzierten Betrachtung der einzelnen Bedarfe, wie zum Beispiel, dass viele der Filmfestivals ihre festen Spielorte in Kinos wie beispielsweise dem DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum - oder dem Filmforum Höchst haben. Eine Entlastung der Raumbedarfe der großen Filmfestivals brachte zudem die Neubelebung des innenstädtisch gelegenen Eldorado Kinos, welches zwar als reines Kino über keine weiteren Raumkapazitäten verfügt und daher nicht in ein temporäres Festivalzentrum für die Festivalzeiträume umgewandelt werden kann, aber einen attraktiven und professionellen Kinosaal mit 200 Plätzen für einen Teil des Programms bietet. Die Variante XS der Machbarkeitsstudie befriedigte auch nicht den Kernbedarf der großen Festivals nach einem repräsentativen Ort für große Filmveranstaltungen mit einem Foyer für Gespräche, Zusammenkünfte und Rahmenveranstaltungen; die Variante S wurde gemeinsam mit den Filmfestivals mit einem konkreten Raumvorschlag geprüft, jedoch das gemeinsame Fazit gezogen, dass derartige Räume nicht mehr benötigt werden, da die Festivals entweder bereits Arbeitsräume mieten oder nebenberuflich im Homeoffice arbeiten. Die Variante M ist weiterhin im Gespräch, die Entwicklungen des Offenen Haus der Kultur schreiten voran, Filmvorführungen sind weiterhin Teil des Gesamtkonzepts. Der diskutierte Vorschlag "Milchsackgelände" der Variante L wurde von der Filmfestivalszene aufgrund der dezentralen Lage als ungeeignet eingestuft. Die Variante XL steht im Zusammenhang mit dem möglichen Bau eines Interims für die Städtischen Bühnen, diese wird aufgrund des Planungsstandes derzeit nicht weiterverfolgt. Im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung sind die Bedarfe der Filmfestivals als ein wichtiges Anliegen weiter präsent und werden bei der Konzeption von gemeinsam genutzten kulturellen Einrichtungen berücksichtigt, wie beispielsweise beim Kinder-und Jugendtheater im Zoogesellschaftshaus oder den Zwischennutzungsprojekten auf dem ehem. Campus Bockenheim.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 14. März 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.